Vier Corona-Fälle vor Spitzenspiel im Pokal - Duell soll trotzdem stattfinden

Blicken auf eine ungewisse Situation in Bietigheim: BVB-Trainer André Fuhr (r.) und der Sportliche Leiter Andreas Kuno. © Ludewig
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Am frühen Samstagmorgen geht die Reise los für die Handballerinnen von Borussia Dortmund. Zuerst mit dem Weg an die Dortmunder Stadtgrenze zum Corona-Test am Freischütz Schwerte. Im Anschluss geht es rund fünf Stunden gen Süden nach Bietigheim, wo es zum zweiten Spitzenspiel innerhalb eines Monats für den BVB kommt. Das Team des amtierenden Deutschen Meisters wird im Bus der Profi-Fußballmannschaft zum Pokal-Viertelfinale nach Bietigheim reisen (Anwurf 19.30 Uhr, live auf sportdeutschland.tv).

Dort war die Lage am Freitagnachmittag für die Dortmunder Verantwortlichen noch ziemlich unklar. Bietigheim hat vier Corona-Fälle in der Mannschaft, das Spiel blieb aber weiterhin angesetzt, erklärte BVB-Trainer André Fuhr. Darüber ist Borussia Dortmund von der spielleitenden Stelle informiert worden. Eine Absage stand am Freitagnachmittag noch nicht im Raum.

BVB: Unsicherheit ist da

„Ist es richtig, ob man das Spiel spielt, oder nicht? Das ist schwierig zu entscheiden“, gibt Fuhr zu. Die Coronavirus-Situation macht eine Einschätzung in der aktuellen Lage schwierig. Zuletzt fielen mehrere Spiele des BVB wegen Coronavirus-Infektionen beim Thüringer HC, der HSG Bad Wildungen Vipers und der Sport-Union Neckarsulm aus. „Wir bereiten uns seriös auf das Spiel vor, als würde es stattfinden. Trotzdem ist da eine gewisse Unsicherheit.“

Bereits am Dienstag gab es eine erste Team-Sitzung, um Stärken und Schwächen ausfindig zu machen. Bei den Schwarzgelben selbst sowie beim Gastgeber. „Wir haben gegen Bietigheim unsere beiden schwächsten Spiele der Saison gemacht“, sagt Fuhr über das Supercup-Spiel zu Beginn der Saison (21:31) und das Bundesliga-Spitzenspiel am 2. Januar (22:33). „Wenn wir gegen Bukarest, Brest und Co. gut spielen, können wir das auch gegen Bietigheim“, fordert Fuhr ein.

Dennoch bleibt bei die Corona-Situation unklar, ähnlich wie die personelle Situation der Dortmunderinnen. Madita Kohorst ist nach überstandener Corona-Infektion seit dieser Woche wieder im Training und wird am Samstag das Torhüter-Duo mit Yara ten Holte bilden. Fehlen werden definitiv Alina Grijseels (Nasenbeinbruch) und Fatos Kücükyildiz. Die Norwegerin Frida Ronning wird wohl als Spielmacherin in das Spitzenspiel gehen, um den Einzug in das Final4.

BVB: Sechs Rückraum-Spielerinnen fehlen

Insgesamt fehlen dem BVB aktuell sechs Rückraum-Spielerinnen. Die meisten davon sogar noch für mehrere Wochen. Neben Grijseels und Kücükyildiz sind es Delaila Amega (Kreuzbandriss), Haruno Sasaki (Bandscheibenvorfall), Dana Bleckmann (Kreuzbandriss) sowie Viktoria Woth (Kreuzbandriss).

„Wir werden unterschiedliche Lösungen finden. Der Kader ist nominell zusammengeschrumpft. Das ist eine Herausforderung“, sagt Fuhr zu den personellen Optionen. Tief möchte er sich nicht in die Karten schauen lassen, wie die Ausfälle kompensiert werden sollen.

Der BVB hat am Freitagmorgen PCR-Tests gemacht, die negativ ausgefallen sind.