Aufsteiger Hertha entzaubert BVB

Rückschlag zur Unzeit

Brechstange statt Zauberstab: Auch ein entschlossener, aber wenig berauschender Schlussspurt konnte nicht verhindern, dass der Meister aus Dortmund beim 1:2 (0:0) gegen Hertha BSC die Generalprobe für das Duell mit dem FC Arsenal verpatzte.

DORTMUND

von Von Heinz Büse (dpa)

, 11.09.2011, 10:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jürgen Klopp: "Es gehört zur Entwicklung einer Mannschaft dazu, wenn sie mal eine Talsohle spürt."

Jürgen Klopp: "Es gehört zur Entwicklung einer Mannschaft dazu, wenn sie mal eine Talsohle spürt."

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Fußball-Bundesliga: BVB - Hertha BSC

Nach 384 Tagen hat Borussia Dortmund wieder ein Bundesliga-Heimspiel verloren. Gegen Hertha BSC Berlin verlor der BVB mit 1:2 (0:0).
10.09.2011
/
Enttäuschte Borussen: Robert Lewandowski (l.) und Ivan Perisic.© Foto: dpa
Mats Hummels (2.v.r.) kommt vor Andre Mijatovic (r.) an an den Ball.© Foto: dpa
Marcel Schmelzer (l.) verliert den Zweikampf gegen Patrick Ebert.© Foto: dpa
Roman Hubnik (unten) trennt Sven Bender vom Ball.© Foto: dpa
Jürgen Klopp (l.) diskutiert mit Antonio da Silva.© Foto: dpa
Peter Niemeyer (r.) trifft zum vorentscheidenden 0:2.© Foto: dpa
Daumen hoch: Hertha-Trainer Markus Babbel.© Foto: dpa
Enttäuscht: BVB-Trainer Jürgen Klopp.© Foto: DeFodi
Berlins Ramos (l.) beschäftigte auch Mats Hummels mehr, als dem lieb sein konnte.© Foto: DeFodi
Hartes Duell zwischen Ilkay Gündogan (hinten) und Patrick Ebert.© Foto: DeFodi
Shinji Kagawa (l.) verliert das Kopfballduell gegen Peter Niemeyer.© Foto: DeFodi
Berliner Jubel in Dortmund: Raffael (l.) und Adrian Ramos.© Foto: DeFodi
Peter Niemeyer (r.) kämpft mit Robert Lewandowski um die Lufthoheit.© Foto: dpa
Raffael jubelt über seinen Treffer zum 0:1.© Foto: dpa
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Dennoch mehren sich die Zeichen, dass den einstigen Höhenfliegern eine schwere Saison bevorsteht. Wie schon in den vergangenen drei Partien war vom dominanten Powerfußball aus dem Meisterjahr wenig zu sehen. Tore von Raffael (50.) und Peter Niemeyer (81.) warfen den BVB im Kampf um eine erfolgreiche Titelverteidigung vorerst weit zurück. Nach nur fünf Bundesliga-Spieltagen ist Tabellenführer FC Bayern bereits um fünf Punkte enteilt. Aus Sorge vor einem weiteren Negativerlebnis gegen den FC Arsenal warnte Torhüter Roman Weidenfeller davor, die Schlappe gegen Berlin überzubewerten: "Wir sollten Ruhe bewahren und weiterhin auf unsere Tugenden bauen."Hohe Fehlpassquote im Mittelfeld Immerhin kann der BVB bei seinem ersten Champions-League-Auftritt seit acht Jahren wieder auf die Geniestreiche von Mario Götze hoffen. Ohne den in der Bundesliga für zwei Partien gesperrten Jungstar versank das Angriffsspiel im Mittelmaß. Zudem sorgte die hohe Fehlpassquote im Mittelfeld, wo der als Sahin-Ersatz verpflichtete und in der Halbzeit ausgewechselte Ilkay Gündogan enttäuschte, für die erste Heimpleite seit August 2010. "Wir haben in diesem Stadion viele schöne Momente erlebt, heute mal einen weniger schönen. Es gehört zur Entwicklung einer Mannschaft dazu, wenn sie mal eine Talsohle spürt", kommentierte Trainer Jürgen Klopp.Aus Verzweiflung und Hilflosigkeit berannten die noch vor Monaten für ihre Spielkunst gerühmten Dortmunder in der Schlussphase der Partie gegen Berlin planlos das gegnerische Tor, kamen aber lediglich zum Anschlusstreffer durch Robert Lewandowski (88.). Watzke hofft, dass die Mannschaft beim Start in die europäische Königsklasse wieder an alte Tugenden anknüpft: "Das ist ein neues Spiel. Bis dahin bleibt uns Zeit, wieder mehr Leidenschaft und Aggressivität zu wecken." Watzke warb am Sonntag in der TV-Sendung „Doppelpass“ (Sport1) auch um eine gelassene Sicht der Dinge: „Wichtig ist, dass der Verein in Gänze cool bleibt.“Taktisch reife Leistung Anders als die Dortmunder hatten die Berliner wenig Grund zur Klage. Mit einer taktisch reifen Vorstellung in der Defensive und ansehnlichem Konterfußball kauften sie dem Favoriten den Schneid ab. Dennoch hielt sich Trainer Markus Babbel mit überschwänglichen Kommentaren zurück: "Ich werde jetzt einen Teufel tun und die Sache euphorischer sehen, als sie in Wirklichkeit war. Aber wir haben fast all unsere Vorsätze umgesetzt und ein richtig gutes Spiel gemacht." Mit nunmehr acht Punkten rangiert der Aufsteiger sogar noch einen Zähler vor dem Meister aus Dortmund. Das verleitete Manndecker Andre Mijatovic - anders als seinen Trainer - zu einem etwas forscheren Kommentar über den Coup: "Wir sind nun richtig in der Bundesliga angekommen. Jeder weiß nun, mit uns ist zu rechnen."

