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BVB-Handballerinnen setzen Siegeszug fort

Turniersieg in Polen

Zweites Turnier, zweiter Sieg: Die Handballerinnen von Borussia Dortmund haben ihre gute Frühform bestätigt und auch das Turnier im polnischen Lubin gewonnen. Damit bleiben die Schwarzgelben in der Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison weiter ungeschlagen und gehen optimistisch in die kommenden Wochen.

DORTMUND

, 20.08.2017, 18:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Handballerinnen setzen Siegeszug fort

Svenja Huber, hier beim Domstadt-Cup, auf dem Weg zum Torerfolg.

„Der Erfolg ist vor allem gut für die Seele“, sagte BVB-Trainerin Ildiko Barna am Sonntag nach dem 23:21-Sieg über den polnischen Erstligisten SPR Pogon Stettin im Finale, in dem die Schwarzgelben lange einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Vor allem, weil ihr Team sich selbst aus der zwischenzeitlich schwierigen Situation herausgeholt hätte. Erfolgreichste Werferinnen für die Dortmunderinnen waren im Finale Virag Vaszari, Nadja Mansson und Svenja Huber (alle 3 Tore).

Die BVB-Frauen hatten da immerhin schon zwei harte Spiele am Samstag hinter sich gebracht. Von der mehr als 700 Kilometer weiten und etwa zehneinhalb Stunden langen Fahrt in die polnische 75.000-Einwohner-Stadt in Niederschlesien gar nicht zu reden. "Die Mädchen haben das angesichts der Umstände gut gemacht", sagte Barna, die außerdem darauf hinwies, international auswärts gespielt zu haben. "Da wird ganz anders gepfiffen als bei uns zu Hause. Das war ein guter Test."

Spielerische Unzulänglichkeiten

Überbewerten wollte die Ungarin den Erfolg allerdings nicht. Dafür war einerseits das Zusammenspiel gerade im Endspiel zu fehlerbehaftet. Zudem schlichen sich viele technische Fehler beim BVB ein. „Wir sind noch nicht so weit, wie wir gerne sein wollen“, erklärte Barna. Vor allem spielerisch habe ihr Team noch viel Arbeit vor sich. „Uns fehlt die Präzision gerade bei den Anspielen an den Kreis.“ Und auch im Rückraum-Spiel, bereits in der vergangenen Saison eine der Baustellen bei den Schwarzgelben, gebe es weiter Luft nach oben. 

Die beiden Siege am Samstag fallen wie der Endspiel-Erfolg ebenfalls eher in die Kategrie "Arbeitssieg". Im Auftaktspiel gegen Galiczanka Lwów war es vor allem Irene Espinola Perez, die den BVB auf die Siegerstraße führte. Die Spanierin, erst seit diesem Sommer in Diensten des BVB, erzielte beim 24:18 gegen Lwów am Ende insgesamt fünf Treffer. Zweibeste Werferin waren die Polin Emilia Galinska, Mansson und Svenja Huber (alle 3).

Selbstvertrauen getankt

Beim zweiten Sieg gegen Gastgeberinnen von MKS Zaglebie Lubin war es dann erneut Perez, die mit fünf Treffern ebenso wie ihre Rückraum-Kollegin Harma van Kreij Garant für den Erfolg war. Insgesamt ordnete Trainerin Ildiko Barna das Turnier dann auch als gelungen ein. Aus diesem Erfolg „werden wir viel Selbstvertrauen für die kommenden Wochen ziehen“, sagte sie.

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Nach der zehnstündigen Rückfahrt haben die BVB-Frauen am Montag zunächst trainingsfrei. Ab Dienstag arbeiten Barna & Co. dann weiter am Feinschliff für die Bundesliga-Saison. Ein letzter ernsthafter Test steht dann am Wochenende bevor, wenn es für den BVB zum 32. internationalen Robert-Schumann-Turnier um das Oldenburger Wunderhorn geht. "Das Turnier wird zeigen, ob wir körperlich und mental bereit sind für die neue Saison", sagte Barna.

 

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