Borussia Handball

BVB-Mitglieder entscheiden über die Zukunft des Profi-Handballs bei Borussia Dortmund

Wenn am 21. November die Mitgliederversammlung von Borussia Dortmund stattfindet, ist eine Abstimmung immens wichtig für die Profi-Handballerinnen des BVB.
Sind sportlich sehr erfolgreich: Die Handballerinnen von Borussia Dortmund. © Stephan Schütze

Wenn Dr. Reinhard Rauball so drastische Worte wählt, sollten Anhänger von Borussia Dortmund aufhorchen. Es geht um die Zukunft der Handball-Abteilung des BVB. In diesem Jahr Historisches geleistet, die erste Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte gewonnen und nun das Schicksal in den Händen des eigenen Anhangs.

Reinhard Rauball warnt

„So ehrlich müssen wir sein: Dies wäre gleichbedeutend mit dem Ende des Profisports innerhalb des eingetragenen Vereins, insbesondere mit Blick auf den professionellen Spielbetrieb der ersten Frauenhandballmannschaft“, wird Präsident Rauball im aktuellen Mitgliedermagazin von Borussia Dortmund zitiert.

Worum geht es? Die Mitglieder des Klubs stimmen auf der Mitgliederversammlung am 21. November ab über eine Satzungsänderung.

Konkret soll in der Satzung eine sogenannte „Umlage“ verankert werden, die es dem eingetragenen Verein künftig erlaubt, bis zu 50 Prozent der Mitgliedsbeiträge dafür zu nutzen, finanzielle Verluste der Handballerinnen sowie der Tischtennis-Abteilung auszugleichen. Führt der BVB diese Umlage nicht ein, riskiert er unter Umständen seine Gemeinnützigkeit.

Um die Satzung zu ändern, ist eine Dreiviertelmehrheit der abstimmenden Mitglieder notwendig. Steigen sollen die Mitgliedsbeiträge im BVB nicht. Aktuell zahlen Borussen-Mitglieder 60 Euro im Jahr. Würde der Satzungsänderung zugestimmt, könnte so also dank der rund 154.000 Mitglieder ein Millionenbetrag zur Verfügung stehen. Würde allerdings keine Dreiviertelmehrheit bei der Mitgliederversammlung erzielt, sähe es düster aus um die Finanzierung der Handball-Abteilung, die aktuell in sportlich herausragender Form ist.

Borussia Dortmund schaut sich nach Spielerinnen um

Trotz massiver Verletzungsprobleme hat das Team von Trainer André Fuhr in der Bundesliga sowie in der Champions League noch kein Spiel verloren und konnte sechs Siege aus sieben Spielen einfahren.

Am Samstag geht es in der 2. Runde des DHB-Pokals gegen den vier Klassen tiefer spielenden TH Eilbeck in Hamburg. „Wir werden mit zehn Spielerinnen nach Hamburg fahren“, erklärt Fuhr. Von der langen Verletztenliste kommt keine Spielerin für das Spiel am Samstag infrage. Der Klub sieht sich auf dem Spielermarkt um. „Wir sind an dem Thema dran, es gibt keinen Markt im Moment“, sagt Fuhr.