BVB-Handball

Verwirrung um Nationalspielerinnen: „Habe das Gefühl, dass sie keine Lust mehr auf den BVB haben“

Bei den Handballerinnen von Borussia Dortmund sorgen zwei Nationalspielerinnen für Verwirrung. Abteilungsleiter Andreas Heiermann findet klare Worte.
BVB-Abteilungsleiter Andreas Heiermann hält ein Mikrophon in den Händen.
BVB-Abteilungsleiter Andreas Heiermann findet klare Worte. © Ludewig

Die Handballerinnen von Borussia Dortmund fiebern dem Saisonstart am 10. September entgegen. Dann empfängt der BVB im Heimspiel um 19 Uhr Halle-Neustadt – nicht dabei sein könnten dann allerdings zwei Nationalspielerinnen. Sie fehlten in den vergangenen Tagen. Abteilungsleiter Andreas Heiermann glaubt zu wissen, warum. Er findet klare Worte.

Offiziell sind Mia Zschocke (keine Angaben) und Amelie Berger (Reha nach Knieverletzung) krankgeschrieben. Nach Informationen der Ruhr Nachrichten haben sie sich schon länger nicht mehr in der Halle blicken lassen und sich im Mannschaftsumfeld rar gemacht. „Ich habe das Gefühl“, sagt Andreas Heiermann, „dass sie keine Lust mehr auf den BVB haben.“

Verwirrung um BVB-Handballerinnen: Zschocke und Berger äußern sich nicht zu den Vorwürfen

Der Vorwurf wiegt schwer. Die beiden BVB-Spielerinnen selbst bezogen dazu keine Stellung. Zschocke erklärte gegenüber dieser Redaktion lediglich, dass sie sich nicht dazu äußern wolle, Berger verwies an ihren Berater – der am Abend allerdings nicht mehr zu erreichen war.

Für BVB-Handballchef Heiermann wäre es denkbar, dass die beiden den Verein verlassen. „Wenn ein ordentliches Angebot kommt, würde ich sie auch ziehen lassen“, sagt er. So lange hätten aber „beide noch einen Vertrag in Dortmund“. Der läuft in beiden Fällen bis 2023. Beide Abgänge könne der BVB zudem kompensieren. Heiermann findet dennoch klare Worte.

„Bei Mia Zschocke hatte ich in der vergangenen Saison schon das Gefühl, dass es mit Borussia Dortmund nicht passt. Sportlich ist sie sicherlich gut, als Teamplayerin hätte sie sich aber noch mehr einbringen können“, sagt Heiermann. Ohnehin wäre der BVB auch ohne Zschocke im Rückraum gut aufgestellt, meint er. Anders würde es sich auf der Rechtsaußen-Position verhalten. Dort würde ein Abgang von Berger den BVB auch sportlich hart treffen. So oder so täte es ihm aber „in jedem Fall leid, sollten die beiden Spielerinnen unseren Verein verlassen“.

Verwirrung um BVB-Handballerinnen: Zukunft von Zschocke und Berger ist ungewiss

Wie es in der Sache nun weitergeht, ist unklar. BVB-Coach André Fuhr, der sich zur Causa Zschocke/Berger äußerst bedeckt hielt, wird den Fokus voll auf das erste Saisonspiel lenken wollen. „Das ist immer sehr unangenehm, weil man nicht weiß, wo man steht“, sagt er. Auch sei das vorhandene Videomaterial nicht besonders aussagekräftig, da Halle mit vielen personellen Problemen – ähnlich wie Borussia Dortmund – zu kämpfen hatte. Die Verwirrung um Zschocke und Berger verbessert die Ausgangslage nicht gerade. Dem BVB und den Spielerinnen selbst dürfte viel daran gelegen sein, möglichst schnell eine Lösung zu finden.

Wir haben diesen Text aktualisiert.

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