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Was ein Spitzenspiel! Borussia Dortmund ist kurz davor Deutscher Meister zu werden

Handball-Bundesliga

Was ein Spiel, was eine Performance! Borussia Dortmund und die SG BBM Bietigheim liefern sich ein Spitzenspiel auf Augenhöhe. Der BVB siegt und greift nach dem Titel!

Dortmund

, 31.03.2021, 22:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf dem Weg zur ersten deutschen Meisterschaft der Vereinshistorie: Die Handballerinnen von Borussia Dortmund.

Auf dem Weg zur ersten deutschen Meisterschaft der Vereinshistorie: Die Handballerinnen von Borussia Dortmund. © Ludewig

Am Ende riss Yara ten Holte ihren rechten Arm nach oben. Ihre fulminante Parade 30 Sekunden vor Schluss gegen Bietigheims Kim Naidzinavicius besiegelte den 30:28 (16:17)-Erfolg von Borussia Dortmund gegen die SG BBM Bietigheim. Es war das wohl intensivste Spiel dieser Bundesliga-Saison und fand auf höchstem Niveau statt.

Borussia Dortmund triumphierte, hat dadurch eine Hand am Titel Deutscher Meister. „Es war ein echtes Spitzenspiel. Das hätte 2000 Zuschauer verdient gehabt“, sagte BVB-Coach André Fuhr und ließ dem schwarzgelben Selbstbewusstsein freien Lauf: „Wir zweifeln nicht daran, dass wir das Ding nach Hause holen.“

Titel ist in direkter Reichweite

Das Ding ist die deutsche Meisterschaft, die Erste in der Vereinshistorie von Borussia Dortmund. Mit nun 24 Siegen aus ebenso vielen Spielen und nun sieben Punkten Vorsprung zu Bietigheim, ist der Titel in direkter Reichweite.

Abzusehen war dieser Erfolg im ersten Durchgang jedoch nicht: aus einer fahrigen Anfangsphase entwickelte sich ein temporeiches Spiel auf hohem Niveau – mit leichten Vorteilen für die Gäste in der Sporthalle Wellinghofen.

Vor allen spielbestimmend auf Bietigheimer Seite. Rückraum-Spielerin Xenia Smits sowie Kim Naidzinavidcius. Ebenfalls stark: Rechtsaußen Amelie Berger, die im Sommer zum BVB wechselt. Als Bietigheim beim Stand von 12:10 an Oberhand gewann, nahm André Fuhr das erste Timeout. Es hat geholfen: Nach starker Parade von Isabell Roch gegen Luisa Schulze, traf die eingewechselte Alina Grijseels zum 12:12.

Zwei schnelle Tore von Berger nach Tempo-Gegenstößen und eine Zeitstrafe für Johanna Stockschläder, die überhaupt kein Faktor auf Seite der Borussia war, sorgten dafür, dass Bietigheim erstmals davonzog. 17:14 für den Gast, fünf Minuten vor der Halbzeit. Doch Borussia kam erneut ran, schaffte es auf 16:17 zur Pause zu verkürzen.

Erst nach fast vier Minuten gab es den ersten Treffer im zweiten Abschnitt. Kelly Dulfer traf, nachdem zuvor Yara ten Holte zwei Mal glänzend parierte. Gleich im Anschluss: die Dortmunder Führung! Erneut war Dulfer zur Stelle. Das erste Bietigheimer Tor fiel erst nach neun Minuten in der zweiten Hälfte, die BVB-Defensive präsentierte sich verbessert. Nachdem Dulfer im ersten Durchgang noch wenige leichte Fehler gemacht hatte, drehte die groß gebaute Niederländerin im zweiten Durchgang auf, bestach defensiv wie offensiv (8 Tore). Eine mustergültige Vorstellung! Eben so im zweiten Durchgang brilliant: die 21-jährige Yara ten Holte im BVB-Tor, die mit mehreren blitzschnellen Reaktionen glänzte.

BVB hatte stets die passende Reaktion

Immer wieder Streitthema: die Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns. Eine klare Linie ließ das Duo an einigen Stellen vermissen.

Der BVB hatte zwar die optische Überlegenheit, doch Bietigheim gestaltete den zweiten Durchgang dauerhaft offen, schaffte es immer wieder auf einen Abstand von zwei Toren zurück. Schwarzgelb zog nicht davon, reagierte aber immer wieder passend. Kam Bietigheim ran, traf der BVB.

Mit der Parade von ten Holte dreißig Sekunden vor Schluss, rissen alle BVB-Spielerinnen für den Moment die Arme nach oben. Die Gewissheit war da: Der Sieg geht nach Dortmund, der größte Schritt in Richtung Deutscher Meister ist getan.

BVB: Roch, ten Holte, Duijndam - Grijseels (6/2), Smits (3/1), Dulfer (8), van der Heijden (5), Freriks (5), Stockschläder, Abdulla (1), Gutierrez Bermejo, Vollebregt (2), Bleckmann, Rode, Monti Danielsson, van Zijl

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