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BVB-Handballfrauen spielen gegen die Zeit: So ist der Stand der Saisonvorbereitung

Frauenhandball

Bis zum Saisonstart sind es zwar noch gut vier Wochen. Doch die Vorbereitungszeit für die Bundesliga-Handballerinnen des BVB ist knapp. Der Trainer versucht, das Beste daraus zu machen.

Dortmund

, 07.08.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Handballfrauen spielen gegen die Zeit: So ist der Stand der Saisonvorbereitung

Der neue Trainer im Kreise der neuformierten Borussen-Mannschaft: André Fuhr leitet seit zwei Wochen die Geschicke beim BVB. © Stummbillig

Die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison läuft erst seit zwei Wochen, und die Findungsphase zwischen runderneuerter Mannschaft und neuem Trainer ist längst noch nicht abgeschlossen. Doch bei Borussia Dortmund blicken sie trotz gewisser Startprobleme (André Fuhr: „Ein früherer Start in die Vorbereitung hätte sicherlich besser gepasst“) zufrieden auf die zurückliegenden Tage und durchaus kräftezehrenden Trainingseinheiten.

„Alle machen gut mit, wir haben keine gravierenden Verletzungen - bislang läuft alles so, wie wir uns das vorstellen“, sagt André Fuhr, der das Traineramt beim BVB in diesem Sommer vom Niederländer Gino Smits übernommen hat.

Die Arbeitsweise hat sich geändert

Die für ihn ungewöhnlich kurze Vorbereitungszeit bis zum Saisonstart - der Termin erfolgte noch in Absprache mit Smits - hat den Übungsleiter bisweilen zu Umstellungen in seiner Arbeitsweise gezwungen. Hatte Fuhr bei seinen vorherigen Stationen die Schwerpunkte der ersten Wochen vor allem auf den Athletikbereich gelegt, arbeitet das Trainerteam aufgrund der begrenzten Zeit nun „mit einem Mix aus Kraft und Athletik sowie handballspezifischen Einheiten“.

Auch für die Integration „bleibe wenig Zeit“, so Fuhr. Was angesichts von sieben neuen Spielerinnen und einem neuen Trainer durchaus eine Herausforderung darstellen kann. „Es liegt jetzt an uns, den Teamgeist innerhalb der Mannschaft zu fördern und entsprechend die Rahmenbedingungen für eine gute Vorbereitung zu legen“, sagt Andreas Heiermann, Abteilungsvorstand des BVB.

Das, was Vorstand und Trainerteam bislang zu sehen bekommen haben, stimmt aber durchaus positiv. Am vergangenen Wochenende gewann die Mannschaft von André Fuhr in dessen alter Heimat Blomberg Testspiele gegen die HSG Blomberg-Lippe sowie den Zweitligisten Werder Bremen deutlich.

Die Ergebnisse in der Vorbereitung stimmen

Vor allem die Partie gegen den Sechsten der vergangenen Bundesliga-Saison sorgte für gute Laune beim Trainer. „Es war ein gutes Spiel von uns. Wir hatten zwar noch eine recht hohe Fehlerquote, dass wir am Ende aber trotzdem recht deutlich gewinnen, zeigt unsere Qualität“, sagt Fuhr. Alles in allem sei er zufrieden mit dem Stand der Vorbereitung.

Auch Andreas Heiermann machte sich am Wochenende ein Bild der neuformierten Mannschaft um die Neuzugänge Kelly Dulfer, Kelly Vollebregt, Bogna Sobiech, Inger Smits, Merel Freriks, Isabell Roch und Aleksandra Zych. „Man hat in beiden Spielen gesehen, dass das Potenzial groß ist“, sagt der Abteilungsvorstand. Er habe das Team in den vergangenen Tagen als „sehr aufmerksam“ wahrgenommen. „Alle Spielerinnen sind sehr ambitioniert. Das macht schon Lust auf mehr und ich freue mich schon heute riesig auf die neue Saison.“

Bevor die neue Spielzeit am 8. September mit der Auswärtspartie beim VfL Oldenburg allerdings startet, stehen der Mannschaft weiter intensive Vorbereitungswochen bevor. Am Montag reist der schwarzgelbe Tross ins Trainingslager nach Dänemark.

Feinschliff im Trainingslager holen

Neben den hochkarätigen Testspielen gegen Holstebro, Odenso und Aarhus (Fuhr: „Da werden wir unter ernsthaften Bedingungen testen“) will der Trainer seinem Team vor allem den spielerischen Feinschliff verpassen. „Es geht um Abstimmung, Abwehr- und Angriffsformationen, Umschaltspiel“, so Fuhr.

Mit dabei sein wird dann auch Alina Grijseels. Die Nationalspielerin von Borussia Dortmund sammelte nach ihrer langen Verletzung bereits gegen Blomberg und Bremen erste Minuten auf dem Feld. Voll belastbar sei die Spielmacherin allerdings noch nicht, betont Fuhr. Ein Knochenödem macht der 23-Jährigen weiterhin zu schaffen. „Wir wollen da kein Risiko eingehen und werden ihr die Zeit geben, die sie braucht.“ Auch wenn die in dieser Vorbereitungszeit etwas knapper ausfällt als gewohnt.

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