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Lehrreiche Wochen bei der Nationalmannschaft

BVB-Spielerin Stella Kramer

Montag Mittag war endlich mal kein Handball in der Nähe. Stella Kramer saß mit ihrem Freund in der Mensa der Bochumer Ruhr-Universität, Bandnudeln mit Lachs standen auf dem Speisezettel, „und ein paar Pommes, da hatte ich mal wieder richtig Hunger drauf“.

DORTMUND

, 22.03.2016, 17:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine der ganz wichtigen Stützen im Spiel der BVB-Frauen: Stella Kramer.

Eine der ganz wichtigen Stützen im Spiel der BVB-Frauen: Stella Kramer.

Ebenso aufregende wie lehrreiche zwei Wochen hat die Handballerin von Borussia Dortmund hinter sich, da kam diese Form der Entspannung gerade recht. Hätte ihr einer vor einem Jahr gesagt, sie werde demnächst in die deutsche Frauen-Nationalmannschaft berufen, sie hätte „gelacht und gesagt: Ja, ja, erzähl du mal“. Das sei ganz, ganz weit weg gewesen. Dann aber kam der Ruf von Bundestrainer Jakob Vestergaard, auf der Rechtsaußenposition war ein Platz frei geworden, „ich habe mich riesig gefreut und fühlte mich geehrt“.

Überraschender Anruf des Bundestrainers

Die beiden Wochen, „sie waren spannend, einfach schön“, sagt Stella Kramer, ihre Stimme klingt hellwach, fast ein wenig beschwingt. Sie hat ja nie mit dieser Berufung gerechnet, umso überraschender kam der Anruf des Bundestrainers. Nun trug die BVB-Spielerin plötzlich das Nationaltrikot, „es ist ein Traum, gegen so tolle Teams wie Norwegen und Spanien zu spielen“.

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Und der Respekt vor den großen Namen lähmte sie keine Sekunde, gegen Spanien warf sie fünf Tore, und bei aller Bescheidenheit: „Ich war zufrieden, ja fast glücklich.“ Sie freue sich darüber, so viele Spielanteile bekommen zu haben, im letzten Spiel gegen Brasilien stand sie sogar in der ersten Sieben, „aber da habe ich leider gar nicht getroffen, das ärgert mich dann schon ein wenig“.

Einige Ratschläge bekommen

Es sei eine tolle Erfahrung gewesen, mit den besten Spielerinnen des Landes in einem Team zu stehen, gegen international hochkarätige Konkurrenz. Wie manche Spielerinnen die Eins-Zu-Eins-Situationen suchen, wie schnell manche seien, wie taktisch geschickt und variabel, das alles einmal so hautnah zu erleben, das hatte etwas. Und sie habe natürlich auch von den etablierten Spielerinnen so einige Ratschläge bekommen, „ich bin dankbar für jeden einzelnen“.

Den Schwung, die wichtigen Erfahrungen wolle sie jetzt mit zum BVB nehmen, „es ist eine große Motivation, weiter Leistung zu bringen und mit dem Mädels im Verein etwas zu entwickeln“. Eine einmalige Stippvisite soll ihr Einsatz aber auch nicht gewesen sein. Sie hoffe schon, „dass ich zeigen konnte, was ich kann“. Und so werde sie weiter Vollgas geben. Im Juni bestreiten die DHB-Frauen in der EM-Qualifikation ihre Rückspiele gegen die Schweiz und Island, „es wäre schön, wenn man mich auch dann auf dem Schirm hat“.

Die BVB-Handballerinnen bestreiten am Dienstag, 22. März um 19.30 Uhr in der Sporthalle Wellinghofen ein Freundschaftsspiel gegen den Handball-Zweitligisten TV Beyeröhde.

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