0:1 gegen Augsburg - BVB wie ein Absteiger

Lage wird bedrohlicher

Die Lage bei Borussia Dortmund wird immer bedrohlicher: Der BVB kassierte am Mittwochabend eine schmerzhafte 0:1 (0:0)-Heimpleite gegen den FC Augsburg. Raul Bobadilla erstickte mit seinem Tor in der 50. Minute die zarte Aufbruchstimmung bei den Schwarzgelben, die in der zweiten Hälfte wie ein Absteiger auftraten - und dafür ein lautstarkes Pfeifkonzert kassierten.

DORTMUND

, 04.02.2015 / Lesedauer: 3 min
0:1 gegen Augsburg - BVB wie ein Absteiger

Fassungslos und enttäuscht: Die Borussia zeigte gute Ansätze, doch haarsträubende Fehler gegen den FC Augsburg kosteten erneut die Punkte.

„Es tut weh“, sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp nach den enttäuschenden 90 Minuten gegen die bayrischen Schwaben. „Ich bin maximal enttäuscht. Aber mir war klar, dass es nicht einfach wird.“ Spätestens seit Mittwochabend dürfte feststehen, dass es für den BVB in dieser Saison nur noch darum gehen wird, die Klasse zu halten.

Schwarzgelbe Wagenburg

Klopp hatte nach dem 0:0 beim Rückrunden-Auftakt in Leverkusen alles versucht, um die Kritik an der dürftigen Offensivspielweise des BVB an seiner Elf abprallen zu lassen. Auf Medienkommentare antwortete er bissig und sarkastisch. Intern bläute er seinen Spielern eine Wagenburg-Mentalität ein. Die Botschaft an seine Elf war klar: Lasst die da draußen reden und schreiben, was sie wollen. Wichtig ist das, was ich von euch sehen will.

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Bundesliga, 19. Spieltag: BVB - FC Augsburg 0:1 (0:0)

Hier gibt´s die Bilder zur Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem FC Augsburg.
04.02.2015
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Bilder der Partie Borussia Dortmund gegen den FC Augsburg.© dpa
Bilder der Partie Borussia Dortmund gegen FC Augsburg.© DeFodi
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Bilder der Partie Borussia Dortmund gegen den FC Augsburg.© dpa
Bilder der Partie Borussia Dortmund gegen den FC Augsburg.© dpa
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Bilder der Partie Borussia Dortmund gegen FC Augsburg.© DeFodi
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Enttäuscht: Jürgen Klopp, der auch für die Pfiffe der Fans nach dem 0:1 gegen Augsburg Verständnis zeigte.© Foto: DeFodi
Bilder der Partie Borussia Dortmund gegen FC Augsburg.© DeFodi
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0:1 - Bobadilla erstickt mit seinem Tor die zarte Aufbruchstimmung bei den Schwarz-Gelben.© dpa
Bilder der Partie Borussia Dortmund - FC Augsburg.© dpa
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Nach einer Stunde musste Kevin Großkreutz verletzt vom Platz - er hatte in den 60 Minuten zuvor allerdings auch kein gutes Spiel abgeliefert.© Foto: DeFodi
Bilder der Partie Borussia Dortmund - FC Augsburg.© DeFodi
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Bilder der Partie Borussia Dortmund - FC Augsburg.© dpa
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Roman Weidenfeller ging nach dem 0:1 gegen Augsburg auf die enttäuschten Fans zu und suchte den Dialog.© dpa
Enttäuscht: Jürgen Klopp, der auch für die Pfiffe der Fans nach dem 0:1 gegen Augsburg Verständnis zeigte.© dpa
Fassungslos und enttäuscht: Die Borussia zeigte gute Ansätze, doch haarsträubende Fehler gegen den FC Augsburg kosteten erneut die Punkte.© DeFodi

Gegen Augsburg forderte er durchaus einen spielerischen Schritt nach vorne ein. Das zeigte schon seine mutige Aufstellung mit Nuri Sahin und dem genesenen Ilkay Gündogan auf der Doppel-Sechs. Das Duo steht an guten Tagen für Spielkultur, feine Füße und genaue Pässe – nicht aber für das klassische Abräumen. Klopps rein destruktiver Leverkusen-Plan, die Kugel zwecks Vermeidung gefährlicher Ballverluste im Zweifel lieber aus dem Stadion zu kloppen, hatte wieder ausgedient.

BVB setzt nach - Aubameyang im Abseits

Ein Fortschritt war dem BVB-Spiel in den ersten 45 Minuten auch nicht abzusprechen. Zwar überließen die Hausherren dem FCA überwiegend den Ball, das eigene Umschaltspiel konnte sich jedoch durchaus sehen lassen.

Es wurde deutlich, was Klopp seiner Elf in der Winter-Vorbereitung nahezu täglich eingeimpft hatte: Immer wieder setzte der BVB gut nach, um dann nach Balleroberungen schnell in die Spitze zu spielen - meist über den umtriebigen Neuzugang Kevin Kampl oder den sehr umsichtigen Sahin. Der türkische Nationalspieler war es auch, der mit einer perfekten Kopfball-Vorlage die größte Chance der ersten Hälfte einleitete. Doch weil Pierre-Emerick Aubameyang nach Ciro Immobiles abgerutschten Schuss im Abseits stand, blieb es beim 0:0 (26.).

Der FCA bewies derweil, dass er mittlerweile über eine gestandene und gereifte Bundesliga-Elf verfügt. Gefällig schoben sich die bayrischen Schwaben die Kugel hin und her, um dann – wann immer Dortmund sie gewähren ließ, ohne Schnörkel in die Spitze zu stoßen. Mehr als ein strammer Schuss ihres Kapitäns Paul Verhaegh (31.) konnten die Augsburger allerdings auch nicht auf der Habenseite verbuchen. Torlos ging es in die Pause.

BVB am Boden

Kurz nach dem Wiederanpfiff dann der Schock: Nach einem unnötigen Ballverlust von Kevin Großkreutz ließ sich erst Sokratis übertölpeln, dann fiel Mats Hummels zu früh um, bevor Marcel Schmelzer den Ball in die Mitte stupste. Der Nutznießer hieß Raul Bobadilla, der den Ball zum 0:1 in die Maschen drosch (50.). Der BVB, dessen Matchplan durch den Rückstand hinfällig war, lag am Boden – und stand nicht wieder auf.

Nicht einmal nachdem Christoph Janker nach einer Notbremse gegen Aubameyang vom Platz flog (64.), ging ein Ruck durch den Signal Iduna Park. Stattdessen regierte beim BVB wieder der aus der Hinrunde hinlänglich bekannte Zitterfuß.

Immobile vergibt die beste Chance

Ein konstruktiver Spielaufbau fand gegen die jetzt sehr tiefstehenden Augsburger trotz der Überzahl nicht statt. Zu einfallslos gestalteten sich die Versuche der zwar kämpfenden, aber spielerisch jetzt auf ganzer Linie enttäuschenden Dortmunder. Als Immobile in der Nachspielzeit Alexander Manniger aus einem Meter in die Arme köpfte, war die elfte Saisonniederlage besiegelt.

Am Samstag wartet in Freiburg nun ein echtes Abstiegsduell auf den BVB. Bis dahin muss Klopp seine völlig verunsicherten Spieler wieder aufrichten – sonst droht am Saisonende ein bitterböses Erwachen.

 

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