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Nach 384 Tagen hat Borussia Dortmund wieder ein Bundesliga-Heimspiel verloren. Gegen Hertha BSC Berlin verlor der BVB mit 1:2 (0:0).
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Enttäuschte Borussen: Robert Lewandowski (l.) und Ivan Perisic.© Foto: dpa
Mats Hummels (2.v.r.) kommt vor Andre Mijatovic (r.) an an den Ball.© Foto: dpa
Marcel Schmelzer (l.) verliert den Zweikampf gegen Patrick Ebert.© Foto: dpa
Roman Hubnik (unten) trennt Sven Bender vom Ball.© Foto: dpa
Jürgen Klopp (l.) diskutiert mit Antonio da Silva.© Foto: dpa
Peter Niemeyer (r.) trifft zum vorentscheidenden 0:2.© Foto: dpa
Daumen hoch: Hertha-Trainer Markus Babbel.© Foto: dpa
Enttäuscht: BVB-Trainer Jürgen Klopp.© Foto: DeFodi
Berlins Ramos (l.) beschäftigte auch Mats Hummels mehr, als dem lieb sein konnte.© Foto: DeFodi
Hartes Duell zwischen Ilkay Gündogan (hinten) und Patrick Ebert.© Foto: DeFodi
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Berliner Jubel in Dortmund: Raffael (l.) und Adrian Ramos.© Foto: DeFodi
Peter Niemeyer (r.) kämpft mit Robert Lewandowski um die Lufthoheit.© Foto: dpa
Raffael jubelt über seinen Treffer zum 0:1.© Foto: dpa
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Dennoch mehren sich die Zeichen, dass den einstigen Höhenfliegern eine schwere Saison bevorsteht. Wie schon in den vergangenen drei Partien war vom dominanten Powerfußball aus dem Meisterjahr wenig zu sehen. Tore von Raffael (50.) und Peter Niemeyer (81.) warfen den BVB im Kampf um eine erfolgreiche Titelverteidigung vorerst weit zurück. Nach nur fünf Bundesliga-Spieltagen ist Tabellenführer FC Bayern bereits um fünf Punkte enteilt. Aus Sorge vor einem weiteren Negativerlebnis gegen den FC Arsenal warnte Torhüter Roman Weidenfeller davor, die Schlappe gegen Berlin überzubewerten: "Wir sollten Ruhe bewahren und weiterhin auf unsere Tugenden bauen."Hohe Fehlpassquote im Mittelfeld Immerhin kann der BVB bei seinem ersten Champions-League-Auftritt seit acht Jahren wieder auf die Geniestreiche von Mario Götze hoffen. Ohne den in der Bundesliga für zwei Partien gesperrten Jungstar versank das Angriffsspiel im Mittelmaß. Zudem sorgte die hohe Fehlpassquote im Mittelfeld, wo der als Sahin-Ersatz verpflichtete und in der Halbzeit ausgewechselte Ilkay Gündogan enttäuschte, für die erste Heimpleite seit August 2010. "Wir haben in diesem Stadion viele schöne Momente erlebt, heute mal einen weniger schönen. Es gehört zur Entwicklung einer Mannschaft dazu, wenn sie mal eine Talsohle spürt", kommentierte Trainer Jürgen Klopp.Aus Verzweiflung und Hilflosigkeit berannten die noch vor Monaten für ihre Spielkunst gerühmten Dortmunder in der Schlussphase der Partie gegen Berlin planlos das gegnerische Tor, kamen aber lediglich zum Anschlusstreffer durch Robert Lewandowski (88.). Watzke hofft, dass die Mannschaft beim Start in die europäische Königsklasse wieder an alte Tugenden anknüpft: "Das ist ein neues Spiel. Bis dahin bleibt uns Zeit, wieder mehr Leidenschaft und Aggressivität zu wecken." Watzke warb am Sonntag in der TV-Sendung „Doppelpass“ (Sport1) auch um eine gelassene Sicht der Dinge: „Wichtig ist, dass der Verein in Gänze cool bleibt.“Taktisch reife Leistung Anders als die Dortmunder hatten die Berliner wenig Grund zur Klage. Mit einer taktisch reifen Vorstellung in der Defensive und ansehnlichem Konterfußball kauften sie dem Favoriten den Schneid ab. Dennoch hielt sich Trainer Markus Babbel mit überschwänglichen Kommentaren zurück: "Ich werde jetzt einen Teufel tun und die Sache euphorischer sehen, als sie in Wirklichkeit war. Aber wir haben fast all unsere Vorsätze umgesetzt und ein richtig gutes Spiel gemacht." Mit nunmehr acht Punkten rangiert der Aufsteiger sogar noch einen Zähler vor dem Meister aus Dortmund. Das verleitete Manndecker Andre Mijatovic - anders als seinen Trainer - zu einem etwas forscheren Kommentar über den Coup: "Wir sind nun richtig in der Bundesliga angekommen. Jeder weiß nun, mit uns ist zu rechnen."

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