Auf den BVB wartet ein Mammutprogramm

94 Tage, 23 Pflichtspiele

Für die, die nicht ohnehin durch Abstellungen an die Nationalmannschaften im Dauer-Einsatz bleiben, bietet die anstehende Bundesliga-Pause eine letzte Möglichkeit zum Durchschnaufen. Mit dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am Samstag kommender Woche aber beginnt der Stress. Borussia Dortmund wird bis Weihnachten im Schnitt alle vier Tage ein Pflichtspiel bestreiten. Ein Mammutprogramm.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 04.09.2012, 10:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mario Götze (r.) soll nach der Länderspielpause richtig angreifen.

Mario Götze (r.) soll nach der Länderspielpause richtig angreifen.

Dennoch bestreitet Dortmund im Oktober sechs Pflichtspiele in 31 Tagen, vor allem der November mit sieben Spielen binnen 30 Tagen sowie einer Vorentscheidung im Kampf ums Überwintern in der Champions League wird es dann in sich haben. Sollte sich Borussia Dortmund für das Achtelfinale im DFB-Pokal qualifizieren, beschließt die Partie am 18. oder 19. Dezember eine Strecke von weiteren fünf Spielen im Dezember. Sieben Wochen Saisonvorbereitung haben den Trainerstab in die Lage versetzt, den Kader genau auf diese Belastungs-Spitzen vorzubereiten – das gilt aber nicht im Fall Mario Götze. Dortmunds Super-Talent musste im Dezember 2011 mit einem Muskelfaserriss die Hinrunde vorzeitig beenden und fiel später wegen einer Schambein-Entzübdung beinahe die komplette Rückrunde aus. Als die Muskeln im Dezember streikten, hatte er schon 22 Pflichtspiele für den BVB in den Beinen. Dazu kamen vier Länderspiel-Einsätze.

Gerade Götze wurde vom BVB daher nach einer persönlich unbefriedigenden Rückrunde und Problemen in der Vorbereitung besonders behutsam aufgebaut. „Nach der Pause“, sagt Klopp, „wird Mario endlich so weit sein.“ Bislang setzte Klopp seinen Rohdiamanten in den drei Pflichtspielen nur sehr dosiert ein, ab Leverkusen wird sich Götze dem verschärften Konkurrenz-Kampf stellen.

Weil dann die derzeit noch verletzten Sven Bender, Oliver Kirch und Patrick Owomoyela wieder zurück erwartet werden, kann Klopp aus dem Vollen schöpfen – und bei Bedarf rotieren lassen. In der vergangenen Saison setzte Klopp in der Bundesliga 22 Spieler ein, Robert Lewandowski stand in allen 34 Partien auf dem Platz, sechs Spieler insgesamt bestritten mehr als 30 Liga-Spiele, sechs weitere mehr als 25. Es war ein enger Kreis, dem der Dortmunder Trainer sein volles Vertrauen schenkte. Um sich breiter aufzustellen für die hohen Belastungen in der Hinrunde, hat Dortmund seinen Kader qualitativ deutlich verstärkt. Dennoch gibt es nach wie vor einige kleinere Schwachstellen. Dazu zählt sicher die Torhüterposition, falls Roman Weidenfeller mal längerfristig ausfallen sollte, vor allem aber die beiden Außenpositionen der Viererkette, wo Lukasz Piszczek und Marcel Schmelzer nicht annähernd gleichwertig ersetzt werden können.

Ein Dortmunder Interesse am Ex-Bremer Sebastian Boenisch, der vertragslos ist und beide Außenbahnen spielen kann, geisterte gestern prompt durch polnische Medien – das entpuppte sich allerdings schnell als blanke Spekulation.

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