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Maximale Katastrophe für BVB-Spielerin - dritter Kreuzbandriss in zwei Jahren

Frauenhandball

Ganz schwerer Rückschlag für eine Spielerin des BVB. Nur neun Monate nach ihrem zweiten Kreuzbandriss zog sich die BVB-Rückspielerin im Training in den Niederlanden ihren dritten Kreuzbandriss zu.

Dortmund

, 17.06.2021, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Maximale Katastrophe für BVB-Spielerin - dritter Kreuzbandriss in zwei Jahren

© Ludewig

Diese Nachricht wirft die Handballerinnen des BVB weit zurück. Delaila Amega, die erst 23 Jahre alte niederländische Weltmeisterin, hat sich Anfang der Woche erneut einen Kreuzbandriss zugezogen. Ihr dritter innerhalb von zweieinhalb Jahren und ihr zweiter innerhalb von nur neun Monaten.

Eine Katastrophe für Amega, die eventuell die komplette nächste Saison abhaken und gleichzeitig ihren Traum von einem Einsatz bei den Olympischen Spielen begraben kann. Ihre Geschichte ist besonders tragisch. Wenn es schlecht läuft, droht Amega im Alter von nur 23 Jahren das Karriereende.

Delaila Amega hat sich erneut schwer verletzt.

Delaila Amega hat sich erneut schwer verletzt. © Ludewig

Gleichzeitig hat auch Borussen Coach André Fuhr ein großes Problem, muss er jetzt doch adäquaten Ersatz für die fest eingeplant Spielmacherin besorgen: „Das ist natürlich ein ganz unglücklicher Zeitpunkt. Spielerinnen von solch einer Klasse wie Delaila sind natürlich schon alle unter Vertrag.“

Die Verletzung hatte sich Delaila Amega im Kleingruppen-Training mit der niederländischen Nationalmannschaft zugezogen. „Ohne Fremdeinwirkung, sie hat eine Täuschung angedeutet und ist dann umgeknickt“, beschreibt der BVB-Trainer die Situation, die zum dritten Kreuzbandriss geführt hat. Diesmal war erneut das rechte Knie betroffen. Also das Knie, an dem sich die Weltmeisterin Ende September im Champions League-Spiel des BVB gegen Brest Bretagne HB verletzt hatte. Im Februar 2019 hatte sie sich als Spielerin des TuS Metzingen das Kreuzband im linken Knie gerissen.

Telefonischen Kontakt mit Delaila Amega hatte André Fuhr bereits am Mittwoch. Die Rückraumspielerin war sofort zu ihren Eltern nach Heerhugowaard im Norden der Niederlande gebracht worden. „Delaila ist sehr niedergeschlagen und traurig. Sie weiß auch, dass sie lange ausfallen wird und wie schmerzhaft eine erneute Reha ist. Gleichzeitig ist auch der Meniskus stark betroffen. Wir müssen Delaila jetzt alle Hilfen geben, die sie braucht. Auch mental“, so Fuhr.

Wie es jetzt weitergeht, steht noch nicht fest. Das Knie ist stark geschwollen, zeitnah wird BVB-Mannschaftsarzt Dr. Tintrup eine Diagnose erstellen und Kontakt mit dem Kniespezialisten im bayrischen Straubing aufnehmen, der Delaila Amega bereits im September 2020 operiert hatte.

Mitgenommen von der schlechten Nachricht ist auch Handball-Chef Andreas Heiermann: „Delaila ist ein Super-Mädchen, sie hat soviel in der Reha gearbeitet, hat sich wieder reingekämpf und sollte unsere Schaltstelle im Spiel werden. Wir müssen ihr mit allen erdenklichen Mitteln helfen, wieder fit zu werden. Physisch und psychisch.“

BVB muss 10.000 Euro Strafe zahlen

Gleichzeitg musste Heiermann am Mittwoch auch die Nachricht der Europäischen Handball-Föderation EHF verdauen, dass der BVB für das Nicht-Antreten im Champions-League-Spiel in Metz eine Strafe von 10.000 Euro zahlen soll. „Ich bin einfach fassungslos. Für uns stand die Gesundheit unserer Spielerinnen und der Betreuer absolut im Vordergrund. Damals war von einer Inzidenz in Höhe von 650 die Rede. Es wäre unverantwortlich von uns gewesen, das Spiel zu bestreiten“, so Heiermann. Zu dieser Einschätzung stehe er noch immer.

Sofort nach Eintreffen des EHF-Urteils hatte sich Heiermann mit BVB-Präsident Reinhard Rauball ausgetauscht. „Wir diskutieren das Thema noch weiter mit unserem Justiziar. Aber Stand heute sage ich, dass wir keinen Einspruch einlegen werden“, erklärte Heiermann.

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