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Die BVB-Frauen zeigen gegen Buxtehude ihr schönes Liga-Gesicht

BVB-Handball-Frauen

Die BVB-Handballerinnen haben sich für den schwachen Auftritt gegen Brest Bretagne in der Champions League am Mittwoch Abend in der Bundesliga eindrucksvoll rehabilitiert.

Dortmund

, 23.09.2020, 21:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kelly Vollebregt war auf Außen in der ersten Halbzeit nicht zu stoppen, sie war sieben Mal erfolgreich.

Kelly Vollebregt war auf Außen in der ersten Halbzeit nicht zu stoppen, sie war sieben Mal erfolgreich. © Stephan Schuetze

Mit einem souveränen 36:19 (24:9)-Sieg gegen den Buxtehuder SV bleiben die Dortmunderinnen in der Bundesliga in der Erfolgsspur und auch im dritten Spiel ohne Verlustpunkte. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Delaila Amega und der zweiten Niederlage in der Champions League am Sonntag lieferte der BVB damit die erhofften guten Nachrichten.

300 Fans waren in der Halle Wellinghofen aufgrund der Corona-Vorschriften zugelassen – und sorgten dennoch für eine ausgesprochen gute Stimmung. Verständlich. Sie sahen einen BVB, der es wissen wollte. Und einen Buxtehuder SV, der kein ernsthafter Gegner war. Der BVB präsentierten sich so, wie es Borussen-Coach André Fuhr gefordert hatte. Aggressiv und kompakt in der Abwehr, durchschlagskräftig und konzentriert im Angriff. Bereits zur Pause stand es 24:9 gegen den Tabellenneunten aus Norddeutschland, der wie konsterniert war und auch durch zwei Auszeiten kein Konzept gegen den furiosen BVB fand. „Wir müssen lernen, auch zwischen zwei schweren Champions League-Spielen eine gute Leistung zu bringen. Und das haben wir geschafft“, kommentierte BVB-Coach André Fuhr den dritten Sieg im dritten Liga-Spiel.

Drei Tage nach der ernüchternden 29:41-Niederlage gegen das internationale Spitzenteam aus Frankreich war der Gesundheitszustand von Delaila Amega natürlich ein heiß diskutiertes Thema auf der Tribüne in der Halle Wellinghofen. Die niederländische Weltmeisterin hatte sich am Sonntag bei der 29:41-Niederlage in der EHF Champions League gegen Brest Bretagne das Kreuzband gerissen und wird am heutigen Donnerstag in Straubing operiert.

In großer Spiellaune

Die große Frage lautete denn auch: Hatte die Mannschaft den Ausfall der Rückraumspielerin und die Enttäuschung über die 41 Gegentore verkraftet? Die Antwort lautetet ja. Unter den Augen von OB-Kandidat Thomas Westphal stand es nach sieben Minuten schon 6:1, zehn Minuten später bereits 13:5. Buxtehude mit der Ex-Dortmunderin Caroline Müller-Korn (nur 3 Treffer) kam nicht in Schwung, traf gleich mehrmals den Pfosten, während der BVB die Konter nutzte, Tor um Tor erzielte und allein durch die Tempogegenstöße von Kelly Vollebregt (sieben Tore in der ersten Hälfte) bis auf 24:9 davonzog. Die Bälle, die dennoch den Weg zum BVB-Tor fanden, wurden von BVB-Torfrau Isabell Roch gehalten. Die Partie war quasi gelaufen.

Fuhr kann durchwechseln

Spätestens ab der 25. Minute konnte es sich Fuhr erlauben, seine komplette Formation durchzuwechseln und den Leistungsträgerinnen angesichts der kommenden Aufgaben eine kleine Pause zu bewähren.

Ten Holte überzeugt

Naturgemäß verflachte die Partie im zweiten Durchgang dadurch, der BVB schaltete zwei Gänge zurück. Vielleicht einen zu viel für den Dortmunder Coach. Beim Stand von 26:14 nahm Fuhr eine Auszeit, danach lief es wieder besser. Eine gute Figur gab die im zweiten Durchgang eingesetzte Torfrau Yara Ten Holte ab, die sogar zum 32:19 ins leere Buxtehuder Tor traf.

Die nächste Aufgabe des BVB am Samstag bei Podravka Vegeta Koprivnica, dann folgt die Länderspielpause, ehe es am 7. Oktober beim TuS Metzingen weitergeht.

BVB: Roch, ten Holte (1)– Smits (4), Abdulla (3/1), Grijseels (7/5), Monti Danielsson, Rode, Vollebregt (7), Stockschläder (1), Dulfer (2), van Zijl (2), Gutiérrez Bermejo (6/1), Freriks (2), Bleckmann (1)

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