Borussia Dortmund

Der neue starke Mann bei Borussia Dortmund: Wer ist das neue Vorstandsmitglied beim Handball?

Borussia Dortmunds Handball-Abteilung hat ein neues Vorstands-Mitglied in seinen Reihen.
Rupert Thiele ist seit November im Vorstand von Borussia Dortmunds Handball-Abteilung. © BVB

Die Verbindung zu Borussia Dortmund war für Rupert Thiele schon immer da. Seit Jahren war er Anhänger und Unterstützer. Durch seine Tätigkeit beim lokalen Getränke-Großhändler Weidlich kam er in noch engeren Kontakt mit dem Klub.

Erst beim Fußball, seit Mitte November nun offiziell als zweiter Vorsitzender der Handball-Abteilung. Er ist der neue starke Mann im Vorstand der Handball-Abteilung von Borussia Dortmund als zweiter Vorsitzender.

„Bei einem BVB-Heimspiel guckte ich das Spiel neben Walter Maahs“, erzählt er über das Treffen mit dem Ehrenmitglied und langjährigem Hauptgeschäftsführer des BVB vor ein paar Jahren. „Da haben wir uns unterhalten und da sagte er irgendwann: Können Sie sich eigentlich vorstellen, unsere Handball-Damen zu unterstützen?“ Damals war Thiele bereits als Sponsor durch seinen Arbeitgeber fest im Fußball bei Borussia Dortmund verwurzelt.

BVB: Nachfolger von Andreas Bartels

Thiele war angetan von dem Vorschlag, schaute sich Spiele der Handballerinnen an und nahm Kontakt auf. Mit den beiden Vorsitzenden der Abteilung, Andreas Heiermann und Andreas Bartels, begann der Kontakt zur schwarzgelben Handball-Abteilung.

Intensiver ist das ganze durch einen herben Schicksalsschlag der Handball-Abteilung geworden. Andreas Bartels, zweiter Vorsitzender und Sportlicher Leiter des BVB, starb im Frühjahr 2021. „Eines Morgens sah ich die Todesanzeige von Andreas Bartels. Das hat mich zutiefst erschrocken“, erzählt Thiele. Er nahm im Anschluss gleich Kontakt zu Maria Pfefferkuch auf, die ebenfalls im Vorstand der Abteilung sitzt. „Wie kann ich euch helfen?“, war Thieles Frage auf den Tod von Andreas Bartels, der in der Nacht zu Ostermontag 2021 starb.

In den Tagen danach sind die Gespräche zwischen dem BVB sowie Thiele ausführlicher geworden. Der 55-Jährige sollte die Lücke im Vorstand füllen.

Dabei maßt er sich gar nicht an, die sportliche Expertise über Neuverpflichtungen zu haben. Andreas Bartels war neben seiner Funktion als Vorstandsmitglied auch Sportlicher Leiter, arbeitete sich in den vergangenen Jahren zu einem Handball-Expetern, der Spielerinnen in ganz Europa bestens kannte. Während das Amt des Sportlichen Leiters der ehemalige Co-Trainer Andreas Kuno nun übernommen hat, ist Thiele vor allem mit Vorstandsaufgaben betraut.

BVB: Reisen durch ganz Europa mit dem BVB

Er organisiert die Reisen durch ganz Europa mit, kümmert sich um Vorbereitung der Corona-Tests. Seit Saisonbeginn ist er bei den Spielen der Borussinnen so häufig es geht mit dabei. Zuletzt auch in Stuttgart, als der BVB das erste Mal seit 39 Spielen wieder in der Bundesliga gegen Bietigheim verlor, oder beim souveränen Erfolg in der Champions League in Kroatien bei Podravka Vegeta. Einer Reise, die bereits am Samstag in Dortmund startete und erst Montagnachmittag in Dortmund wieder ein Ende fand.

„Zum einen ist mir wichtig, gerade am Anfang alles mitzunehmen und mitzukriegen“, sagt Thiele. „Das ist schon nicht ohne. Das muss man schon alles organisieren zwischen Privatleben, Familie und der Arbeit.“ Thiele ist neben seiner Anstellung bei Weidlich noch bei der freiwilligen Feuerwehr.

Seit Sommer unterstützt er die Handball-Abteilung bereits hinter den Kulissen, mit seiner einstimmigen Wahl zum zweiten Vorsitzenden ist Thiele seit dem 18. November offiziell im Amt.

Thiele betont, es seien bereits kollegiale Freundschaften entstanden. Mit Abteilungs-Chef Andreas Heiermann, der in seinem 14. Jahr im Vorstand ist, teilt er sich die Aufgaben. „Rupert ist sehr engagiert, bringt sich überall ein, fragt überall nach. Das ist einer, der anpackt und macht“, sagt Heiermann.

Auch zu BVB-Trainer André Fuhr ist der Draht bereits eng.

Es ist eine neue Liebe, die Thiele zum Frauen-Handball entdeckt hat.

„Die Liebe ist mittlerweile so groß wie zum Fußball, weil das auch kürzere Wege im Mittelfeld sind. Du bist schneller und näher dran. Es ist etwas familiärer. Es ist eine neue Liebe dazugekommen“, betont Thiele.

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