Anzeige


Heiermann: "BVB noch nie so gut wie jetzt"

Handball-Abteilungsleiter

Die Ausbeute der Hinrunde kann sich sehen lassen: Mit 15:11 Punkten hat sich Borussia Dortmund im vorderen Mittelfeld der Handball-Bundesliga festgesetzt. Beim Redaktionsbesuch spricht Abteilungsleiter Andreas Heiermann mit Dirk Krampe und Gerd Strohmann über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der BVB-Frauen.

Dortmund

, 17.02.2017 / Lesedauer: 3 min
Heiermann: "BVB noch nie so gut wie jetzt"

Tragende Säulen beim BVB: Clara Woltering, Anne Müller und Alina Grijseels (v. l.).

Gönnen Sie uns ein kleines Fazit der bisherigen Saison?

Ich messe die Hinrunde nicht daran, ob wir auf Platz vier oder sechs stehen. Das Fazit fällt deshalb total positiv aus, weil es mega-wichtig war, den Vertrag mit Trainerin Ildiko Barna zu verlängern. Sie spielt die Schlüsselrolle, das ist die wichtigste Personalie, das ist das Signal an alle Spielerinnen. So können wir auch sie für eine weitere Zusammenarbeit gewinnen.

Wie würden Sie den Ist-Zustand des BVB im Februar 2017 beschreiben?

Die Handball-Abteilung hat noch nie so gut dagestanden wie im Moment. Alle schauen nach Dortmund, was sich hier entwickelt. Bundestrainer Michael Biegler hat uns gerade erst bei einem Besuch versichert, dass wir die beste Jugendabteilung in Deutschland haben. Das macht uns stolz, und wir wollen es noch verbessern. Dieses Jugendinternat an der NRW-Sportschule Goethe-Gymnasium ist brutal gut und wichtig für uns, junge Spielerinnen aus ganz Deutschland bieten sich an. Und auch da steckt Ildiko Barna mit natürlich anderen Mitarbeitern, vor allem Zuzana Porvaznikova, hinter.

Wann trägt die Nachwuchsarbeit Früchte?

Ich bin überzeugt, dass aus der Jugend in den nächsten zwei Jahren drei Spielerinnen zum Stamm der 1. Mannschaft gehören. Wir haben junge Handballerinnen, die zu den Besten im Land gehören. Dana Bleckmann ist ein tolles Talent. Bei den Gesprächen, die wir mit ihr im Vorfeld geführt haben, saß BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball dabei. Sie können sich vorstellen, welches Signal das für so junge Mädchen ist.

 

Wie ehrgeizig sind die Pläne?

Die Weichen sind blendend gestellt, dass die Handball-Abteilung weiter wachsen wird. In dieser Saison wollen wir uns etablieren, wir können Platz vier belegen, wenn alles gut läuft. Dann hätten wir eine brutal gute Saison gespielt. Und dann kommt die nächste Saison! Wir werden weiter seriös arbeiten, aber wir müssen im Umfeld, auch in der Öffentlichkeitsarbeit, manches professionalisieren. Wir werden hier nichts nur verwalten, wir werden den Fuß nicht auf der Bremse lassen, sondern ihn herunternehmen.

Mit welchem Personal?

Wichtig ist, dass Clara Woltering, Anne Müller und Alina Grijseels bleiben. Sie spielen eine große Rolle, Alina Grijseels hat aus meiner Sicht eine tolle Zukunft vor sich. Wichtig wird es sein, ob die junge Mutter Nadja Nadgornaja bei uns bleibt. Im mittleren Rückraum haben wir was getan, im rechten Rückraum wollen wir noch aktiv werden. Aber wir wissen, dass wir etwa mit Bietigheim finanziell nicht mithalten können. Es gilt der Satz: Einstellung schlägt Aufstellung.

Wenn alles so prima ist, wovon darf man träumen?

Wir träumen nicht, wir arbeiten. Aber natürlich wollen wir oben kratzen, wir haben die Qualität.

Jetzt lesen

 

Lesen Sie jetzt