3:1 gegen Hertha - BVB-Siegeszug geht weiter

Achter Sieg in Serie

Der Siegeszug von Borussia Dortmund geht weiter: Im Heimspiel gegen Hertha BSC gelang dem BVB beim 3:1 (1:0) der achte Sieg im achten Pflichtspiel. Zugleich verteidigte die Elf von Trainer Thomas Tuchel die Tabellenführung in der Bundesliga.

DORTMUND

, 30.08.2015, 17:39 Uhr / Lesedauer: 3 min
3:1 gegen Hertha - BVB-Siegeszug geht weiter

Da ist das 1:0: Mats Hummels jubelt über seinen Kopfballtreffer, den Kagawa glänzend vorbereitet hatte.

Er ist Dortmunds Dauerbrenner: Henrikh Mkhitaryan stand bislang in jedem Pflichtspiel des BVB auf dem Feld. Und so dachte sich sein Trainer Thomas Tuchel vor dem Europa-League-Playoff-Rückspiel gegen Odds BK (7:2) am vergangenen Donnerstag, er könne seinem Topscorer mal eine Pause können. „Ich habe ihn beim Frühstück daher gefragt, ob er spielen wolle“, verriet der 42-Jährige, „seine Antwort war eindeutig: of course, natürlich!“ Also spielte Mkhitaryan – und Tuchel rückte erst einmal von der Idee ab, Kräfte bei seinen Topspielern zu schonen. Sie wollen spielen, spielen, spielen. Wen wundert es, wenn es so gut läuft wie in den vergangenen Wochen.

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Bundesliga, 3. Spieltag: BVB - Hertha BSC 3:1 (1:0)

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30.08.2015
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Spielszene aus der Partie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin.© DeFodi
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Spielszene aus der Partie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin.© dpa
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Der BVB ist wieder eine Einheit. Thomas Tuchel hat es geschafft, alle Nebengeräusche vom Team fernzuhalten.© dpa
Die Leidenszeit des Nuri Sahin neigt sich dem Ende entgegen.© Foto: DeFodi
Spielszene aus der Partie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin.© dpa
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Spielszene aus der Partie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin.© dpa
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Voll bei der Sache: Thomas Tuchel, der nach der Partie gegen Hertha konstatierte: "Es hat noch die Leichtigkeit gefehlt."© dpa
Spielszene aus der Partie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin.© DeFodi
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Henrikh Mkhitaryan hängt sich voll rein - doch gegen Hertha BSC langt es nur zu einer Torvorlage. Seinen Gewaltschuss in der ersten Hälfte kann Kraft parieren.© DeFodi
Spielszene aus der Partie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin.© DeFodi
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Spielszene aus der Partie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin.© dpa
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Spielszene aus der Partie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin.© dpa

Im Bundesliga-Heimspiel gegen Hertha BSC schickte Tuchel also seine beste Elf aufs Feld, einzig auf der rechten Abwehrseite spielte noch immer Matthias Ginter, nicht der etatmäßige Stammverteidiger Lukasz Piszczek. Adrian Ramos, der weiterhin mit einem Wechsel nach England kokettiert, stand gegen seinen Ex-Klub im Kader. Die weiteren Abwanderungskandidaten Moritz Leitner, Jakub Blaszczykowski und Kevin Großkreutz fehlten dagegen wie schon in den Vorwochen.

Eine „kniffelige Aufgabe“ für seine Elf hatte Tuchel vor der Partie gegen die mit vier Punkten aus drei Spielen ordentlich gestarteten Berliner angekündigt – und so kam es in der ersten Hälfte dann auch. Hertha-Trainer Pal Dardai hatte seiner Elf eine extrem defensive Ausrichtung verpasst, fast schien es, als wolle er die Berliner Mauer im Signal Iduna Park neu hochziehen. Fünf Mann verteidigten auf der letzten Linie, vier davor, einzig Genki Haraguchi traute sich weiter vor. Bis auf wenige Ausnahmen, als die Berliner etwas höher ins Pressing gingen, erwarteten sie den BVB im Kollektiv tief in der eigenen Hälfte.

