Alarmstufe Rot! Dem BVB droht ein kalter Winter

Der Kommentar

Drei Bundesliga-Niederlagen in Serie hat der BVB zuletzt im Herbst 2014 kassiert - die desaströse Bilanz in diesem Jahr offenbart nur einen Sieg in den vergangenen acht Pflichtspielen. Das lässt sich längst nicht mehr schönreden. Dirk Krampe kommentiert.

STUTTGART

, 18.11.2017 / Lesedauer: 3 min
Alarmstufe Rot! Dem BVB droht ein kalter Winter

Wirkt zunehmend ratlos: BVB-Trainer Peter Bosz. © imago

Und es zählt auch nicht, dass es weiterhin zumindest einige Erklärungsansätze gibt, warum viele Spieler ihrer Form hinterherlaufen, warum vor allem das Kollektiv nicht mehr funktioniert und immer wieder haarsträubende Fehler produziert, die selbst von limitierteren Gegnern als Real Madrid oder RB Leipzig auch noch konsequent bestraft werden.

Trainer gerät ins Blickfeld

Wenn eine Mannschaft wie Borussia Dortmund eine so desaströse Bilanz vorweist, gerät automatisch der Trainer ins Blickfeld. Peter Bosz wurde ausschweifend gelobt für die sehr mutige Spielweise, für die er steht. Dortmund hat Gegner vor unlösbare Rätsel gestellt zu Saisonbeginn, doch rückblickend muss man zugeben, dass das Auftaktprogramm für diese taktische "Revolution" maßgeschneidert war.

Als die Gegner stärker wurden, als man belastbares Video-Material hatte über die Dortmunder Spielweise, da wurde ziemlich schnell aufgedeckt, an welchen Stellen dieser Bosz-Fußball Angriffsflächen bietet. Und im Laufe des Negativlaufs wurden diese Angriffsflächen immer zahlreicher.

Vieles liegt im Argen

In Stuttgart stellte Bosz wieder auf 4-3-3 um, nachdem er gegen die Bayern von diesem System abgewichen war. Wieder musste er mit ansehen, wie beim 1:2 ein langer Ball ausreichte, um seine Kette auszuhebeln. Die immer wiederkehrenden gleichen Fehler erübrigen die Diskussion, ob das System an sich nicht mehr funktioniert oder es "nur" individuelle Aussetzer sind, die zu den Gegentoren führen.

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Bundesliga, 12. Spieltag: VfB Stuttgart - BVB 2:1 (1:1)

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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund. © dpa
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Zu viel liegt im Argen als nur das nicht mehr funktionierende System. Da ist noch ein Stürmer, der nicht mehr trifft und sich Disziplinlosigkeiten ausgerechnet in dieser Phase leistet, da sind etliche Spieler, die aufgrund von langwierigen Verletzungen noch keine Konstanz in ihre Form kriegen und vor allem hinten heraus auch nicht die nötige Wettkampfhärte vorweisen.

Kein Antreiber

Auf dem Platz war auch in Stuttgart niemand erkennbar, der diese Mannschaft nach dem 1:2 führen und zur Aufholjagd hätte antreiben können. Weil die meisten Spieler genug mit sich selbst zu tun haben. Und über allen steht ein Trainer, der zunehmend ratlos wirkt und dem es in dieser Phase auch nicht gelingt, spürbare Impulse von der Bank aus zu setzen.

Zusammengefasst: Es herrscht Alarmstufe Rot. Dienstag kommt Tottenham, dann Schalke. Noch immer gilt, dass man viel gewinnen kann in nur zwei Spielen. Aber es gibt auch verdammt viel zu verlieren. Gelingt es dem BVB nicht schnell, das Ruder herumzureißen, droht ein kalter Winter. Auch für den Trainer.

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