Anzeige


HBF nimmt den BVB-Handballerinnen die dritte Titelchance hintereinander

BVB-Handball-Frauen

Die HBF hat nach dem Final4 auch den Supercup abgesagt. Damit ist die nächste Titelchance der BVB-Frauen dahin - auch Konkurrent Bietigheim hätte den Cup gerne ausgespielt.

Dortmund

, 12.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
André Fuhr muss sich mit seinem Team bis zum Saisonstart im September gedulden – erst dann geht es für die BVB-Frauen wieder um Titel.

André Fuhr muss sich mit seinem Team bis zum Saisonstart im September gedulden – erst dann geht es für die BVB-Frauen wieder um Titel. © Ludewig

Das war wieder nichts. Nachdem die Handball Bundesliga Frauen (HBF) bereits das Final4 um den DHB-Pokal abgesagt hat, wurde jetzt auch der Supercup gestrichen. Das bestätigte Christoph Wendt am Dienstag gegenüber den Ruhr Nachrichten: „Es wird vor der Saison 2020/2021 keinen Supercup geben“, erklärt der HBF-Geschäftsführer.

Auch wenn es in der vergangenen Spielzeit weder einen Deutschen Meister noch einen Pokalsieger gab, wollte die HBF den ersten Titel der Saison gerne zwischen dem Tabellenersten und -zweiten, also den BVB-Frauen und Bietigheim, ausspielen (wir berichteten). Doch das scheiterte jetzt an einem fehlenden Austragungsort. „Wir haben mit dem BVB und Bietigheim zwecks einer möglichen Ausrichtung gesprochen“, erzählt Wendt. Doch von beiden Vereinen gab es eine Absage.

„Der Supercup soll die HBF nach vorne bringen, deshalb hätte sich bei uns nur die MHPArena in Ludwigsburg angeboten“, erklärt Torsten Nick, Geschäftsführer der SG BBM Bietigheim, die den Supercup in der vergangenen Saison in eben jener Arena gegen den Thüringer HC gewonnen hatte. Die Halle sei aber am letzten Augustwochenende, an dem der Supercup hätte ausgespielt werden sollen, bereits für Umbaumaßnahmen reserviert, erklärt Nick, weshalb Bietigheim als Ausrichter nicht mehr in Frage kam.

BVB-Abteilungsvorstand kritisiert das Vorgehen der HBF

Auch die BVB-Frauen konnten nicht helfen. „Wir wären über unseren Schatten gesprungen“, sagt BVB-Abteilungsvorstand Andreas Heiermann mit Blick auf die Verärgerung der Schwarzgelben über die Final4-Absage. Die Borussia hatte die Westpress Arena in Hamm sogar im vergangenen Monat für ein mögliches Final4 reserviert, die Reservierung nach der Absage der HBF aber wieder zurückgezogen. Mittlerweile wurde die Arena für das letzte Augustwochenende anderweitig vergeben.

Heiermann ärgert sich nicht über den erneut gescheiterten Versuch, eine HBF-Veranstaltung vor dem Saisonstart auf die Beine zu stellen, die neuesten Entwicklungen machen den BVB-Chef eher „traurig“. „Das hat der Damenhandball in Deutschland nicht verdient“, sagt Heiermann, der kritisiert, dass die HBF das Spiel nicht an einem neutralen Austragungsort organisieren konnte.

Bietigheim hätte den Supercup gerne ausgespielt

„Wir hätten den Supercup gerne ausgespielt“, sagt auch Torsten Nick, weist aber auch auf die Organisationsschwierigkeiten hin, vor allem, was das Hygienekonzept angeht. „Das wird zum Saisonstart richtig eng, ich bin gespannt, wie wir das alle hinbekommen“, sagt der Geschäftsführer, der aber insgesamt guter Dinge sei.

Die BVB-Handball-Frauen müssen sich also doch noch bis zum Bundesligastart am 5. September bei Aufsteiger HL Buchholz 08-Rosengarten gedulden. Erst dann geht es wieder um Titel. Von denen sind den Borussinnen mit dem Deutschen Meistertitel, dem Pokal und dem Supercup jetzt insgesamt drei verwehrt geblieben. Dafür hat sich das Team von André Fuhr am Wochenende schonmal warm geworfen: Beim Heinrich-Horn-Gedächtnisturnier in Kirchhof schlugen die BVB-Frauen als Turniersieger unter anderem auch die beiden Liga-Konkurrenten Union Halle-Neustadt (20:12) und Bad Wildungen (23:16).

Die Spielpläne der Bundesliga und der Champions League stehen offiziell fest
  • Die HBF hat den Bundesligaspielplan für die Saison 2020/2021 veröffentlicht.

  • Die BVB-Frauen starten am 5. September um 19.30 Uhr mit einem Auswärtsspiel bei Aufsteiger HL Buchholz 08-Rosengarten.
  • Auf Bietigheim trifft der BVB im Hinspiel auswärts am 30. Oktober.
  • Auch in der Champions League steht der offizielle Plan. Zum ersten Spieltag muss der BVB am 13. September nach Odense (Dänemark) reisen.
  • Das erste Bundesliga-Heimspiel des BVB am zweiten Spieltag (12./13. September) gegen den VfL Oldenburg wurde wegen des CL-Spiels bereits auf den 9. September vorgezogen.
Lesen Sie jetzt