Der Japaner war es dann auch, der nach einer Viertelstunde für den ersten Aufreger der Partie sorgte. Nach einem langen Ball von Johannes van den Bergh lief Haraguchi plötzlich frei auf  BVB-Keeper Roman Bürki zu. Weil er aber den Ball zu umständlich und langsam verarbeitete, bot sich Mats Hummels die Chance, die Situation zu klären – und das erledigte der BVB-Kapitän ebenso fair wie souverän (15.).

Zunächst ideenlos

Bis der dominant, aber zunächst etwas ideenlos auftretende BVB das erste Mal gefährlich wurde, dauert es bis zur 27. Minute, als Hummels im Anschluss an eine kurze Ecke und eine butterweiche Flanke von Shinji Kagawa zur Führung einköpfen konnte. Eine Chance, ein Tor – eine solche Kaltschnäuzigkeit kannte man bis dahin nur von den Spielern von Odds BK, die in den Playoffs gegen den BVB aus sechs Schüssen fünf Tore gemacht hatten.

Auch nach dem Rückstand änderten die Berliner zunächst nichts an ihrem Matchplan. Die beiden Defensivriegel blieben bestehen – und Dortmund tat sich weiter schwer, Chancen zu kreieren. Mehr als einen Gewaltschuss von Mkhitaryan, den Hertha-Keeper Thomas Kraft mit den Fäusten zur Ecke klären konnte (39.), bekamen die schwitzenden Zuschauer bis zur Pause nicht mehr zu sehen.

In den Minuten nach dem Seitenwechsel legten die Schwarzgelben dann allerdings den Turbo ein. Zunächst grätschte Mkhitaryan zwar noch an einer scharfen Hereingabe von Marco Reus vorbei (48.), drei Minuten später aber klingelte es im Kasten der Berliner. Mkhitaryan räumte mit seiner Bewegung in die Spitze geschickt den Raum für Kagawa frei, der chippte den Ball auf Ginter, nach dessen Ablage Pierre-Emerick Aubameyang leichtes Spiel hatte. Es war ein traumhaftes Tor, das exemplarisch stand für die neuen Stärken der Borussia: Geduld, Aufmerksamkeit und eine kaum zu stillende Lust am Fußballspielen.

Leichtfertig mit Chancen

Es dauerte bis zur 64. Minute, ehe auch Berlin das erste Mal richtig gefährlich wurde. Bürki entschärfte Fabian Lustenbergers Kopfball jedoch, es blieb vorerst beim 2:0 – und damit bei der Tabellenführung für den BVB. War der BVB in Hälfte eins noch die pure Effizienz, gingen die Dortmunder in der Schlussphase wesentlich leichtfertiger mit ihren Chancen um. So verfehlte Kagawa nach einem missglückten Kraft-Ausflug das leere Tor (72.), dann legte Reus nach einer herrlichen Kombination über Weigl, Gündogan und Mkhitaryan den Ball aus kurzer Distanz am rechten Pfosten vorbei (75.).

Und dann wurde es plötzlich noch einmal spannend: Bei einem der wenigen Berliner Vorstöße kam Vladimir Darida im Stafraum zum Schuss, Bürki ließ den Ball in die Mitte abklatschen, wo der eingewechselte Salomon Kalou zum Anschlusstreffer abstaubte (78.). Der Berliner Angreifer stand dabei allerdings im Abseits – Schiedsrichter Guido Winkmann gab das Tor trotzdem. Es war der erste Gegentreffer überhaupt für den BVB in dieser Bundesliga-Saison.

Ramos erzielt 3:1

Der BVB tat das Richtige und spielte weiter selbst aktiv nach vorne, anstatt passiv auf Herthas Endspurt zu warten. Das erlösende dritte Tor allerdings gelang den Schwarzgelben erst in der Nachspielzeit: Ausgerechnet Ramos, der Wechselkandidat, erzielte gegen seine früheren Kollegen nach Vorarbeit von Mkhitaryan den wichtigen Treffer, der dem BVB die alleine Tabellenführung vor dem FC Bayern sicherte.

 

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