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BVB-Trainer André Fuhr: „Die Träume wachsen und Träumen ist erlaubt“

BVB Handball-Frauen

Herbstmeister der Bundesliga sind die BVB-Frauen schon, am Samstag in Wellinghofen wartet das nächste Zwischenziel ihres Masterplans. Am Ende könnte die Deutsche Meisterschaft herausspringen.

Dortmund

, 31.01.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die niederländische Weltmeisterin im BVB-Trikot, Inger Smits musste in dieser Woche erkrankt beim Teamtraining passen.

Die niederländische Weltmeisterin im BVB-Trikot, Inger Smits musste in dieser Woche erkrankt beim Teamtraining passen. © Ludewig

Im letzten Spiel der Hinrunde gastiert um 19.30 Uhr am Lieberfeld mit den Kurpfalz Bären Ketsch das Schlusslicht der Eliteklasse beim noch unbezwungenen Spitzenreiter aus Dortmund. BVB-Trainer André Fuhr ist ein Freund klarer Aussagen: „Wir müssen gewinnen, wir wollen gewinnen. Die Ausgangslage ist klar“.

Nachdem seine Schützlinge am vergangenen Sonntag den Vorletzten aus Mainz in Halbzeit eins mit einer 21:4-Führung förmlich überrollt hatten („Sie haben anfangs wenig mutig gespielt und es uns leicht gemacht“), sind die Borussinnen vor dem Samstags-Gegner gewarnt.

Die Stammformation ist beim BVB mittlerweile gefunden

Ketsch rang Blomberg am vergangenen Spieltag ein 26:26 ab, und es wäre fast ein Sieg geworden, hätten die Bärinnen nicht in letzter Sekunde einen Siebenmeter an die Latte geworfen. „Das nötigt uns natürlich Respekt ab“, sagt Fuhr, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass seine Damen aber nach wie vor „extrem fokussiert“ seien. „Wir wissen um unsere nächsten Aufgaben und wollen auf dem Weg dahin nichts liegen lassen“.

André Fuhr und Kelly Vollebregt sind sich der super Ausgangslage bei den BVB Handball-Damen bewusst.

André Fuhr und Kelly Vollebregt sind sich der super Ausgangslage bei den BVB Handball-Damen bewusst. © Ludewig

Das mag für die Konkurrenz beinahe bedrohlich klingen, für den BVB-Trainer ist es das Ergebnis einer kontinuierlichen Entwicklung seiner Schwarzgelben, die inzwischen ihre Stammformation um den niederländischen Weltmeisterinnen-Block gefunden haben. Und wie hält ein Trainer die Bank bei Laune? „Ich erwarte, dass sie sich durch Leistung aufdrängt, im Training wie im Spiel. Da müssen Impulse kommen“, fordert der ehrgeizige 48-Jährige, weiß aber auch, dass eine Mannschaft nicht dauerhaft „ihren Motor im roten Bereich drehen kann“.

Dana Bleckmann und Marie Michalczik machen auf sich aufmerksam

So gingen seine Damen in der Woche an ihrem Teamabend bowlen – ohne den Trainer, der bei einer U20-Maßnahme weilte.

„Der BVB ist eine gute Marke, wir sind optimistisch.“
André Fuhr, Trainer BVB Handball-Damen

Rechtzeitig zum Wochenende werde aber der Spannungsbogen wieder gespannt – allerdings ohne die noch rekonvaleszente Oranje-Nationalspielerin Merel Freriks, auch Landsfrau Inger Smits musste zuletzt erkrankt mit dem Teamtraining aussetzen.

Schon in Mainz am vergangenen Wochenende gönnte André Fuhr der zweiten Reihe mehr Spielanteile, auch beim Einbinden der Nachwuchsspielerinnen aus der eigenen Talentschmiede komme er voran: Dana Bleckmann erhält zunehmend mehr Spielanteile, auch Marie Michalczik klopfe an die Tür, so Fuhr.

Kommen weitere Verstärkungen zum BVB?

Dennoch hält der BVB neben dem Bemühen, den aktuellen Kader zu halten und entwickeln, die Augen offen nach weiteren Verstärkungen, vor allem im Rückraum rechts, um „in den Spielsystemen weniger ausrechenbar zu werden.“ Die aktuelle Tabellenposition und die Strahlkraft des Vereins helfen bei der Suche, wie der Trainer zugibt: „Der BVB ist eine gute Marke, wir sind optimistisch.“

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Am Samstag wollen die BVB-Frauen gegen Ketsch ihr nächstes Etappenziel, bis zum Hinrunden-Ende ungeschlagen zu bleiben, erreichen. Doch der schwarzgelbe Blick geht angesichts der spielerischen Dominanz und 24:0-Punkten im Tableau inzwischen schon etwas weiter nach vorn, wie André Fuhr verrät: „Wir sind Sportler, auch wir gucken natürlich auf die Tabelle. Wir wollen alle Meister werden. Die Träume wachsen, und Träumen ist erlaubt.“

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