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Die Verletztenmisere beim BVB geht weiter - auch Alina Grijseels fällt länger aus

BVB-Handball-Frauen

Der BVB will zurück ins internationale Geschäft. Gegen Bad Wildungen braucht es dringend zwei Punkte. Doch jetzt hat sich die Spielmacherin verletzt.

Dortmund

, 07.03.2019 / Lesedauer: 3 min
Die Verletztenmisere beim BVB geht weiter - auch Alina Grijseels fällt länger aus

Alina Grijseels wird dem BVB mehrere Wochen fehlen. © Peter Ludewig

Die schlechten Nachrichten beim BVB wollen einfach nicht abreißen. Nach Caroline Müller und Dana Bleckmann hat sich jetzt auch noch Alina Grijseels verletzt. Damit fehlen BVB-Trainer Gino Smits für die Partie am Samstag gegen die Bad Wildungen Vipers (19:30 Uhr, Hengsteyseestraße 26, 58313 Herdecke) alle potenziellen Spielmacherin.

„Das macht die Aufgabe für uns nicht leichter“, sagte der Niederländer am Donnerstag. „Aber was soll man machen? Jeder muss jetzt noch ein bisschen mehr Verantwortung übernehmen, die Spielerinnen, aber auch das Trainerteam. Und dann müssen wir uns Lösungen einfallen lassen.“

Grijseels hatte sich ihre Verletzung am Mittwoch im Training zugezogen, als sie nach einem Block auf dem Fuß einer Mitspielerin gelandet und umgeknickt war. Eine MRT-Untersuchung am Donnerstag ergab, dass sich die 22-Jährige das Außenband des linken Fußes gerissen hat. Zudem wurde das Innenband in Mitleidenschaft gezogen und der Knöchel stark gestaucht. Prognostizierte Ausfallzeit: bis zu sechs Wochen.

Grijseels hofft auch schnelle Rückkehr

„Das ist ein Scheiß-Gefühl, jetzt auszufallen und der Mannschaft auf dem Feld nicht helfen zu können“, sagte Grijseels, die ihren Fuß nun eine Woche lang komplett ruhig stellen muss. „Ich hoffe, in sechs Wochen wieder zurück sein zu können, bei gutem Heilungsverlauf vielleicht eher.“

Andreas Bartels, stellvertretender Abteilungsvorstand, erklärte: „Das jetzt mit Alina auch noch unsere Spielmacherin verletzt ausfällt und uns in entscheidenden Wochen nicht zur Verfügung steht, ist natürlich ganz bitter. Vor allem wenn man gesehen hat, wie wichtig sie für unser Spiel ist. Aber wir haben sehr gute junge Spielerinnen im Unterbau, gemeinsam mit unseren erfahrenen Spielerinnen, werden Sie uns weiterhelfen.“

Auch Smits vertraut den Spielerinnen der zweiten Mannschaft. Der Niederländer wird Mariel Wulf, Lena Hausherr und Carlotta Fege ins Bundesliga-Team hochziehen. Auf der Spielmacher-Position nennt der Trainer Hannah Kriese als Alternative.

Kreisläuferin Saskia Weisheitel meldet sich fit

In Saskia Weisheitel hat sich nebenbei auch eine Spielerin aus der langen Verletztenliste wieder einsatzfähig gemeldet. Die 29 Jahre alte Kreisläuferin ist beschwerdefrei und hat bereits in den vergangenen Wochen wieder mit der Mannschaft trainiert. In dieser Woche habe sie „noch mal einen Härtetest bestanden“, erklärte Smits. „Wir können mit ihr planen.“

Für Borussia Dortmund geht es darum, Platz vier und damit den erneuten Einzug in das internationale Geschäft zu sichern. Wie es derzeit um den BVB in der Handball-Bundesliga steht, lässt sich seit Mittwoch und dem 33:18 der TuS Metzingen über den Buxtehuder SV an der nun endlich vollständigen Tabelle ablesen.

Nach 16 Spieltagen rangieren die Schwarzgelben mit 18:14 Zählern auf dem vierten Platz – punktgleich mit Frisch Auf Göppingen. Mit einem Punkt Abstand folgen Bayer Leverkusen und Buxtehude vor Blomberg und Oldenburg (beide 15:17). So ist ein Sieg gegen den Zehnten Bad Wildungen (10:22 Punkte) eigentlich Pflicht.

Smits sieht BVB in der Favoritenrolle

Smits sieht sein Team vor der Partie in der Bleichsteinhalle favorisiert, warnt aber vor „kämpferisch starken“ Gästen, die es dem BVB in der Vergangenheit immer schwer gemacht hätten. „Wir dürfen sie nicht in ihren Rhythmus kommen lassen und müssen unsererseits wieder zurück zu unserer Konstanz finden. Jeder Punkt für uns ist wichtig“, sagte der Niederländer.

Vipers-Trainerin Tessa Bremmer erklärte auf der Vereins-Homepage: „Dortmund wird gegen uns absolut in der Pflicht stehen. Wir können hingegen ohne Druck spielen und sind auch nicht ganz chancenlos. Wenn wir das Spiel lange offen gestalten, kann am Ende auch eine Überraschung möglich sein.“

Smits, der bereits zuletzt beim Auswärtsspiel in Metzingen ohne Rückraum Mitte agieren musste, ist auch am Samstag dazu gezwungen, mit seinem von Verletzungen geplagten Kader „flexible Lösungen“ zu finden. „Natürlich wünscht man sich Spezialistinnen für die jeweiligen Positionen, aber derzeit können wir es eben nicht ändern“, sagte der BVB-Trainer.

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