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Der Meister siegt weiter: Borussia Dortmund möchte Historisches schaffen

Handball-Bundesliga

Spiel 28, Sieg 28. Der BVB schickt sich an, Historisches zu schaffen und nimmt dabei auch die Hürde Bad Wildungen.

Dortmund

, 12.05.2021, 21:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zwei Treffer für den BVB in Bad Wildungen erzielt: Kreisläuferin Merel Freriks.

Zwei Treffer für den BVB in Bad Wildungen erzielt: Kreisläuferin Merel Freriks. © BV. Borussia 09 e.V. Dortmund

Es war die deutliche und unmissverständliche Ansage von André Fuhr: Die Weiße Weste soll sauber bleiben. Inmitten der Feierlichkeiten von Borussia Dortmund über die erste Deutsche Meisterschaft, kündigte BVB-Cheftrainer Fuhr an, dass die letzten drei Saisonspiele erfolgreich bestritten werden sollen.

Eine Ansage und Anforderung an seine Equipe, die nicht verwundert. Mit diesem Ansporn hat das Team die letzten zwei Jahre bestritten und so die vergangenen 27 Spiele der Handball-Bundesliga-Spielzeit gewonnen. Nun stand Spiel 28 an, bei den Bad Wildungen Vipers – mit der Frage: Meister-Kater oder Rausch des BVB in Wildungen?

BVB-Getriebe stockt zum Start etwas

Am Ende sprang ein doch souveräner 38:30 (17:16)-Erfolg für Dortmund raus. Die Weiße Weste bleibt sauber, der BVB kann die Spielzeit weiterhin mit 30 Siegen beenden. Doch es war viel Arbeit, die Borussia Dortmund bis dahin verrichten musste.

Zu Beginn: André Fuhr setzte auf die sechs Spielerinnen der vergangenen Monate, bestehend aus dem starken niederländischen Block um die Rückraumspielerinnen Kelly Dulfer, Inger Smits und Laura van der Heijden, Kreisläuferin Merel Freriks und Linksaußen Kelly Vollebregt. Ihr Pendant auf der anderen Seite: Nationalspielerin Johanna Stockschläder, während im Tor Yara ten Holte den Beginn machen durfte.

Doch das BVB-Getriebe stockte mit Start etwas. So sehr, dass André Fuhr nach sieben Minuten und beim Spielstand von 5:3 für Bad Wildungen das erste Time-Out nahm und im Anschluss Tessa van Zijl hereinbrachte. An diesem Mittwochabend in Hessen häufiger zu sehen: Fuhr wechselte viel, rotierte viel, aber Bad Wildungen machte Druck, nutzte Fehler des BVB aus. Die Folge war das 9:6 für die Gastgeberinnen nach 14 Minuten.

„Wir waren in der Abwehr nicht energisch genug“, sagte Fuhr nach der Partie, lobte seine Mannschaft aber auch für das vollzogene Comeback. Der BVB kam näher, auch wenn das 14:14-Resultat nach 24 Minuten ungewohnt für die Dortmunderinnen war. Die Belohnung gab es aber mit dem Halbzeitpfiff: Die 17:16-Führung des BVB.

BVB zeigt Reaktion

Im zweiten Abschnitt ein anderes Bild. Borussia arbeitete akribischer, ging deutlich energischer zu Werke und machte gegen den Tabellenelften vier Tage nach Gewinn der Deutschen Meisterschaft deutlich, was den BVB in dieser Saison auszeichnet: Immer eine Reaktion zeigen zu können und nachzulegen, wenn es zwischendrin deutlich enger aussieht. „Das ist auch eine Qualität, dass nach der Deutschen Meisterschaft zu machen“, sagte Fuhr zur wiedererlangten Führung seines Teams, das am Ende mit sieben Toren Vorsprung davonzog.

„Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie ins Ziel gehen möchte. Das wäre eine historische Saison“, sagte Fuhr auf der Pressekonferenz im Anschluss. Das merkte man seinen Spielerinnen an.

BVB: Duijndam, ten Holte, Roch - Grijseels (2), Monti Danielsson (1), van Zijl (3), Smits (5/1), Abdulla (2), Stockschläder (4), Freriks (2), Dulfer (7), van der Heijden (4), Vollebregt (4), Rode, Bleckmann (3/1)

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