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Chaos beim BVB: Handballerinnen vor Zerreißprobe

DORTMUND Die Handball-Abteilung des BVB steht mal wieder vor einer Zerreißprobe. Nach dem 24:31 der BVB-Frauen in Leverkusen gingen der Abteilungsvorsitzende Andreas Heiermann und Sportleiter Jochen Busch an die Öffentlichkeit und setzten sich selbst ein Ultimatum.

von Von Dirk Krampe

, 11.01.2009, 19:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Abteilungsvorstand Andreas Heiermann setzte sich ein Ultimatum.

Abteilungsvorstand Andreas Heiermann setzte sich ein Ultimatum.

Es geht ums liebe Geld, sprich den Etat für die neue Saison. Die ungelöste Heinz-Problematik (Heiermann: „Ihre Verpflichtung ist für uns entscheidend!“) ist dabei nur die Spitze des Eisbergs. Traditionell ist der Januar der Monat, in denen auch die Spielerinnen Klarheit über ihre Zukunft haben möchten. „Wir haben alle nur Einjahresverträge. Es wäre wünschenswert, wenn wir in den nächsten Wochen wissen, wie es weitergeht“, sagte Kreisläuferin Tessa Cocx. Alle warten auf ein Signal.

Die sportlich ungeklärte Situation ist derzeit tatsächlich wohl nur ein Randthema. Schon seit Jahren nämlich leben Heiermann und Co. mit der Tatsache, dass es langfristige Planungen im BVB nicht gibt. Eigentlich ein unhaltbarer Zustand. „Ich will noch einmal antreten, um in den nächsten zwei Jahren die Abteilung zu konsolidieren“, sagt Heiermann. „Doch dazu brauchen wir Planungssicherheit, am besten für drei Jahre.“ Dass der BVB auch in der Außendarstellung derzeit kein gutes Bild abgibt, verdeutlicht eine Aussage von Trainerkandidatin Franziska Heinz. Angesprochen auf den Schwebezustand meinte sie: „Können Sie mir sagen, warum das so ist?“