Adrian Ramos sichert dem BVB Last-Minute-Sieg

3:2 gegen Bremen

Schon vor dem Anpfiff stand dank Schalker "Schützenhilfe" Borussia Dortmunds vorzeitige direkte Qualifikation für die Champions League fest. Gegen gut organisierte Bremer tat sich der BVB dann im ausverkauften Signal Iduna Park lange schwer. In einer Partie, die furios endete, kam die Borussia am Ende zu einem spektakulären 3:2 (0:0)-Erfolg.

DORTMUND

, 02.04.2016, 20:34 Uhr / Lesedauer: 3 min

Der 21. Saisonsieg war unterm Strich hoch verdient und schraubte Dortmunds Punkteausbeute auf 67 - sechs Spieltage vor dem Ende der Saison ist das eine beeindruckende Zahl. Dennoch aber lebt die Hoffnung auf eine Schwächephase der Bayern weiter nur auf Sparflamme. Der Rückstand steht seit Wochen konstant bei fünf Punkten, diesen Status Quo musste sich Dortmund nach zwischenzeitlichem 1:2-Rückstand hart erarbeiten.

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Bundesliga, 28. Spieltag: BVB - Werder Bremen 3:2 (0:0)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem SV Werder Bremen.
02.04.2016
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Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: dpa
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Bilder der Partie Dortmund gegen Bremen.© Foto: DeFodi
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Weil der Rest der Liga aber auch den BVB nur noch mit dem Fernglas erkennen kann, darf sich die Borussia nun voll auf die Europa League fokussieren. Und dass die Gedanken bei Thomas Tuchel schon über den Samstags-Gegner Bremen hinausgingen, machte sich in der Aufstellung bemerkbar. Fünf Positionen änderte Dortmunds Trainer, er musste zwar auf den Griechen Sokratis (Magen-Darm-Infekt) verzichten, tat dies freiwillig aber auch bei Mats Hummels, der nach 135 Länderspiel-Minuten in der vergangenen Woche am Samstag gar nicht im Kader stand.

Ginter in der Innenverteidigung

Gegen Bremens Ein-Mann-Sturm Anthony Ujah wollte Tuchel nicht vier Verteidiger aufbieten und tat das, was immer mehr in Mode kommt - auch international: Er ließ mit einer Dreierkette spielen, die nach Ballverlust von den offensiven Außenverteidigern Durm und Schmelzer unterstützt wurde. Dort spielte in zentraler Position nach dem Ausfall von drei etatmäßigen Innenverteidigern zum ersten Mal seit dem 4:3 bei Odds BK in Norwegen mal wieder Matthias Ginter.  

Die #BVB-Spieler feiern den Sieg gegen @werderbremen gemeinsam mit den Fans. #BVBSVWpic.twitter.com/bbraYOVUsy

— Ruhr Nachrichten BVB (@RNBVB)

Obwohl sich Bremen nicht versteckte, lag das Augenmerk der Norddeutschen naturgemäß doch in der Sicherung der eigenen Abwehrzone. Reichlich Laufarbeit war notwendig, um die Lücken permanent klein zu halten. Das gelang bis zur Pause trotz eines klaren Dortmunder Übergewichts mit 65 Prozent Ballbesitz zund 13:1 Torschüssen - Werder-Keeper Wiedwald konnte sich dabei vor allem gegen Aubameyang (22.) und Castro (41.) auszeichnen.

Klasse-Reflex von Wiedwald

Zu selten ging es aber direkt und so zielstrebig in die Spitze wie bei der besten BVB-Gelegenheit der ersten Hälfte, die Durm nach einem Klasse-Pass von Marco Reus in die Schnittstelle der Bremer Abwehrkette hatte. Mit rechts versuchte Durm aus vollem Lauf den Ball an Wiedwald vorbeizuspitzeln, der rettete mit einem Klasse-Reflex (16.).

Als es nach der Pause ähnlich schnell in die vorderste Linie ging, war es mit der Bremer Ordnung vorbei. Reus legte ab auf Mkhitaryan, der perfekt in den Lauf von Aubameyang. Dessen überlegter Heber über Wiedwald hinweg brachte das erlösende 1:0 und war die gerechte Strafe für das harte Einsteigen von Galvez, der Reus beim Pass übel umgrätschte - dafür sah der Bremer zu Recht Gelb (53.). Wiedwald verhinderte dann gegen Durm das schnelle 0:2 (59.).

Castro fälscht unglücklich ab

Etwas nachlässig gestaltete Dortmund dann die nächsten Minuten, ließ in der Abwehrarbeit die letzte Konsequenz vermissen und wurde mit einem ärgerlichen Gegentor bestraft. Galvez drosch nach einer zu kurz abgewehrten Ecke den Ball Richtung Dortmunder Tor, Gonazlo Castro fälschte unglücklich ab - das 1:1 (68.) war äußerst glücklich für den Gast, zählte aber dennoch.

Und es kam noch dicker für den BVB: Bender verschätzte sich gegen Öztunali, seine Grätsche ging ins Leere, der Bremer rappelte sich auf und passte quer auf Junuzovic, der schneller als Piszczek war. Roman Bürki bekam die Hand nicht mehr hinter den Schuss - plötzlich führte der Gast (75.).

Ramos trifft nach 100 Sekunden

Doch so einfach wollte Dortmund seine kleine Meisterschaftschance nicht wegwerfen. Castro spielte einen sensationellen Pass in den Lauf von Schmelzer, dessen Hereingabe nagelte der eingewechselte Kagawa ins Netz - 2:2 (77.). Und ein lange ziemlich durchschnittliches Spiel nahm spät richtig Fahrt auf. Tuchel brache daraufhin Ramos - und Dortmunds Edel-Joker enttäuschte seinen Trainer nicht. Kaum 100 Sekunden im Spiel, köpfte der Kolumbianer das 3:2 (82.). Das Stadion stand Kopf.  

#Watzke über die Meisterschaft und die Personalie @MarioGoetze nach der Partie #bvbsvw. #sportstudiohttps://t.co/Uqr8GDh9iu

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Junuzovic hatte in der Nachspielzeit für die nun verzweifelt anrennenden Bremer den Ausgleich auf dem Fuß, verzog aber knapp (90.+1).

 

 

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