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Verträge laufen aus: Entscheidende Monate beim BVB

Planungen werden vorangetrieben

Zwölf Verträge laufen beim den Handballerinnen von Borussia Dortmund zum Saisonende aus. Die Gespräche mit den Spielerinnen laufen derzeit an. Der Fokus liegt dabei auf einer 21-Jährigen. Um die Top-Scorerin soll die Mannschaft verstärkt werden. Bis Ende Januar soll Klarheit herrschen.

Dortmund

, 18.01.2018, 07:23 Uhr / Lesedauer: 3 min
Verträge laufen aus: Entscheidende Monate beim BVB

© Fotos: BVB

Bei Borussia Dortmund sehen sie in Alina Grijseels so etwas wie ein Versprechen für die Zukunft. „Sie ist trotz ihres noch jungen Alters schon jetzt ungemein wichtig für uns“, sagt Trainerin Ildiko Barna. Und Andreas Bartels, 2. Vorsitzender des Handball-Bundesligisten, erklärt vielsagend: „Wir möchten um Alina herum unsere Mannschaft weiter verstärken.“ Nun ist es allerdings so, dass der Vertrag der 21-Jährigen, die in dieser Saison endgültig den Sprung zur Leistungsträgerin geschafft hat und mit 51 Treffern Topscorerin beim BVB ist, im Sommer ausläuft.

Grijseels fühlt sich wohl

„Natürlich ist es unser Wunsch, mit Alina Grijseels zu verlängern“, betont Bartels. Die Spielmacherin, und daraus machen die Verantwortlichen keinen Hehl, spiele in den Planungen „eine ganz zentrale Rolle. Und das weiß sie auch“, so Bartels. Grijseels selbst sagt, sie fühle sich in Dortmund grundsätzlich sehr wohl. „Ich weiß, was ich hier habe“, erklärt die 21-Jährige, die seit 2014 beim BVB spielt und in Dortmund Grundschullehramt studiert. „Und natürlich ist es schön, wenn man von einem Verein so wertgeschätzt wird.“ Gespräche über eine Ausweitung des Arbeitspapiers laufen. Zum Stand wollen weder der Klub noch Grijseels Auskunft geben. Bis Ende Januar, heißt es bei der Borussia, soll aber Klarheit herrschen.

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Unabhängig von der Personalie Grijseels treiben die Verantwortlichen Bartels und Andreas Heiermann in enger Abstimmung die Planungen weiter voran. Insgesamt zwölf Verträge laufen beim BVB zum Saisonende aus. Neben Grijseels ist auch die Zukunft von Clara Woltering, Svenja Huber, Stella Kramer, Nadja Mansson, Mira Emberovics, Virag Vaszari, Saskia Weisheitel, Irene Espinola Perez und Emilia Galinska noch ungeklärt. Die beiden Torhüterin Annamaria Ferenczi und Mandy Burrekers (Karriere-Ende droht) sind ebenfalls noch ohne neuen Vertrag. Der Verein hat Gespräche mit allen Spielerinnen angekündigt. Härtefälle sind vorprogrammiert. Zum Saisonende, sagt Bartels, „wird uns auch die ein oder andere Spielerin verlassen. Das wird so sein“.

Woltering „in der Findungsphase“

Bei Clara Woltering hat der Verein sein Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit hinterlegt. „Sie ist eine herausragende Torhüterin, wir tun alles dafür, dass sie weiter für uns spielt“, sagt Bartels. Die 34-Jährige selbst hat sich noch nicht entschieden, wie und ob es überhaupt weitergehen wird. „Ich bin da noch in der Findungsphase, was weniger mit Dortmund zu tun hat als mit privaten Gründen“, so Woltering. Sollte sich der Verein im Tor umschauen, und das wird er eigenen Angaben zufolge tun, wäre das „absolut in Ordnung“.

Sorgen um Teamhierarchie und fehlende Führungskräfte machen sie sich beim BVB im Falle eines möglichen Woltering-Abschieds indes nicht. Spielerinnen wie Svenja Huber, deren Zukunft ebenfalls noch ungeklärt ist, und Anne Müller seien als Leader „sehr wichtig für unser Team“, sagt Bartels. „Aber auch eine Stella Kramer. Sie spielt seit 2009 im Verein und steht für eine hohe Identifikation zum BVB.“ Für Kramer selbst ist derzeit noch „alles offen, wohin die Reise gehen wird“, wie die 28-Jährige erklärt. Eine Entscheidung, sagt sie, sei abhängig von mehreren Faktoren: Wie sieht der Kader aus? Was sind die Ziele? Und stimmen Vorstellungen von Spielerin und Klub überein?

Verein diskutiert über Neuzugänge

„Januar und Februar sind für die Kaderplanung entscheidende Monate“, betont Bartels: „Die Transferaktivitäten nehmen gerade Fahrt auf.“ Neben dem Einbau von U17-Europameisterinnen wie Dana Bleckmann, Leonie Kockel oder Vanessa Brandt wird innerhalb des Vereins auch über Neuzugänge diskutiert. Der Fokus liegt wegen schnellerer Eingewöhnungszeit auf Spielerinnen aus dem deutschsprachigen Raum. Namen kommentiert der BVB keine. Man habe den Anspruch, sich weiter zu verstärken, so Bartels. Der Verein will sich als Spitzenteam in der Bundesliga etablieren. Und das am liebsten mit Alina Grijseels.

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