Nationalspielerin Alina Grijseels fällt verletzt aus - und fehlt dem BVB in zwei wichtigen Spielen

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Schocknachricht für die BVB-Handball-Frauen Vor dem Rückrundenstart gegen den VfL Oldenburg verletzt sich Kapitänin Alina Grijseels und wird mehrere Wochen lang ausfallen.

Dortmund

, 07.02.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Verletzungsschock bei den BVB-Handball-Damen: Kapitänin Alina Grijseels wird dem Spitzenreiter der Bundesliga voraussichtlich in den nächsten vier bis sechs Wochen fehlen.

„Alina hat sich im Training am Mittwoch ein Außenband im rechten Knöchel gerissen“, erklärte der stellvertretende Abteilungsvorstand Andreas Bartels. Damit wird die Nationalspielerin auch in den Topspielen gegen Thüringen (22. Februar) und Metzingen (29. Februar) ausfallen.

Grijseels ist im Training am Mittwochmorgen auf dem Fuß einer Mannschaftskollegin gelandet. „Ich wusste sofort, dass was gerissen ist“, beschreibt die Spielmacherin den Moment einen Tag nach der Diagnose. Die Verletzung der 23-Jährigen dürfte beim BVB für ein unschönes Deja-vu sorgen: Im vergangenen März hatte sich Grijseels schonmal ein Außenband gerissen – damals im linken Fuß. Durch ein Knochenödem fiel die Borussin mehrere Monate aus.

BVB-Trainer André Fuhr: „Alina wird uns extrem fehlen“

Angst davor, dass es jetzt wieder so laufen könnte, hat die BVB-Kapitänin nicht. „Dass es damals so lange gedauert hat, hatte viel mit dem Ödem zu tun, danach sieht es jetzt nicht aus“, so Grijseels. Trotzdem tue es natürlich weh, in den kommenden Spielen zuschauen zu müssen. Das sieht auch Trainer André Fuhr so. „Sie wird uns auf und neben dem Platz extrem fehlen“, so der 48-Jährige. Mit ihrer körperlichen Präsenz und ihrer individuellen Klasse mache Grijseels vor allem in den kritischen Situationen den Unterschied.

Nationalspielerin Alina Grijseels fällt verletzt aus - und fehlt dem BVB in zwei wichtigen Spielen

BVB-Spielerin Alina Grijseels wir dem BVB als Kapitänin nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz fehlen. © Stephan Schuetze

Alternativen stehen Fuhr mit seinen flexibel einsetzbaren Rückraum-Spielerinnen genug zur Verfügung, trotzdem seien die Ausfälle von Grijseels und auch Merel Freriks, die ebenfalls an einer Außenbandverletzung laboriert, vor allem auch in der Abwehr schwerwiegend. „Ich hoffe“, erklärt Fuhr, „dass das jetzt unsere Aufmerksamkeit schärft, sowas zeichnet eine Mannschaft ja auch aus.“

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Der BVB-Trainer weiß, dass die Leistung aus dem Ketsch-Spiel am Samstag im Rückrunden-Auftakt zuhause gegen den Tabellenneunten VfL Oldenburg (19.30, Halle Wellinghofen) nicht genug sein wird, um zwei Punkte einzusacken. Die Oldenburger gingen im Hinspiel gegen die Dortmunder zwar mit einer 26:39-Niederlage unter, „das ist am Samstag aber nicht die gleiche Mannschaft“, so Fuhr.

Rückraum-Spielerin Kathrin Pichlmeier stand beispielsweise im Hinspiel nicht auf der Platte, erzielte in den letzten beiden Partien allein 19 Tore für Oldenburg. Der VfL luchste außerdem dem Deutschen Meister Bietigheim am vierten Spieltag einen Punkt ab. Alina Grijseels vertraut ihren Mannschaftkolleginnen aber im ersten Spiel, das sie von der Tribüne aus verfolgen muss: „Wenn wir hochkonzentriert spielen, dann werden wir die zwei Punkte am Samstag auch in Dortmund behalten.“

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