Omikronfall verschiebt den BVB-Start - Ohne Spielpraxis in das Top-Spiel

Borussia Dortmunds Handballerinnen sind diese Woche gleich doppelt gefordert. © Ludewig
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Ein Omikronfall innerhalb des Bundesliga-Teams der HSG Blomberg-Lippe sorgt für den ersten Ausfall nach der langen WM-Pause. Somit geht Borussia Dortmund ohne Spielpraxis in die Top-Begegnung gegen die SG BBM Bietigheim (2. Januar).

Der BVB und die HSG Blomberg-Lippe hatten sich am Dienstag noch ganz normal auf das Duell vorbereitet. Am Mittwoch um 19.30 Uhr sollte das BVB-Auswärtsspiel vor 750 zugelassenen Zuschauern in Lemgo angepfiffen werden.

„Am Dienstagabend haben wir vom Gesundheitsamt die Nachricht bekommen, dass wir einen Omikronfall innerhalb des Teams haben. Deshalb muss nahezu das komplette Team bis zum 4. Januar in Quarantäne“, erklärt Blombergs Pressesprecher Lennart Hundertmark. Er betont, dass alle Spielerinnen im Team geimpft seien und ein großer Teil geboostert. „Doch weil es ein Omikronfall ist, müssen alle in Quarantäne, die mit der Spielerin zuletzt trainiert haben“, sagt Hundertmark.

Fuhr macht sich Gedanken

„Ich mache mir Gedanken darüber, wie das weitergeht, wenn sich die Fälle häufen. Kriegen wir so die Saison zu Ende gespielt? Wenn bei einem Fall – trotz Booster-Impfung – eine ganze Mannschaft in Quarantäne muss, sehe ich da schwarz“, lautet die erste Reaktion des BVB-Trainers André Fuhr.

Dann blickt er voraus auf das Spitzenspiel bei der SG BBM Bietigheim am kommenden Sonntag (16.30 Uhr, live auf Eurosport). „Es kommt uns jetzt nicht gelegen, dass das Spiel in Blomberg ausfällt. Wir hätten die Partie gebraucht, um uns einzuspielen“, sagt Fuhr.

Sein Team hat zuletzt am 3. November um Bundesliga-Punkte gespielt. Damals ist das Team mit einem 28:20-Erfolg in Metzingen in die WM-Pause gegangen und hat so die Weiße Weste sauber gehalten. Nach acht Begegnungen weist der BVB ein Punktverhältnis von 16:0 und ein Torverhältnis von 255:200 vor. Eine beeindruckende Bilanz. Trotzdem reicht die aktuell nur zu Platz zwei, weil Bietigheim ebenfalls 16:0 Punkte und ein besseres Torverhältnis (276:171) hat.

Paulina Uścinowicz zum ersten Mal dabei

„Alle Spielerinnen sind aktuell bei uns im Prinzip gesund, abgesehen von den Langzeitverletzten. Die Personallage hat sich ein bisschen entspannt“, sagt André Fuhr, der am Mittwoch jetzt mit seinem Team trainiert. Das liegt vor allem daran, dass die polnische Nationalspielerin Paulina Uścinowicz jetzt in der Liga spielberechtigt ist, nachdem sie Anfang November zum BVB gewechselt war. Entlastung für Mia Zschocke auf der halblinken Position.

Diese gibt es auch im Rückraum auf der rechten Seite, wo Tessa van Zijl ihr Bundesliga-Comeback nach längerer Verletzungspause am Sonntag geben wird. Sie und Uścinowicz sammelten während der Weltmeisterschaft Spielpraxis in der BVB-Reserve in der 3. Liga.

Wie geht es mit Grijseels weiter?

Nichts Neues gibt es in Sachen Personal mit Blick auf die neue Spielzeit. Zwar bleibt Trainer André Fuhr bis 2025, die Verlängerungen von Alina Grijseels, Merel Feriks, Laura van der Heijden und Jennifer Gutiérrez Bermejo ziehen sich noch. „Ich habe nichts zu verkünden“, so BVB-Handballchef Andreas Heiermann.