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Immer noch keine Halle, aber große Ziele: Wie die BVB-Handballerinnen sich fit machen

Handball

Die Bundesliga-Damen des BVB sind in die Vorbereitung gestartet. Im Gepäck: Große Ziele, neue Gesichter, aber auch alte Probleme. Denn eine Halle stand zum Auftakt nicht zur Verfügung.

Dortmund

, 23.07.2019, 15:59 Uhr / Lesedauer: 3 min
Immer noch keine Halle, aber große Ziele: Wie die BVB-Handballerinnen sich fit machen

Der neue BVB-Kader beim Lauftraining in Dortmund-Holzen. Mit ein bisschen Glück kann die Mannschaft am Mittwoch zum ersten Mal in die Halle. © Nils Foltynowicz

Neues Jahr, alte Probleme – zumindest was die Hallensituation in Dortmund angeht. Eigentlich sollte der neue Kader von Frauen-Handball-Bundesligist Borussia Dortmund sich zum ersten Training in der Sporthalle an der Kreuzstraße einfinden.

Halle gesperrt

Doch als am vergangenen Freitag schon die ersten Utensilien dort untergebracht werden sollten, stand man vor verschlossenen Toren: „Wenn wir da nicht vorher hingefahren werden, hätten wir da heute mit der kompletten Mannschaft gestanden“, sagt Andreas Bartels, stellvertretender Abteilungsvorstand des BVB auf dem Fußballplatz des TuS Holzen-Sommerberg.

Denn dorthin sind sie ausgewichen. Kein Problem, man kennt das ja. Nachdem die Heimspiele wegen der sich ziehenden Sanierung der Halle Wellinghofen in der Rückrunde schon in Herdecke stattgefunden hatten, sollte dem BVB-Kader 2019/20 nun eigentlich die Halle in der Kreuzstraße zur Verfügung stehen.

Probleme bei Abrissarbeiten

Doch weil bei den Abrissarbeiten der kleinen Halle daneben auch die große in Mitleidenschaft gezogen wurde, steht der BVB erneut ohne Trainingsstätte da. „Es geht da um die Verkehrssicherungspflicht“, sagt Andre Knoche von den Sport- und Freizeitbetrieben der Stadt. Am Mittwoch soll die Halle Hacheney möglicherweise für die BVB-Damen aufgeschlossen werden: „Wir nehmen es, wie es kommt“, sagt Bartels.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Trainingsauftakt der BVB-Handball-Damen vor der Saison 2019/2020

Die Bilder vom Trainingsauftakt der BVB-Handball-Damen vor der Saison 2019/2020.
23.07.2019
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Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz
Trainingsauftakt bei den BVB-Handball-Damen.© Nils Foltynowicz

Es ist kein optimaler Start in die neue Spielzeit, die so viel besser werden soll, als die letzte. Dafür haben Abteilungsvorstand Andreas Heiermann und Bartels mit den zum Teil hochkarätigen Neuverpflichtungen gesorgt. Das Ziel ist der Europapokal und auf lange Sicht auch Titel. Und wenn sie dafür jede Woche auf einen Fußballplatz müssen.

Erstmal Grundlagen schaffen

„Ich bin gerne draußen“, sagt Trainer André Fuhr dann auch. Der neue Coach lässt sich nichts anmerken von den wenig optimalen Bedingungen für Spitzenhandball in Dortmund. Und auch seine Spielerinnen, die bei brütender Hitze einen schnellen 3000 Meter-Lauf absolvieren mussten, sind entspannt: „Am Anfang geht es um die Grundlagen, da ist man ohnehin erstmal weniger in der Halle“, sagt Isabell Roch, die neue Torhüterin, die wie Fuhr aus Metzingen gekommen ist.

Wobei da kein Zusammenhang besteht: Als die deutsche Nationaltorhüterin im Februar zugesagt hatte, wusste sie noch nicht, dass Fuhr ihr folgen würde.

Sieben Neuzugänge drehen zusammen mit dem Rest des Teams in Holzen ihre Runden, lediglich Alina Grijseels steht neben dem Platz und feuert an: „Sie hat noch Probleme mit einem Knochen-Ödem“, sagt Bartels, „wir mussten sie ein bisschen bremsen. Die Vorbereitung fängt ja gerade erst an.“

Sieben Wochen Vorbereitung

Sieben „knackige“ (Bartels) Wochen sind es bis zum ersten Bundesliga-Spiel in Oldenburg am 8. September. Wobei die Spielerinnen schon länger an ihrer Fitness arbeiten: „Wir haben Pläne bekommen und hatten vorher schon einiges zu tun“, sagt Roch, „das war wirklich viel, aber absolut ok, weil wir jetzt nicht bei Null anfangen müssen.“

Nach der Leistungsdiagnostik in Zusammenarbeit mit der TU Dortmund folgen weitere Ausdauer- und Krafteinheiten in den nächsten Tagen, immer verbunden mit Teambuilding-Phasen. Neun Einheiten absolvieren die Handballerinnen in fünf Tagen, bevor am Wochenende dann meist Spiele anstehen. „Jede eine Partnerin, aber nicht zwei aus einer Nationalität zusammen“, ruft Fuhr.

Floßbau, Supercup, Stadtführung

Seine Spielerinnen sollen sich kennenlernen. „Ich bin eigentlich der Meinung, dass sich ein Team über den Alltag und die Zeit bildet“, sagt Fuhr, „trotzdem werden wir – einfach auch um den normalen Trainingsalltag mal zu unterbrechen, besondere Dinge machen.“ Dazu gehört ein Floßbau, der Besuch des Supercups der Fußballer am 3. August, auch eine Dortmund-Stadtführung wird es geben.

Noch wichtiger sind aber natürlich die Spiele: „Wir haben gravierende Veränderungen im Rückraum und müssen uns einspielen“, sagt Fuhr. Bereits am Samstag reist der BVB nach Kirchhof, um gegen den dort beheimateten Zweitligisten SG 09 anzutreten. Eine Woche später geht es dann nach Blomberg zu einem nicht-öffentlichen Turnier mit Fuhrs zweitem Ex-Team, der HSG Blomberg-Lippe und dem Zweitligisten Werder Bremen.

Saisoneröffnung gegen niederländischen Erstligisten

Ob sich die Hallen-Situation bis dahin entspannt hat? Der erste Heim-Termin ist am 1. September mit der Saisoneröffnung in Wellinghofen gegen den niederländischen Erstligisten VOC Amsterdam.

Fahrplan in der Vorbereitung:
  • 10.08.2019 – Testspiel in Wickede gegen Venlo
  • 12.08.2019 – 18.08.2019 – Trainingslager in Dänemark
  • 22.08.2019 – Testspiel gegen VOC Amsterdam in Duiven
  • 23.08.2019 – 25.08.2019 – Kurztrainingslager in Metz mit Testspiel gegen Metz Handball
  • 28.08.2019 – Testspiel gegen Bad Wildungen in Hemer
  • 01.09.2019 – Saisoneröffnung in Wellinghofen – Testspiel gegen VOC Amsterdam
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