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BVB trifft zum Champions-League-Auftakt gleich auf einen Top-Favoriten

Handball

Zweite Premiere innerhalb von einer Woche. Nach dem Bundesliga-Auftakt am Mittwoch gegen den VfL Oldenburg steht am Samstag das zweite Debüt für die Handballerinnen des BVB an.

Dortmund

, 10.09.2021, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jennifer Gutiérrez Bermejo (r.) und der BVB treffen auf FTC-Rail Cargo Hungaria. FOTO Ludewig

Jennifer Gutiérrez Bermejo (r.) und der BVB treffen auf FTC-Rail Cargo Hungaria. FOTO Ludewig © Ludewig

Das erste Champions League-Spiel der Saison 21/22. Die Borussinnen sind zum zweiten Mal in dieser illustren Runde der besten europäischen Frauenhandball-Teams vertreten.

Und zum Auftakt gibt’s gleich einen echten Knaller. Mit dem ungarischen Meister FTC-Rail Cargo Hungaria aus Budapest kommt eine Mannschaft mit klangvollen Namen und hohem Anspruch in die Helmut-Körnig-Halle (Anwurf Samstag, 16 Uhr). Die Ungarinnen bringen die drei deutschen Nationalspielerinnen Emily Bölk, Julia Behnke und Alicia Stolle mit nach Dortmund. Letztere stammt aus der eigenen Jugend des BVB.

Auf die Frage, wie denn die Erwartungshaltung für das erste Gruppenspiel in der Champions League sei, sagte Borussen-Coach André Fuhr: „Die Frage ist nicht, welche Erwartungen wir haben, sondern welche Erwartungen Budapest an uns hat. Denn klar ist. Wir sind der Außenseiter, Budapest der klare Favorit.“

Ungarischer Meister

Das müsste André Fuhr eigentlich gar nicht besonders betonen, das versteht sich von selbst. Denn Ferencváros Budapest, so der gängige Vereinsname für FTC-Rail Cargo Hungaria, ist der amtierende ungarische Meister. Und somit noch stärker einzuschätzen als Vizemeister Györi Audi ETO KC. Dessen Klasse durften die Borussen bereits im vergangenen Jahr zweimal austesten. Die Resultate passten zum tristen Wetter in der ungarischen Tiefebene. Einem 25:38 folgte ein 24:34.

Die Erinnerungen an die Champions League der Saison 20/21 sind zweigeteilt. Der BVB zahlte zunächst Lehrgeld, verbesserte sich aber von Spiel zu Spiel und qualifizierte sich für die Finalrunde. Ein echter Achtungserfolg. Aufgrund zahlreicher Corona-Fälle beim Achtelfinal-Gegner Metz Handball verzichteten die Dortmunderinnen dann auf das Auswärtsspiel in Nancy und wurden dafür von der EHF mit einer satten Geldstrafe belegt.

Jetzt also der zweite Auftritt der Dortmunderinnen in der „Königsklasse“. André Fuhr spricht von einer Entwicklung, die seine Mannschaft durchmachen müsse. „Viele in unserer Mannschaft kennen die Champions League gar nicht, müssen sich sogar erst an diesen neuen Rhythmus gewöhnen. An die doppelte Belastung, daran dass wir samstags in der Champions League und nur vier Tage später mittwochs in der Bundesliga spielen müssen“, erklärte Fuhr.

Das unterstrich auch Alina Grijseels. „Wir haben mit der Gruppe A sicherlich die schwerere Gruppe bekommen, was für unsere komplett neu zusammengestellte Mannschaft sicherlich nicht einfach wird. Aber wir wollen die Chancen nutzen, um uns auf diesem Niveau zu messen“, erklärte die Kapitänin: „Klar ist aber auch, wir brauchen noch etwas Geduld.“ Trotz der großen Namen, trotz des Respekts. Für Alina Grijseels bedeutet die Champions League auch „Vorfreude, Spaß und Ehre“. Wenn die Hymne gespielt werde, sei das immer etwas ganz besonderes.

Nach dem Heimspiel gegen FTC Budapest trifft der Deutsche Meister auf ZRK Buducnost Podgorica aus Montenegro, Brest Bretagne HB aus Frankreich, CSM Bukarest aus Rumänien, Rostov am Don aus Russland, Podravka Vegeta Koprivnica aus Kroatien und Team Esbjerg aus Dänemark.

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