Abschied rückt näher! BVB ohne Aubameyang nach Berlin

Durm erneut verletzt

Nächster Paukenschlag beim BVB: Ohne Pierre-Emerick Aubameyang reisen die Schwarzgelben nach Berlin. Der Verbleib des Torjägers in Dortmund wird immer unwahrscheinlicher. Zudem muss Erik Durm erneut wochenlang pausieren.

DORTMUND

, 18.01.2018 / Lesedauer: 4 min
Abschied rückt näher! BVB ohne Aubameyang nach Berlin

Last Minute nach London? Der Abschied von Pierre-Emerick Aubameyang wird immer wahrscheinlicher.

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Der BVB auf dem Weg zum Spiel bei Hertha BSC

18.01.2018
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Winter-Orkan "Friederike" hatte gerade deutlich an Schärfe verloren, als sich der Sturm über Borussia Dortmund noch einmal neu aufbaute: Als die Mannschaft vom Dortmunder Flughafen aus zum Auswärtsspiel bei der Berliner Hertha (Freitag. 20.30 Uhr) startete, fehlte der Spieler, um dessen Zukunft in Schwarzgelb sich seit Tagen sämtliche Schlagzeilen ranken. Pierre-Emerick Aubameyang steht nicht im Kader für die Partie in der Hauptstadt, das war ein echter Hammer am frühen Abend.

"Es ist eine schwierige Situation"

Die Begründung lieferte Michael Zorc: "Wir haben das Gefühl, dass er nicht zu 100 Prozent mit dem Kopf bei der Sache ist", meinte der BVB-Sportdirektor und gab zu: "Es ist eine schwierige Situation."

Noch am Mittag hatte Trainer Peter Stöger eine Rückkehr Aubameyangs in Aussicht gestellt. Er habe ein gutes Gespräch mit dem Gabuner geführt, "er war einsichtig. Und letztlich bestimmt er selbst, ob er dabei ist. Wenn sich nichts ändert, ist er in der Planung mit drin." Es kam dann doch anders, was die Wechsel-Spekulationen um den abwanderungswilligen Stürmer nun neu befeuert.

Missfallen über Wenger-Äußerungen

Noch bevor Stöger um die Mittagszeit in der Pressekonferenz zur Personalie Aubameyang befragt wurde, hatte sich über dem Signal Iduna Park schon einiges zusammengebraut. Arsene Wenger, Langzeit-Trainer des FC Arsenal, dem von Aubameyang offenbar auserkorenen Wunschverein, hatte in London zum Thema gesprochen. Gerne, meinte er zunächst noch, würde man solche Personalien ja geheim halten, bis Fakten geschaffen seien.

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Dann aber schwadronierte Wenger doch darüber, dass Aubameyang natürlich ein Spieler sei, der gut zu Arsenal passen würde, er redete auch über dessen Charakter und Einstellung. In Dortmund nahm man dies mit zunehmendem Missfallen zur Kenntnis. Sportdirektor Zorc sprach von einer "Respektlosigkeit", dass "sich Arsene Wenger so zu Spielern anderer Vereine äußert." Zorc teilte dann gleich noch mit: "Es gibt keinen Kontakt unsererseits zum FC Arsenal."

Kompliziertes Tauschgeschäft

Spätestens, wenn die "Gunners" das komplizierte Tauschgeschäft mit Manchester United und den Spielern Alexis Sanchez und Henrikh Mkhitaryan auch offiziell abgewickelt hat, dürfte es den bislang ausgebliebenen offiziellen Vorstoß der Londoner in Richtung BVB geben. Die Wege sind kurz - nicht erst, seit in Sven Mislintat der ehemalige BVB-Chefscout in London für die Personalplanung mit verantwortlich zeichnet.

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Auch für Marc Bartra und Neven Subotic war am Donnerstag kein Platz im Flieger der Borussia reserviert. Ähnlich wie bei Aubameyang dürfte die Nicht-Berücksichtigung der beiden Innenverteidiger tiefer gehende Gründe haben: Beide Spieler werden mit einem Wechsel noch in dieser Winter-Periode in Verbindung gebracht. Durch die Verpflichtung von Manuel Akanji hat der BVB bei den Innenverteidigern ein Überangebot - und dürfte sowohl Subotic, dessen Vertrag im Sommer ohnehin ausläuft, wie auch Bartra bei einem entsprechenden Angebot keine Steine in den Weg legen.

Irrungen und Wirrungen

Bei Bartra würde dies menschlich schwer fallen, der Spanier ist extrem beliebt im Team. Sportlich aber stagnieren seine Leistungen seit dem Anschlag auf niedrigem Niveau. Nicht mitgereist ist auch Erik Durm. Der nach einer Hüft-OP gerade erst genesene Defensivspieler hat sich im Training einen Außenbandriss im Sprunggelenk zugezogen und fällt erst einmal aus.

In all den Irrungen und Wirrungen der vergangenen Tage muss Stöger seine Mannschaft auf einen Gegner vorbereiten, bei dem es zuletzt wenig zu holen gab für die Borussia. Die Hertha hat von den jüngsten drei Heimspielen gegen den BVB zwei gewonnen und eins unentschieden gestaltet. In Berlin wird dazu am Freitag ein weiterer Wintereinbruch erwartet. Das aber ist sicher Stögers geringstes Problem.

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