Der BVB macht beim 2:1 im Revierderby sicher nicht sein bestes Saisonspiel. Die Garanten für den Sieg stehen in der Innenverteidigung: Manuel Akanji und Abdou Diallo. Die Einzelkritik.

Gelsenkirchen

, 08.12.2018, 17:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Roman Bürki: Eine knappe halbe Stunde nicht beschäftigt, dann klärte er mit einem Blitz-Reflex gegen Burgstaller (28.). Die Eiger Torwand ist in dieser Saison nur schwer zu bezwingen, höchstens per Strafstoß (61.), der war unhaltbar. Note: 2,5


Lukasz Piszczek: Die frühe Gelbe Karten nach Foul an Harit zwang ihn zu noch mehr Achtsamkeit (14.). Das löste er mit all seiner Routine, die rechte Seite war dicht, egal, wer da anrannte. Note: 3,0


Manuel Akanji: Eine bezeichnende Szene nach 40 Minuten: Mendyl wollte ihn ins Duell zwingen, der Schweizer lief den Ball in aller Ruhe ab, Abstoß Dortmund. 88 Prozent seiner Zweikämpfe gewann er. Ein bockstarker Wert, und beim 23-jährigen Borussen fast Standard. Note: 1,5

Abdou Diallo: Ohne Fehl und Tadel in seinem ersten „Derby de la Ruhr“. Bis zur Pause 83 Prozent gewonnene Zweikämpfe, kein Fehlpass - Schalkes Offensive sah den Dortmunder Strafraum nur mit dem Fernglas. Mit 22 Jahren agiert er wie ein Routinier. Note: 1,5


Achraf Hakimi: Mit seinem Highspeed (33,55 km/h) hielt er sich zurück. Auf seiner linken Seite war lange Zeit wenig los - für einen Verteidiger ja auch kein schlechtes Zeichen. Nach dem Seitenwechsel bekam er mehr Druck und konnte dankbar sein, als er nach einer ungestümen Rempelei gegen Caligiuri nur Gelb sah (63.). Note: 3,5


Thomas Delaney: „Ich finde Derbys geil“, sagte er am Dienstag noch. Den Beweis lieferte er prompt: Freistoßflanke Reus, Delaney zieht ungehindert mit dem Kopf durch - 0:1 (7.). Es entwickelte sich ein Kampfspiel wie gemalt für ihn. Der Däne biss sich rein und überzeugte. Note: 2,0


Axel Witsel: Als ihm der Ball im Strafraum auf den Arm fiel, blieb der Strafstoß-Pfiff zurecht aus (12.). Auch wenn er mehr Zweikämpfe verlor als gewohnt, verkörperte er die Hoheit im Mittelfeld. Wo der Ball auch hinrollt - Witsel ist schon da. Note: 2,5


Jadon Sancho: Wollte ganz, ganz viel von seinem Spielwitz zeigen. Brachte Oczipka (Gelb nach 22 Minuten) zu Beginn immer wieder in Schwierigkeiten. Dann tauchte er lange Zeit ab. Um eiskalt zuzuschlagen, nach Zusammenspiel mit Guerreiro behielt er frei vor Fährmann die Nerven und schob den Ball überlegt ins hintere Eck (74.). Note: 2,5


Marco Reus: Als Kapitän ging er heißblütig voran. In jeder Szene bemüht, das Spiel schnell zu machen, doch die Präzision fehlte - außer beim Freistoß vor Delaneys Treffer (7.). Schiedsrichter Siebert erklärte ihm die Strafstoß-Szene, als er schlicht vor Harit am Ball war und es einen Kontakt gab. Verstanden hat den Pfiff wohl nur der Unparteiische selber (61.). Muss das 3:1 machen (79.). Note: 4,0

Jacob Bruun Larsen: Viel unterwegs auf dem Flügel, seine taktische Disziplin schätzt der Trainer sehr. In Sachen Durchschlagskraft ließ er aber noch viel Luft nach oben. Nach 62 Minuten machte er Platz für Raphael Guerreiro. Note: 4,0


Paco Alcacer: Der beste Joker der Bundesliga-Historie durfte von Beginn an ran. Richtig einbinden konnten ihn seine Mitspieler nicht, immerhin mit einem Distanzschuss näherte er sich dem Schalker Tor (19.). Ansonsten eher schwach. Von der Bank kommend, ist er einfach gefährlicher. Nach 76 Minuten übernahm Mario Götze. Note: 4,5


Raphael Guerreiro: Die spielstärkere Alternative für Bruun Larsen. Rechtfertigte seine Einwechslung mit der Vorlage für Sanchos Tor (74.) und hatte bei seinem Abschluss aus 15 Metern Pfostenpech (86.). Note: 3,0


Mario Götze: Diesmal Joker. Mit guten Szenen. ohne Note


Christian Pulisic: Für den Derbyhelden Sancho für die Schlussminuten eingewechselt. ohne Note

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