BVB-Kapitän Marco Reus freut sich auf das Spiel gegen Mainz. © imago images/Horstmüller
Borussia Dortmund

09 Fakten: BVB-Kapitän Reus freut sich auf Mainz – Haaland mit Problemen

Borussia Dortmund empfängt den FSV Mainz 05 und Marco Reus dürfte sich besonders freuen. BVB-Stürmer Erling Haaland hingegen hat Probleme. Die 09 Fakten.

Borussia Dortmund empfängt den FSV Mainz 05 und blickt auf eine makellose Heimbilanz. BVB-Kapitän Marco Reus ist zwar „der Chancentod“ der Liga – trifft jetzt am Samstag (15.30 Uhr/live bei Sky) aber auf seinen Lieblingsgegner. Die 09 Fakten.

1.) Makellose BVB-Heimbilanz: Dortmund hat fünf der sieben Spiele in dieser Bundesliga-Saison gewonnen und damit die gleiche Bilanz wie in der Vorsaison. Vier der fünf Saisonsiege gelangen der Rose-Elf in Heimspielen – als einzige Mannschaft gaben die Dortmunder zu Hause noch keine Punkte ab. Saisonübergreifend haben die Schwarzgelben die letzten achten Bundesliga-Heimspiele gewonnen; so eine Serie war dem BVB letztmals 1994 gelungen (vor 27 Jahren waren es sogar zwölf Heimsiege nacheinander).

2.) Neuer Zuschauer-Rekord in Corona-Zeiten? Die neue Corona-Schutzverordnung in NRW sieht vor, dass ab Oktober wieder mehr Zuschauer in die Stadien dürfen, demnach können wieder alle Sitzplätze und rund 50 Prozent der Stehplätze belegt werden. Das bedeutet, dass der BVB gegen Mainz über 67.000 Fans in den Signal Iduna Park lassen darf. Bisheriger Zuschauer-Rekord seit dem Corona-Ausbruch waren die 41.000 Zuschauer im letzten BVB-Heimspiel gegen Augsburg (2:1). Noch mehr waren es in einem Bundesliga-Spiel zuletzt im März 2020 beim Spiel FC Bayern gegen Augsburg (75.000).

3.) Defensive Unterschiede: Mainz kassierte die wenigsten Gegentore (fünf, wie Freiburg), spielte am häufigsten zu null (vier Mal) und ließ ligaweit die wenigsten Großchancen zu. Der BVB wiederum kassierte in den letzten zehn Bundesliga-Spielen immer mindestens ein Gegentor, das ist die längste aktuelle Serie aller Bundesliga-Klubs und für die Schwarzgelben die längste seit fast vier Jahren. 13 Gegentreffer sind es bereits, das bedeutet für den BVB Rang 13 ligaweit und die schwächste Zwischenbilanz seit zwölf Jahren.

4.) Erfolgreiches BVB-Umschaltspiel: Obwohl Dortmund in dieser Saison extrem viel Ballbesitz hatte (59 Prozent), gelangen schon fünf Kontertore – das ist für die Schwarzgelben nach sieben Spieltagen der beste Wert seit 20 Jahren (Meistersaison 2001/02). Bemerkenswert ist, dass vier der fünf Kontertore in Heimspielen gelangen.

5.) Mainz-Legende Rose: Marco Rose war von 2002 bis 2009 für die erste Mannschaft des FSV aktiv (später auch noch bei Mainz II), stieg zweimal in die Bundesliga auf und einmal wieder ab und bestritt 65 Bundesliga- (drei Tore) und 85 Zweitliga-Spiele (drei Tore) für die Rheinhessen. Schon parallel zu seiner Spielerkarriere sammelte Rose beim FSV dann auch seine ersten Erfahrungen als Trainer, er war Co-Trainer bei Mainz II.

6.) Rose und Svensson – gemeinsamer Bundesliga-Aufstieg: Als Trainer trafen Marco Rose und Bo Svensson erst einmal aufeinander, letzte Saison als der Däne mit dem FSV mit 2:1 in Mönchengladbach gewann. Üppiger ist ihre gemeinsame Spieler-Vergangenheit: Von 2007 bis 2009 spielten sie zusammen beim FSV in der 2. Bundesliga, standen in dieser Zeit aber nur in fünf Partien zusammen auf dem Platz (keine Niederlage) und nur einmal gemeinsam in der Startelf. Im Mai 2009 feierten sie zusammen den Aufstieg in die Bundesliga, ihre Trainer bei den Rheinhessen hießen Jürgen Klopp und Jörn Andersen.

7.) Mainz hatte das Rezept gegen Haaland: Erling Haaland hat in der Bundesliga gegen 18 Mannschaften gespielt und gegen 15 davon mindestens ein Tor erzielt; nur gegen Stuttgart, Bielefeld und Mainz ging er leer aus. Gegen den VfB und die Arminia spielte er jeweils nur einmal, gegen den FSV aber schon drei Mal: In seinen 270 Spielminuten gegen die Rheinhessen kam der norwegische Goalgetter in der Summe auch nur zu zwei Torschüssen!

8.) Chancentod Marco Reus? Marco Reus ist einer der „Low-Performer“ der Liga (früher hätte man Chancentod gesagt), sein xG-Wert liegt bei -1,8 (nur bei Andrej Kramaric ist er noch niedriger) – das heißt: Er hätte angesichts seiner Vielzahl und der Qualität seiner Torchancen eigentlich mindestens zwei Tore mehr erzielt haben müssen, de facto steht er aber nur bei einem Saisontor (1. Spieltag gegen Frankfurt).

09.) BVB-Kapitän Reus freut sich auf Mainz: Nun geht es für Reus allerdings gegen einen seiner Lieblingsgegner: Der 32-Jährige erzielte nur gegen Bremen mehr Bundesliga-Tore (14) als gegen Mainz (13) – inklusive seiner sieben Assists bringt er es gegen den FSV auf 20 Scorer-Punkte in 20 Bundesliga-Spielen.

Über den Autor
Redakteur
Jahrgang 1993, Dortmunder Junge und Amateurhandballer mit großer Liebe für den Fußball und den Ruhrpott. Studium der Journalistik an der TU Dortmund, nach kurzer Zwischenstation beim Westfälischen Anzeiger in Hamm wieder zurück bei den Ruhr Nachrichten, seit 2020 BVB-Reporter.
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Marvin K. Hoffmann