Ausfall von Massih Wassey schmerzt den BVB II

Kreativer Kopf

Es war ein ziemlicher Schock, als Massih Wassey bereits nach einer Viertelstunde signalisierte, dass es wegen seiner Adduktorenprobleme nicht mehr weiter gehen würde. Es mag zu einem Großteil an seinem Ausfall gelegen haben, dass sich der BVB II trotz eines guten Spiels und teilweise deutlicher Dominanz beim 1:1 gegen Rot-Weiss Essen so wenig Chancen erspielte.

von Udo Stark

DORTMUND

, 10.04.2017, 22:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wichtiger Faktor im Spiel des BVB II: Massih Wassey.

Wichtiger Faktor im Spiel des BVB II: Massih Wassey.

Der im Sommer vom Liga-Konkurrenten SC Wiedenbrück gekommene Offensivspieler ist nicht nur kreativer Kopf im Team von Daniel Farke, sondern der beste Vorbereiter und Top-Scorer der Mannschaft. Nicht weniger als 14 Mal legte der 28-Jährige seinen Kollegen einen Treffer auf, dazu netzte er noch sechsmal selbst ein. Klar, dass es nicht ohne Folgen bleiben kann, wenn ein Spieler seiner Qualität wegbricht.

Die Beschwerden hatte er schon vorher verspürt. „Daher hatten wir ernsthaft überlegt, ob es überhaupt Sinn macht, gegen RWE aufzulaufen“, berichtet Wassey, „aber es war ein wichtiges Spiel gegen einen guten Gegner, da will man natürlich dabei sein.“ Doch schnell habe er gemerkt, dass der Versuch scheitern würde: „Bei jeder Flanke und bei jedem Schuss ist es schlimmer geworden.“

Einsatz am Donnerstag?

Vielleicht hatte er gerade noch rechtzeitig die Reißleine gezogen, um im nächsten Spiel am Donnerstag (19.30 Uhr) in Rödinghausen wieder mitwirken zu können. „Dafür werde ich alles tun“, verspricht er. Auch am freien Montag ließ er sich im Trainingszentrum behandeln, aber er weiß: „Es wird auf jeden Fall eng.“

Hoch waren die Erwartungen, als Massih Wassey Ende Juni seinen Job beim BVB angetreten hatte – er hat sie vollauf erfüllt. Neben seinen vorzüglichen Standards und seinem ausgeprägten Spielverständnis ist er gerade auch durch seine Flexibilität für die Mannschaft so wertvoll.

"Vieles liegt am Trainer"

„Vieles liegt auch am Trainer. Er lässt mir alle Freiheiten, das ist für mich optimal, denn so kann ich mich am besten ins Team einbringen“, reicht er die Komplimente gleich an Daniel Farke weiter, von dessen Arbeit, seiner fachlichen Kompetenz und seinem Umgang mit den Spielern er geradezu begeistert ist.

Überhaupt fühlt sich der gebürtige Münsteraner am Ende seiner ersten Saison in Dortmund pudelwohl. „Alles ist so ähnlich eingetroffen, wie ich es mir erhofft und erwartet hatte“, sagt Massih Wassey im Rückblick, „wir haben eine klasse Mannschaft, spielen eine gute Runde, sind immer noch oben mit dabei. Dazu herrschen hier absolut professionelle Bedingungen, für die Spieler wird alles getan. In diesem Umfeld macht es mir unfassbar viel Spaß.“

Vertrag bis 2018 

Bis 2018, plus ein Jahr Option, läuft noch sein Vertrag. Seine Ziele für diese Spielzeit hat er klar formuliert: „Ich freue mich auf die letzten sieben Partien und möchte dabei helfen, das Maximum herauszuholen.“ Ob es im besten Fall dazu reichen könnte, den Titelkampf noch einmal richtig spannend zu machen? Massih Wassey antwortet vielsagend: „Wenn wir es schaffen, unser Spiel durchzudrücken, und es uns zudem noch gelingt, aufmerksam zu verteidigen, sind wir die beste Mannschaft der Liga.“

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