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BVB-Handballerinnen verlieren in Blomberg - und Europa aus dem Blick

BVB-Handball-Frauen

Die BVB-Handballerinnen verlieren trotz einer bärenstarken Clara Woltering 24:21 (11:11) in Blomberg. Der Rückstand auf die Europapokal-Plätze beträgt jetzt schon vier Punkte.

Dortmund

, 20.04.2019 / Lesedauer: 3 min
BVB-Handballerinnen verlieren in Blomberg - und Europa aus dem Blick

Dana Bleckmann und die BVB-Handball-Frauen machten gegen Blomberg vorne zu viele Fehler. © Stummbillig

Während die Blombergerinnen am Samstagabend in einer Jubeltraube ihre Freude herausschrien, saßen die BVB-Handballerinnen schon mit leeren Blicken auf der Bank. Nur Sekunden vorher hatte das Schiedsrichter-Gespann die Bundesliga-Partie zwischen der HSG Blomberg-Lippe und Borussia Dortmund abgepfiffen. Beim Stand von 24:21 für die Gastgeberinnen. Mit dem Schlusspfiff ist der Traum von Europa für die BVB-Handballerinnen in ganz weite Ferne gerückt.

Theoretisch ist das Erreichen von Platz vier, der die Europapokal-Qualifikation bedeutet, natürlich noch drin - in der Praxis aber so gut wie unmöglich. Aber wie konnte es so weit kommen am Samstagabend in Blomberg? Die Antwort lieferte BVB-Trainer Gino Smits nach dem Abpfiff: „In den letzten zehn Minuten ist Blomberg einfach energischer in die Zweikämpfe gegangen, das war entscheidend für das Spiel“, erklärte der sichtlich geknickte Niederländer.

BVB spielt zerfahrene erste Halbzeit in Blomberg

Aber von vorne. Das Spiel war in der ersten Halbzeit sehr zerfahren. Bezeichnend dafür: Beim Stand von 6:5 (10.) für Blomberg schaffte BVB-Spielerin Asuka Fujita es bei ihrem ersten Siebenmeter-Versuch doch tatsächlich, einen Aufsetzer an die Latte zu setzen. Die Linkshänderin verpasste es so, für den BVB auszugleichen. In den ersten dreißig Minuten sahen die 844 Zuschauer in Blomberg außerdem vor allem Zeitspiele und Fehlpässe.

Die BVB-Frauen fanden zunächst kaum ein Mittel gegen die gut stehende 6:0-Abwehr der Gastgeberinnen. Allein die starken Paraden von Clara Woltering verhinderten, dass Blomberg sich weiter absetzen konnte. So hielt die BVB-Keeperin beim Stand von 7:6 für die HSG einen eigentlich 100-prozentigen Tempogegenstoß (15.). Der BVB hätte danach sogar noch mit einer Führung in die Kabine gehen können, war beim Stand von 11:10 aus schwarzgelber Sicht sogar im Angriff. Aber ein überhasteter Abschluss von Harma van Kreij und ein schnelles Tor der Blomberger führten zum 11:11-Halbzeitstand.

BVB macht vorne zu viele Fehler

In der zweiten Halbzeit führten die Gastgeberinnen dann konsequent mit einem Tor. Wieder war es Clara Woltering, die mit ihren Paraden zunächst Schlimmeres verhinderte. Über 14:13 (38.) und 18:18 (47.) ging es dann in die von Gino Smits angesprochenen entscheidenden zehn Minuten der Partie.

Nach einem verworfenen Ball von Asuka Fujita erhöhte Blomberg die Führung auf 21:19 (50.), Gino Smits reagierte und nahm eine Auszeit. Die stachelte aber anscheinend nur Clara Woltering an, die Keeperin hielt drei richtig wichtige Bälle und damit das Spiel offen. Ihre Kolleginnen vorne vergaben aber zu viele Chancen: Zwei Fehlwürfe von Dana Bleckmann, einer von Harma van Kreij, sowie ein technischer Fehler von Leonie Kockel waren einfach zu viel. Die HSG zog verdient auf den 24:21-Endstand davon.

„Das ist natürlich eine Enttäuschung für uns“, fasste Gino Smits die schwarzgelbe Gefühlswelt nach dem Abpfiff kurz und knapp zusammen. Da Buxtehude die Partie gegen Göppingen am Samstag 34:22 für sich entscheiden konnte, beträgt der Rückstand auf Platz vier für die Borussinnen jetzt schon vier Punkte. Europa ist in weite Ferne gerückt.

BVB: Woltering, ten Holte - Weisheitel (1), C. Müller, A. Müller (5), Kockel (1), Einarsdottir, Stockschläder (1), van Kreij (6), Huber, Fujita (2/1), Wulf, Emberovics, Bleckmann (4/2), Kriese (1)

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