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Harmlose Offensive kostet Borussia Dortmund Punkte in Buxtehude

BVB-Handball-Frauen

Borussia Dortmund muss einen bitteren Rückschlag im Kampf um den vierten Platz einstecken. Beim Buxtehuder SV unterliegt der BVB mit 20:21. Wieder einmal war die Offensive zu harmlos.

Dortmund

, 07.04.2019, 15:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Harmlose Offensive kostet Borussia Dortmund Punkte in Buxtehude

Mariel Wulf erzielte drei Treffer für den BVB. © Wolfgang Stummbillig

Ein letzter Angriff blieb dem BVB noch. Eine letzte Chance, doch noch den Ausgleich gegen den Buxtehuder SV zu erzielen und damit wenigstens einen Zähler im von Gino Smits ausgerufenen Vier-Punkte-Spiel zu ergattern. Knapp 20 Sekunden waren da noch zu spielen, und der Dortmunder Trainer bat seine Mannschaft beim Stande von 20:21 zur Auszeit, um ihr den ausgetüftelten Spielzug für den letzten Wurf mit auf den Weg zu geben.

Dana Bleckmann passte auf Harma van Kreij, die Niederländerin gab den Ball in Bedrängnis an Saskia Weisheitel weiter – doch die Kreisläuferin der Schwarzgelben zerschellte bei ihrem Versuch hoffnungslos am Buxtehuder Innenblock. Der anschließende Freiwurf von Mariel Wulf wurde geblockt – und so durfte der BSV am Samstag vor 1293 Zuschauern im Sportzentrum Nord ausgelassen seinen 21:20 (9:10)-Heimerfolg gegen den BVB feiern.

„Ein Unentschieden wäre möglich gewesen, aber wir tun uns im Angriff derzeit eben sehr schwer“, sagte Smits. „Dass wir verloren haben, ist vor allem deshalb so ärgerlich, weil in der Liga alles dicht beieinander ist.“ 23:17 Punkte weist die Borussia nach dem 20. Spieltag nun auf und rangiert damit auf Tabellenplatz fünf – punktgleich mit Buxtehude (6.) und zwei Zähler hinter Leverkusen, das den begehrten vierten Rang belegt.

BVB überzeugt zumindest defensiv

Dabei war trotz der Niederlage längst nicht alles schlecht beim BVB. Zumindest defensiv zeigten die Schwarzgelben eine ansprechende Partie. Auch die junge Torhüterin Yara ten Holte kam nach 60 Minuten auf eine Quote von 50 Prozent gehaltener Bälle. „In der Abwehr haben wir ein sehr hohes Niveau gezeigt“, sagte auch Smits.

Doch wieder einmal waren die vom Trainer angesprochenen Offensivprobleme, die sich bereits seit Wochen durch die Spiele ziehen, zu offensichtlich und am Ende auch entscheidend. Nach 15 Minuten hatte Dortmund – wie auch der BSV – erst fünf Treffer auf der Habenseite. „Wir erspielen uns viel zu wenig gute Chancen“, monierte der BVB-Trainer.

Fehlerbehaftes Spiel beider Mannschaften

Ganz allgemein war das Spiel äußerst fehlbehaftet. Allein in Durchgang eins summierten sich die Fehler beider Mannschaften auf 21. „Das reicht eigentlich für ein ganzes Spiel“, meinte Smits.

Sein Team ging dennoch mit einer Führung (10:9) in die Kabine, und hielt diese auch bis zur 40. Minute, als Dana Bleckmann zum 15:13 traf. Dann aber fingen sich die Gastgeberinnen zunehmend und drehten die Partie durch einen 5:0-Lauf innerhalb von zehn Minuten auf 18:13.

Aus Smits Sicht war es „die entscheidende Phase“. Der BVB kam dank Mariel Wulf (3 Tore) zwar noch einmal heran, und Asuka Fujita traf sogar zum 20:20 (57.). Doch Mieke Düvels Treffer zum 21:20 konnten die Schwarzgelben am Ende bekanntlich nicht mehr kontern.

BVB: Woltering, ten Holte - Weisheitel (1), C. Müller (2), A. Müller (1), Kockel (1), Einarsdottir (1), van Kreij, Huber, Fujita (5/1), Wulf (3), Emberovics, Bleckmann (4), Kriese (2)
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