Adrian Ramos auf dem Gipfel der Gefühle

BVB-Siegtreffer gegen Bremen

Aus der Höhenluft des über 3000 Meter hoch gelegenen La Paz in Bolivien auf den Gipfel der Gefühle zu Füßen der Südtribüne: Adrian Ramos, Borussia Dortmunds kolumbianischer Edeljoker, hat mit seinem Siegtreffer zum 3:2 gegen Werder Bremen eine für ihn strapaziöse Woche mit dem bestmöglichen Erlebnis abgeschlossen.

DORTMUND

, 03.04.2016, 14:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ramos ballte die Fäuste, nachdem er eine Ecke von Henrikh Mkhitaryan in der Manier eines klassischen Strafraumstürmers per Kopf unhaltbar in die linke untere Ecke gewuchtet hatte. 82 Minuten waren da gespielt, Ramos stand erst seit zwei Zeigerumdrehungen auf dem Platz und drehte mit seinem Treffer die Partie diesmal endgültig zugunsten der Schwarzgelben. Das Stadion bebte.

"Die größte Belohnung"

Ausnahmslos alle Mitspieler herzten, drückten, beglückwünschten den in der Mannschaft hoch angesehenen Kollegen. Der schüchterne Schlacks wird auch die immens lauten Sprechchöre der Fans tief in sich aufgesaugt haben. "Das war die größte Belohnung für ihn", meinte Trainer Thomas Tuchel nach der Partie.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Bundesliga, 28. Spieltag: BVB - Werder Bremen 3:2 (0:0)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem SV Werder Bremen.
02.04.2016
/
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: DeFodi
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: DeFodi
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: DeFodi
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: DeFodi
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: DeFodi
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

BVB-Training in Brackel am 3. April

Bilder des BVB-Trainings in Brackel am 3. April.
03.04.2016
/
BVB-Training am 3. April.© Foto: DeFodi
BVB-Training am 3. April.© Foto: DeFodi
BVB-Training am 3. April.© Foto: DeFodi
BVB-Training am 3. April.© Foto: DeFodi
BVB-Training am 3. April.© Foto: DeFodi
BVB-Training am 3. April.© Foto: DeFodi
BVB-Training am 3. April.© Foto: DeFodi
BVB-Training am 3. April.© Foto: DeFodi
BVB-Training am 3. April.© Foto: DeFodi
Schlagworte BVB , Borussia Dortmund

Ramos steht ja so selten im Blickpunkt. Wobei die Statistik verrät: Er ist der effektiveste Spieler der Bundesliga. Der 30-Jährige benötigt nicht einmal 50 Minuten für eine Torbeteiligung, aus seinen geringen Einsatzzeiten macht er vergleichsweise am meisten von allen Bundesliga-Spielern. Eine echte Joker-Qualität, die ihm auch zum Nachteil gereicht. "Er ist ein Spieler, den du als Trainer auch mal zurückhältst. Er hat diese gewisse Qualität, auch als Einwechselspieler gut zu sein", sagte Tuchel.

Strapaziöse Reise

Trotz seiner strapaziösen Reise um die halbe Welt habe Ramos, der als letzter Nationalspieler in der vergangenen Woche ins BVB-Training zurückgekehrt ist, einen "sehr wachen und aufmerksamen Eindruck" hinterlassen. "Er hat viel gelacht, da wussten wir, dass er wach ist und wir uns auf ihn verlassen können", berichtete der Trainer aus dem Innenleben der Mannschaft.

Jetzt lesen

Es spricht tatsächlich für einen guten Geist im Team, dass auch Dauer-Bankdrücker wie Ramos beharrlich auf ihre Chance warten. Mit seinem vierten Treffer in der Rückrunde - Aubameyang erzielte fünf - hat er sich nachhaltig in Erinnerung gerufen.

Kagawa bestreitet 100. Bundesliga-Spiel

Ähnliches ist auch Shinji Kagawa gelungen. Sein 100. Bundesliga-Spiel begann für ihn auf den bequemen und dennoch unbeliebten Plätzen der Reservespieler jenseits der Seitenlinie. Nicht zum ersten Mal in der Rückrunde, in der die Formkurve des kleinen Japaners höchstens stagniert, wenn nicht sogar abfällt.

Kagawa gehört nicht mehr unbestritten in die Startelf, bei den Übungseinheiten muss er sich immer wieder von Tuchel lautstark in seinem Tun korrigieren lassen. Als sensibler Techniker lässt ihn das nicht kalt, er benötigt Vertrauen von außen, um auch Vertrauen in seine eigenen großartigen Fähigkeiten zu entwickeln.

Bemerkenswerte Reaktion

Glücksmomente wie jener in der 77. Minute, drei Minuten nach seiner Einwechslung, kommen da äußerst gelegen. Die Vorlage von Marcel Schmelzer rollte genau vor seine Füße, die Vollendung war dann eine leichte Aufgabe. Sein Treffer weckte das Stadion nach dem Doppelschlag der Bremer zum zwischenzeitlichen 1:2, es war der Weckruf für die bemerkenswerte Reaktion der Borussen in der Schlussphase dieser Partie.  

Für seinen Trainer bedeutete dies auch einen Fingerzeig, dass in seinem kleinen Kader ausnahmslos Profis versammelt sind, die er getrost spielen lassen kann. Eine beruhigende Erkenntnis, die zugleich die Zuversicht nährt, dass in den verbleibenden Wochen, der entscheidenden Phase dieser Saison, noch einiges möglich ist für den BVB. Im Zweifel kommt die entscheidende Wende im Spiel von der Bank.

Lesen Sie jetzt