Handball-Bundesliga

BVB zeigt Reaktion auf die deutliche Topspiel-Niederlage – Corona-Alarm in der Liga

Borussia Dortmunds Handballerinnen haben eine Reaktion auf das verlorene Topspiel bei der SG BBM Bietigheim gezeigt. Derweil häufen sich die Corona-Fälle in der Liga.
Frida Ronning (M.) ersetzte beim BVB Alina Grijseels als Spielmacherin. © Ludewig

Knappe zehn Minuten brauchten die Handballerinnen des BVB, um die Schockstarre nach der bitteren Niederlage gegen Bietigheim abzulegen. Danach hatte sich der Deutsche Meister warmgespielt und verwies das Schlusslicht HL Buchholz-Rosengarten mit 41:24 (23:12) deutlich in die Schranken. Auch ohne die verletzte Leistungsträgerin Alina Grijseels wurde die Partie zu einer einseitigen Angelegenheit. Treffsicherste Schützin beim BVB war Kreisläuferin Merel Freriks mit neun Treffern.

„Wir wollten eine Reaktion zeigen, weil wir in Bietigheim zu hoch verloren haben, uns in den letzten 20 Minuten aufgegeben haben. Heute haben wir die erwartete Reaktion gezeigt, haben was probieren können, alle sind zum Torerfolg gekommen“, zeigte sich Borussen-Coach André Fuhr mit der Leistung zufrieden.

Für Alina Grijseels, die noch einige Wochen mit ihrem in Bietigheim zugezogenen Nasenbruch ausfallen wird, übernahm zunächst Frida Rønning Verantwortung im Rückraum und als sichere Siebenmeter-Schützin, später kam auch Fatos Kücükyildiz zum Einsatz. Erfreulich auch der Auftritt der lange verletzten Tessa von Zijl und von Torfrau Yara ten Holte, die im ersten Durchgang zahlreiche Bälle parierte. Den Szenenapplaus von der Tribüne hatte sich die junge Torfrau mehr als verdient.

BVB: Jennifer Gutiérrez hat sich nicht mit Omikron infiziert

Hatte es knappe zehn Minuten lang zumindest ansatzweise nach einer kleinen Überraschung ausgesehen, als die Gäste per Siebenmeter in der siebten Minute mit 3:2 in Führung gegangen waren, übernahm der BVB danach die Regie. Nach 25 Spielminuten stand es 19:9, in die Pause ging es mit 23:12. Das Spiel war gelaufen, anschließend durften sich die Dortmunderinnen für das Champions League-Spiel am Sonntag bei Podravka Vegeta einspielen. Als taktische Variante nahm BVB-Coach André Fuhr wiederholt die Torfrau aus dem Spiel und ließ mit zwei Kreisläuferinnen spielen.

Nach der Pause wechselte André Fuhr durch, was den Spielfluss jedoch nicht unterbrach. Am Ende einer einseitigen Partie hieß es 41:24 (23:12).

Insgesamt 200 Besucher waren am Mittwochabend nach Wellinghofen gekommen. Angesichts der geringen Attraktivität des Gegners keine schlechte Kulisse. Zumal am Vorabend eine Meldung die Runde gemacht hatte, die aufschreckte.

Die Heimspiele von Bayer Leverkusen dürfen vorerst nur noch ohne Zuschauer stattfinden. Zudem wurde auch die Partie am Mittwochabend von Tabellenführer Bietigheim gegen Bensheim/Auerbach coronabedingt abgesagt. Beim Tabellendritten Thüringer HC, der am 19. Januar in Dortmund gastiert, sind 15 Spielerinnen mit Corona infiziert. Beim BVB selbst ist aktuell nur Jennifer Gutiérrez Bermejo positiv und in Quarantäne, aber nicht mit Omikron infiziert.

BVB: ten Holte, Kohorst; van Zijl (3) van der Heijden (3), Kücükyildiz (5/1), Rønning (5/2), Zschocke (5), Moreno (1), Abdulla (4), Berger (3), Freriks (9) Sando (3)

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