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BVB-Abteilungsleiter Heiermann mit Kampfansage: „Wollen Erster oder Zweiter werden“

Borussia Dortmund

Der deutsche Meister zeigt ein neues Gesicht – die Hälfte des BVB-Kaders ist neu in Schwarzgelb. Olympia erschwert die Vorbereitung der Dortmunderinnen zusätzlich.

Dortmund

, 28.07.2021, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Team in Schwarzgelb: BVB-Coach André Fuhr und die Neuzugänge Mia Zschocke, Frida Nåmo Rønning, Mie Sando, Amelie Berger, Jacqueline Moreno, Madita Kohorst und Fatos Kücükyildiz (v.l.). Ebenfalls neu im Team, aber nicht im Bild sind die verletzte Viktoria Woth (Kreuzbandriss) und Haruno Sasaki (Olympia-Teilnahme).

Ein Team in Schwarzgelb: BVB-Coach André Fuhr und die Neuzugänge Mia Zschocke, Frida Nåmo Rønning, Mie Sando, Amelie Berger, Jacqueline Moreno, Madita Kohorst und Fatos Kücükyildiz (v.l.). Ebenfalls neu im Team, aber nicht im Bild sind die verletzte Viktoria Woth (Kreuzbandriss) und Haruno Sasaki (Olympia-Teilnahme). © Nils Foltynowicz

Neun Neuzugänge, acht Abgänge, fünf Borussinnen bei den Olympischen Spielen in Tokio: Die BVB-Handballerinnen stehen nach zwei dominanten Jahren in der Bundesliga vor einer schwierigen Vorbereitung – und einer besonders spannenden Spielzeit.

Beim deutschen Liga-Primus hat sich viel getan seit dem Gewinn der ersten Meisterschaft. Leistungsträgerinnen wie Kelly Dulfer, Inger Smits und Johanna Stockschläder haben den Verein verlassen. In Mia Zschocke und Amelie Berger oder auch Torhüterin Madita Kohorst haben die Schwarzgelben aber leistungsstarke Akteurinnen unter Vertrag genommen.

Aber warum überhaupt ein so großer Umbruch nach zwei so starken Jahren? Neun Neuzugänge sind bei 18 Spielerinnen die Hälfte des Kaders. „Es gab sowohl Spielerinnen, mit denen wir nicht mehr geplant haben als auch Spielerinnen, die neue Herausforderungen gesucht haben“, erklärt Abteilungsleiter Andreas Heiermann.

Heiermann: „Dass wir Erster oder Zweiter werden wollen, ist selbstverständlich“

Trotz der vielen Zu- und Abgänge will der BVB in der neuen Saison wieder ganz oben angreifen. „Wir haben mit Mia Zschocke, Amelie Berger und Alina Grijseels drei Säulen der deutschen Nationalmannschaft bei uns und mit Madita Kohorst eine Top-Torhüterin dazubekommen“, sagt Heiermann. „Dass wir Erster oder Zweiter werden wollen, ist selbstverständlich.“

Der BVB-Kader

Tor: ten Holte, Kohorst; Rückraum: Grijseels, van Zijl, Amega, van der Heijden, Bleckmann, Nåmo Rønning, Zschocke, Kücükyildiz, Woth, Sasaki; Linksaußen: Gutiérrez Bermejo, Jackie Moreno; Rechtsaußen: Abdulla, Berger, Kreis: Freriks, Sando

Erster Anwärter auf den Titel ist der BVB für Heiermann in diesem Jahr aber nicht: „Favorit ist für mich eindeutig Bietigheim.“

Den größten Grund für die starken Leistungen der vergangenen zwei Jahre sieht er auf der Trainerbank. „Ich bin ganz glücklich, dass André Fuhr unser Trainer ist, der Spielerinnen zu absoluten Topleistungen bringen und sie nachhaltig entwickeln kann“, lobt Heiermann. „Inger Smits hatte keiner auf der Rechnung. Johanna Stockschläder war vorher Ergänzungsspielerin und André Fuhr hat sie zur vielleicht besten Linksaußen in Deutschland gemacht.“ Mit ähnlichen Entwicklungen rechnet Heiermann auch bei den Neuzugängen.

Fünf BVB-Olympionikinnen fehlen in der Vorbereitung noch

Doch auf dem Weg dahin müssen Fuhr und die Borussinnen nach einige Hindernisse überwinden. „Wir haben fünf Spielerinnen bei Olympia, das erschwert die Sache zusätzlich, der Kader ist dezimiert“, erklärt der Coach. Darunter sind auch wichtige Eckpfeiler des Teams wie Merel Frederiks und Laura van der Heijden. „Ohne diese wichtigen Bausteine ist es schwierig, sich mit den Neuen einzuspielen.“ Fuhr hofft, dass die Olympionikinnen alle gesund zurückkehren. „Dann haben wir noch wenige Wochen Zeit, sie in den Kader zu integrieren.“

Deshalb liegt das Trainingslager in Dänemark in diesem Jahr bewusst weit hinten im Vorbereitungsplan. Vorher stehen für die BVB-Handballerinnen, die seit letzter Woche wieder trainieren, Testspiele, Team-Building-Maßnahmen, ein Kurz-Trainingslager in Blomberg und ein ein Turnier in Kirchhof auf dem Programm.

Am 4. September startet der deutsche Meister gegen SU Neckarsulm in die neue Bundesliga-Saison – und trifft dabei in Johanna Stockschläder zu Beginn einer besonders spannenden Spielzeit auf eine alte Bekannte.

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