Aubameyang beendet die BVB-Minikrise

2:1 in Braunschweig

Zwei geniale Momente reichten Borussia Dortmund zum ersten Bundesliga-Sieg seit dem 30. November: Pierre-Emerick Aubameyang sicherte dem BVB am Freitagabend beim 2:1 (1:0) im eiskalten Braunschweig mit einem Doppelpack drei wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Qualifikation.

BRAUNSCHWEIG

, 31.01.2014 / Lesedauer: 3 min
Aubameyang beendet die BVB-Minikrise

Pierre-Emerick Aubameyang bejubelt seinen Treffer zum 1:0.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

19. Spieltag: Eintracht Braunschweig - BVB 1:2 (0:1)

Borussia Dortmund hat in der Fußball-Bundesliga wieder in die Erfolgsspur gefunden. Die Westfalen kamen zum Auftakt des 19. Spieltages zu einem 2:1 beim Aufsteiger Eintracht Braunschweig und feierten den ersten Sieg nach vier Spielen.
31.01.2014
/
Pierre-Emerick Aubameyang erzielte in Braunschweig seine Saisontreffer zehn und elf.© Foto: DeFodi
Pierre-Emerick Aubameyang (l.) jubelt mit Nuri Sahin über das 2:1.© Foto: DeFodi
Havard Nielsen (hinten) foult Robert Lewandowski.© Foto: DeFodi
BVB-Jubel nach dem Schlusspfiff.© Foto: DeFodi
BVB-Jubel in Braunschweig.© Foto: DeFodi
BVB-Trainer Jürgen Klopp gibt an der Seitenlinie Vollgas.© Foto: DeFodi
Pierre-Emerick Aubameyang (r.) erzielt per Kopf das 1:0.© Foto: DeFodi
Pierre-Emerick Aubameyang (r.) hat gerade das 1:0 erzielt.© Foto: DeFodi
Pierre-Emerick Aubameyang bejubelt seinen Treffer zum 1:0.© Foto: DeFodi
Pierre-Emerick Aubameyang bejubelt seinen Treffer zum 1:0.© Foto: DeFodi
Pierre-Emerick Aubameyang (l.) steht nun an der Spitze der Torjägerliste.© Foto: DeFodi
Mats Hummels gab in Braunschweig nach langer Verletzungspause sein Startelf-Comeback.© Foto: DeFodi
Robert Lewandowski (l.) setzt sich gegen Ermin Bicakcic durch.© Foto: DeFodi
Henrikh Mkhitaryan (l.) behauptet den Ball gegen Havard Nielsen.© Foto: dpa
Havard Nielsen (2.v.l.) foult Marco Reus.© Foto: dpa
Luftduell zwischen Benjamin Kessel (r.) und Marcel Schmelzer.© Foto: dpa
Gute Laune vor dem Anpfiff: Dortmunds Trainer Jürgen Klopp (l.) und Braunschweigs Coach Torsten Lieberknecht.© Foto: dpa

"Wichtig war heute, dass wir endlich mal wieder gewonnen haben. Das war ein schmutziger Sieg", sagte Torhüter Roman Weidenfeller.

Auf diesen Moment hatten die BVB-Fans lange gewartet: Dortmunds Abwehrchef Mats Hummels stand gegen Braunschweig nicht nur im Kader, er rückte nach zweieinhalbmonatiger Verletzungspause auch gleich in die Startelf. Jürgen Klopp erhoffte sich von ihm eine höhere Stabilität und mehr Kultur im Aufbau – doch von beidem war zunächst nur wenig zu sehen.

„Dortmund vernaschen“ hatten sich die Braunschweiger Anhänger vorgenommen, wie ein großes Plakat im gelbblauen Fanblock ankündigte. Und die Spieler von Klopp-Kumpel Torsten Lieberknecht waren gewillt, diese Forderung mit Leben zu füllen.

Bereits tief in der Dortmunder Hälfte setzten sie den BVB unter Druck und isolierten so weite Teile der Dortmunder Mannschaft vom Spiel. Hummels, aber auch Nuri Sahin oder Henrikh Mkhitaryan geizten mit Ideen, griffen stattdessen häufig zum langen Ball, der in der Regel postwendend zurückkam.Denn der Tabellenletzte konzentrierte sich keineswegs nur darauf, das eigene Tor zu verrammeln. Die Braunschweiger spielten fröhlich mit und zeigten in den ersten 26 Minuten schönere Ansätze als der BVB. Es war daher wahrlich kein Zufall, dass die Torschussstatistik zu diesem Zeitpunkt eine 4:1-Führung für die Gastgeber auswies. Nur bei den Toren, da stand es eben noch 0:0.

Und wie so häufig sollte sich das für die tapfer aufspielenden Außenseiter rächen. Bei Sahins glänzendem Freistoß konnten sie sich zwar noch bei ihrem Schlussmann Daniel Davari bedanken, der den Ball aus dem Winkel fischte (28.). Gegen Robert Lewandowskis Lupfer war dann jedoch auch der Eintracht-Keeper machtlos. Pierre-Emerick Aubameyang, bis dahin völlig von der Rolle, brauchte bei seinem zehnten Saisontor nur noch den Kopf hinzuhalten (31.).

Das Tor tat dem BVB offensichtlich gut. Denn die Kräfteverhältnisse verschoben sich anschließend erstmals zugunsten des Tabellendritten, auch wenn die Braunschweiger weiterhin mit spielerischen Mitteln dagegenhielten. Dennoch hätte Marco Reus das Spiel wohl entschieden, wenn Davari seinen Schuss nicht noch vom Tor weggelenkt hätte (48.).

Doch so schenkte der BVB wieder einmal eine Führung her – die 14. schon in den vergangenen 40 Spielen. Und erneut brachte zum wiederholten Male in dieser Saison eine Standardsituation das Übel: Nach einer Ecke von Jan Hochscheidt passte Reus nicht auf, Lewandowski schritt nicht energisch genug ein, Benjamin Kessel bedankte sich - 1:1 (54.). „Europapokal“ schallte es plötzlich aus dem Eintracht-Block.Die Freude währte jedoch nur kurz, dann wies Aubameyang ein zweites Mal seine Anwesenheit nach. Nach einem feinen Solo von Reus traf er trocken ins rechte Eck, der Favorit lag in einer immer intensiver werdenden Partie wieder vorne (65.).

Naturgemäß wurden die Räume für den BVB nun größer, allein Reus scheiterte in der Schlussphase mehrfach am starken Davari. Da es jedoch abermals an der Kaltschnäuzigkeit mangelte, mussten die Dortmunder bis zum Abpfiff zittern. Doch Ermin Bicakcic köpfte nur an den Pfosten (90.), dann war Schluss – und drei wichtige Punkte für den BVB eingetütet.

TEAMS UND TORE
Eintracht Braunschweig: Davari - Kessel, Bicakcic, Dogan, Reichel - Elabdellaoui (73. Kumbela), Theuerkauf, Boland (78. Pfitzner), Hochscheidt - Ademi (67. Bellarabi), Nielsen
Borussia Dortmund: Weidenfeller - Großkreutz (84. Piszczek), Sokratis, Hummels, Schmelzer - Bender (90. Kehl), Sahin - Aubameyang, Mkhitaryan (90.+3 Ducksch), Reus - Lewandowski
Tore: 0:1 Aubameyang (31.), 1:1 Kessel (54.), 1:2 Aubameyang (65.)
Schiedsrichter: Fritz (Korb)
Zuschauer: 23.325 (ausverkauft)
Gelbe Karte: - /  Mkhitaryan (4)

Lesen Sie jetzt