Anzeige


Offensiv-Feuerwerk des BVB erfüllt die Pflichtaufgabe bei einem vogelwilden Spiel

Handball

Die Handballerinnen von Borussia Dortmund erfüllen ihre letzte Pflichtaufgabe vor Ende des Jahres und gewinnen gegen die HSG Bad Wildungen Vipers. Verantwortlich dafür: die starke Offensive.

Dortmund

, 30.12.2020, 21:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kelly Dulfer (l.) und Alina Grijseels (r.) packen kräftig zu.

Kelly Dulfer (l.) und Alina Grijseels (r.) packen kräftig zu. © Ludewig

Eindeutiger konnte die Ansage von André Fuhr nicht sein. Sein Team sollte die „Hausaufgaben abliefern“, auch gegen Teams aus dem „Bundesliga-Mittelmaß“. Das war die Forderung BVB-Coach vor dem Spiel seiner Borussinnen gegen die HSG Bad Wildungen Vipers.

Zum einen, um weiterhin ohne Punktverlust durch die Liga zu marschieren, aber auch, um den Rhythmus für die Top-Spiele zu behalten, nachdem das Team zuletzt sieben Wochen pausieren musste. Die Aufgabe meisterte sein Team mit Bravour: Am Ende stand es am Mittwochabend 36:28 (19:12) in der Halle Wellinghofen.

Lediglich in der Anfangsphase der ersten Hälfte wirkte der BVB noch nicht hundertprozentig konzentriert. Die Gäste aus Hessen agierten akribisch und mit dem nötigen Willen, um gegen das Top-Team der Liga zu bestehen. Ein Fuhr-Timeout nach acht Minuten bei einer 6:5-Führung für die Vipers, sorgte für den nötigen Effekt bei seinem Personal.

Dulfer und Abdulla stechen hervor

Nach einer Zwei-Minuten-Strafe für Gäste-Spielerin Munia Smits kam der BVB zum ersten Mal ins Tempo. Kapitänin Alina Grijseels verwandelte den fälligen Siebenmeter an die Strafe, Jennifer Gutierrez erhöhte mit zwei Tempo-Gegenstößen auf den 9:6-Zwischenstand (13.). Doch das Gäste-Team, vor dem Spiel auf Platz 10 im Tableau der Handball-Bundesliga, glich zum 10:10 aus (17.), nutze die Fehler in den Offensivaktionen der BVB-Sieben.

Im Anschluss präsentierte Borussia Dortmund aber die Qualität, die in dieser Spielzeit dafür sorgt, dass es bislang keinen einzigen Verlustpunkt in der Bundesliga gab. Die groß gewachsene Kelly Dulfer agierte immer wieder wachsam in der Defensive, traf im Anschluss selbst oder leitete Tempogegenstoß-Gelegenheiten ein.

Ebenfalls hervorgestochen: Rechtsaußen Tina Abdulla, die mit drei schnellen Treffern für eine deutlichere Führung der Borussia sorgte, so dass es zur Halbzeit bereits einen Sieben-Tore-Vorsprung gab (19:12).

Von Nachlassen war in Durchgang zwei keine Spur. Zwar rotierte Fuhr seine Startformation durch, doch Schwarzgelb präsentierte sich defensiv wacher und agiler, nutze die Fehler der Vipers gnadenlos aus, was vor allem an den Außenspielerinnen der Borussia deutlich wurde. Allein Abdulla und Gutierrez zeigten sich für 12 Tore des BVB verantwortlich, vergaben sogar einige Möglichkeiten.

BVB bleibt oben in der Tabelle

Der BVB ließ zu keinem Zeitpunkt Spannung aufkommen, ließ die Führung in der zweiten Hälfte nie auf weniger als sieben Tore fallen. Offensiv spielte sich das Team dabei in einen Rausch, war defensiv dabei aber nicht immer total kompromisslos. Dennoch: Der BVB bleibt oben in der Tabelle, grüßt von Rang zwei, ist als einziges Team ohne Punktverlust und hat noch zwei Spiele weniger als Tabellenführer Bietigheim.

André Fuhr freute sich zwar über die Punkte, war mit dem Spiel aber nicht komplett glücklich: „Ich finde, wir haben ein vogelwildes Spiel gesehen. Es ging rauf und runter. Viel gelaufen, viele Fehler auf beiden Seiten. Das ist jetzt nicht das Spiel des Trainers, aber am Ende sieht man die Qualität des Kaders. Die Qualität setzt sich am Ende durch. Die Punkte nehmen wir mit, die Tore nehmen wir mit.“

Die Hausaufgaben, die Fuhr erledigt haben wollte, hat sein Team geschafft. Die nächste Chance dafür: Am 6. Januar zu Hause gegen den SV Union Halle-Neustadt.

BVB: Roch, ten Holte, Duijndam - Grijseels (4), Monti Danielsson (1), van Zijl, Smits (5), Abdulla (7), Stockschläder (4), Gutierrez Bermejo (5), Freriks (1), Dulfer (3), Van der Heijden, Vollebregt (1), Rode (1), Bleckmann (4)
Schlagworte:
Lesen Sie jetzt