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Trotz Quarantäne: BVB-Handballerinnen für Länderspiele nominiert - müssen sie anreisen?

Borussia Dortmund

Die Handballerinnen von Borussia Dortmund befinden sich aktuell in Corona-Quarantäne. Für die aktuelle Länderspielwoche sind trotz dessen mehrere Spielerinnen für ihre Nationalteams nominiert.

Dortmund

, 12.04.2021, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sind beide für die Nationalmannschaft nominiert worden: Die BVB-Torhüterinnen Isabell Roch (l.) und Rinka Duijndam.

Sind beide für die Nationalmannschaft nominiert worden: Die BVB-Torhüterinnen Isabell Roch (l.) und Rinka Duijndam. © Ludewig

Die Spielerinnen von Borussia Dortmund befinden sich aktuell in Quarantäne und sind dies noch bis zum 14. April. Trainer André Fuhr sowie die Spielerinnen Tina Abdulla und Laura van der Heijden sogar ein paar Tage länger, weil sie positiv auf das Coronavirus getestet worden sind.

Ausgegangen ist die Quarantäne wegen eines positiven Coronafalls nach dem Spiel gegen die SG BBM Bietigheim, welches der BVB mit 30:28 gewann.

Für anderthalb Wochen pausiert die Handball-Bundesliga nun ohnehin, da eine Länderspielpause ansteht. Das nächste Spiel des BVB ist für den 24. April bei der HSG Bad Wildungen Vipers angesetzt.

DHB in Kontakt mit den Spielerinnen und dem BVB

Trotz der Quarantäne sind gleich drei BVB-Akteurinnen für die Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft nominiert. Isabell Roch, Johanna Stockschläder und Alina Grijseels, die am Montag ihren 25. Geburtstag feiert. „Wir stehen mit allen Spielerinnen, die sich in der Quarantäne befinden, und deren Vereinen im engen Austausch“, teilte Axel Kromer, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes, in einer Pressemitteilung mit. „Die Gesundheit steht an absolut erster Stelle. Daher werden wir kein Risiko eingehen und bei jeder Spielerin einzeln entscheiden, ob und wann sie im Laufe der Lehrgangswoche nach der vorgeschriebenen Quarantäne zur Mannschaft stoßen kann.“

Deutschland spielt im Zuge der WM-Qualifikation gegen Portugal. Dort trifft das deutsche Team am kommenden Samstag auf die Portugiesen. Drei Tage später kommt es zum Rückspiel im Hamm, der Sieger qualifiziert sich für die Weltmeisterschaft in Spanien am Ende dieses Jahres.

Nach der Quarantäne soll entschieden werden

„Wir werden Last-Minute entscheiden können, ob jemand mitfliegen kann oder nicht“, erklärte DHB-Trainer Henk Groener am Montagmittag in einer Medienrunde. „Wir müssen abwarten bis die Quarantäne vorbei ist und werden dann entscheiden.“ Neben den BVB-Spielerinnen gilt dies auch für die nominierten Bietigheimer Akteurinnen Antje Lauenroth, Nele Reimer, Julia Maidhof und Amelie Berger, die im Sommer nach Dortmund wechselt.

Ausgenommen von der Quarantäne-Regelung sind die beiden Bietigheimer Spielerinnen Xenia Smits und Luisa Schulze. Beide waren Mitte Januar mit dem Virus infiziert, müssen deshalb nicht in Quarantäne.

Die niederländische BVB-Fraktion, bestehend aus Rinka Duijndam, Kelly Dulfer, Merel Freriks, Laura van der Heijden, Inger Smits und Yara ten Holte, ist zwar erst vom niederländischen Verband nominiert worden, mittlerweile sind fünf Ersatzspielerinnen für das Dortmunder Sextett bekannt, so dass die Akteurinnen aus Dortmund nicht anreisen brauchen. Die Niederlande bestreiten ein Vorbereitungsturnier in Kroatien. Dort trifft das Team auf Brasilien und den Balkanstaat am 14. und 15. April.

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