Ausbruch mit Folgen

Klopp drohen Sanktionen

DORTMUND Als sich die Gemüter nach der hoch dramatischen Schlussphase im Kölner RheinEnergie Stadion wieder beruhigt hatten, war’s Jürgen Klopp sogar ein wenig peinlich. „Hoffentlich“, meinte Borussia Dortmunds Trainer mit ein wenig Abstand und nach Anblick der TV-Bilder, „wird das nicht allzu oft im Fernsehen gezeigt.“

von Von Dirk Krampe

, 18.01.2010, 18:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
BVB-Trainer Jürgen Klopp.

BVB-Trainer Jürgen Klopp.

Die Szene, die zum Kölner Ausgleich führte, sorgte nicht nur beim FC-Anhang für erhöhte Explosionsgefahr. Vergeblich reklamierte die Dortmunder Bank das grenzwertige Einsteigen des Kölner Torschützen Youssef Mohamad, der mit gestrecktem Bein voran in den Ball, aber auch auf Torhüter Marc Ziegler zurutschte. Klopps wütenden Protest beim vierten Offiziellen Stefan Trautmann strafte Schiedsrichter Florian Meyer ab, kurze Zeit später musste auch noch Co-Trainer Zeljko Buvac auf die Tribüne. Unabhängig von einer Wertung der Szenen sieht BVB-Sportdirektor Michael Zorc eine „befremdliche Entwicklung“ und fragt: „Fußball ist ein Sport mit Emotionen. Sollen etwa nur noch regungslose Figuren auf der Bank sitzen?“

Die Freude über ein 3:2, das der BVB spielerisch wenig glanzvoll, aber mit großem Herz erkämpfte, war dennoch riesig. Nur die Verletzung von Torhüter Roman Weidenfeller war ein Wermutstropfen im Dortmunder Triumph. Bis zu vier Wochen wird er mit der tiefen Fleischwunde am Knie ausfallen. Montag beorderte der BVB daher Torwart Marcel Höttecke aus der BVB-Zweiten vom Trainingslager in Spanien zurück nach Dortmund. Er wird für die Dauer von Weidenfellers Fehlen auf der Bank sitzen.  

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