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Die BVB-Frauen holen die nächsten zwei Punkte - nach holprigem Start

BVB-Handball-Frauen

Die BVB-Handball-Frauen gewinnen ihr Spiel gegen Oldenburg bei der Heimpremiere in der Halle Wellinghofen - mit dabei 200 Zuschauer und der größte Fan der Handballerinnen.

Dortmund

, 09.09.2020, 21:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Merel Freriks traf einmal für den BVB - die Niederländerin überzeugte in der ersten Hälfte vor allem durch ihre Abwehrleistung.

Merel Freriks traf einmal für den BVB - die Niederländerin überzeugte in der ersten Hälfte vor allem durch ihre Abwehrleistung. © Ludewig

Zweites Spiel, zweiter Sieg für die BVB-Frauen. Aber am Mittwochabend beim ersten Heimspiel der Saison und dem 35:17 (15:7)-Sieg gegen den VfL Oldenburg war zu Beginn einiges anders. Das lag nicht nur an den verschärften Hygieneregeln – die 200 Zuschauer mussten vor dem Einlass in die Halle zum Fiebermessen und saßen mit ordentlich Abstand auf der Tribüne der Halle Wellinghofen – auch auf dem Feld sahen die schwarzgelben Anhänger zunächst nicht das gewohnte Spiel der Borussinnen.

André Fuhr startete mit der gleichen Aufstellung wie gegen HL Buchholz 08-Rosengarten am Wochenende – das blieb aber nicht lange so: Die schwarzgelbe 6:0-Abwehr hinten stand zwar bombensicher und packte ordentlich zu, vorne wirkten die Borussinnen gegen die aggressive Abwehr der Oldenburgerinnen aber ratlos. Auch das schnelle Spiel über die zweite Welle funktionierte einfach nicht. Wenn es doch mal ein Durchkommen gab, scheiterten Kelly Vollebregt (1.), Merel Freriks (2.) und Tessa van Zijl (5.) beim Abschluss. So stand es nach sieben Minuten erst 1:1 – was der BVB auch den starken Paraden von Isabell Roch zu verdanken hatte.

Inger Smits bringt frischen Wind ins Spiel der BVB-Frauen

André Fuhr hatte nach neun Minuten genug, nahm eine Auszeit und tauschte gleich vier Spielerinnen. Jetzt stand unter anderem Inger Smits auf dem Feld – und die Niederländerin drehte richtig auf. Entweder traf die Rückraumspielerin selbst oder setzte ihre Mitspielerinnen vorne in Szene.

Die Oldenburgerinnen versuchten es jetzt wie schon gegen Metzingen mit der siebten Feldspielerin, die Borussinnen waren hinten aber einfach zu wachsam – vor allem Merel Freriks unterbrach das Spiel der Gegnerinnen immer wieder früh – und trafen ein ums andere Mal ins leere Tor der Gäste. So schraubte der BVB den Vorsprung bis zu Halbzeit auf 15:7.

Die Kabinenansprache von André Fuhr hatte wohl genau den richtigen Nerv getroffen – in Hälfte zwei sahen die 200 Zuschauer, unter ihnen natürlich BVB-Präsident Reinhard Rauball, das gewohnt schnelle Spiel der Borussinnen, Tina Abdulla traf nur zwei Minuten nach der Pause per Gegenstoß zum 19:9. Delaila Amega zeigte auf der Mitte ihre individuelle Klasse, tanzte ihre Gegenspielerin immer wieder aus und traf zum zwischenzeitlichen 22:11 (36.).

André Fuhr: „Nehmen eine Menge Selbstvertrauen mit“

André Fuhr hatte schon mit Beginn der zweiten Halbzeit und der Einwechslung von Clara Monti Danielsson an den Kreis auf alle seine Spielerinnen zurückgegriffen – aus der Startsieben stand zwischenzeitlich keine Spielerin mehr auf dem Feld, auch Ersatztorhüterin Yara ten Holte bekam ihre Einsatzzeit.

Der Vorsprung wuchs trotz der Wechsel immer weiter an, Kelly Vollebregt verwandelte einen Gegenstoß in der 44. Minute zum 25:12, ein paar Minuten später machte die Niederländerin den 30. schwarzgelben Treffer (30:15, 52.). Den Schlusspunkt setzte Clara Monti Danielsson zum 35:17-Endstand – der stimmte auch Fuhr zufrieden.

„Ich glaube, wir nehmen eine Menge Selbstvertrauen mit in das Spiel am Wochenende“, sagte der BVB-Trainer nach dem Spiel mit Blick auf den Start der Champions League am Samstag in Dänemark gegen Odense. Mit den ersten zehn Minuten gegen Oldenburg war Fuhr zwar nicht zufrieden, „danach haben wir aber viel besser ins Spiel gefunden.“ Nach den zwei Bundesliga-Siegen und der gelungenen Heimpremiere in Wellinghofen steht jetzt die Vorbereitung auf die Königsklassen-Premiere der Schwarzgelben an.

BVB: Roch, ten Holte; Dulfer (2), Smits (5), Grijseels, Monti Danielsson (3), van Zijl (4), Abdulla (2), Amega (5/1), Stockschläder (5), Gutiérrez Bermejo (2), Freriks (1), Vollebregt (3), Rode (1), Bleckmann (2)
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