Individuelle Aussetzer kosten den BVB nach starker erster Hälfte bei Werder Bremen den Sieg und die letzte Titelchance. Die Gegentore beim 2:2 verschulden Bürki und Akanji. Die Einzelkritik.

Bremen

, 04.05.2019, 20:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Roman Bürki: Bei einem Schuss von Rashica durfte er fliegen (35.), wachsam sein musste er von Beginn an. Werders Anschlusstreffer ging klar auf seine Kappe, als er Möhwalds Schuss durch die Hände und Beine patschen ließ (70.). Immerhin bei Rashicas Konter zur Stelle (87.). Note: 5,0

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Manuel Akanji: Aushilfs-Rechtsverteidiger und als Intermims-Kapitän. Mit der ungewohnten Position kam er nicht zurecht. Machte Werder Druck über seine Seite, was die Gastgeber bevorzugt versuchten, wurde es mehrmals brenzlig. Der dicke Patzer vor dem 2:2 passte zu seinem fehlerhaften Spiel. Note: 5,0


Julian Weigl: Gegen Bremens Zwei-Mann-Sturm auf der Suche nach Nähe und Distanz zum Gegenspieler. Das löste er mit Übersicht, auch als die Platzherren ihm mit Pizarro eine besonders komplizierte Aufgabe vor die Füße stellten, siehe 75. Minute! Note: 3,5

Abdou Diallo: Der Franzose feierte an seinem 23. Geburtstag die Rückkehr in die Innenverteidigung. Bremens Rakete Rashica machte ihm Mühe, mehrere Passfehler kamen hinzu. Kurz vor der Pause mit der Chance zum Tor, als er freistehend kurz vor der Linie den Ball nicht trifft. (43.). Innen verteidigt er besser als links. Note: 3,5


Raphael Guerreiro: Auch von hinten links kann man ein Spiel prägen: Bis zur Pause mit 60 Ballbesitzphasen der aktivste Akteur auf dem Rasen. Seinen Vorwärtsdrang musste er bremsen, dafür hinten aufmerksamer sein. Er machte ein gutes Spiel, dürfte häufiger als Verteidiger eingesetzt werden. Note: 2,5

Axel Witsel: Der Belgier spielte eine sehr ordentliche erste Hälfte. Er bestimmte das Tempo und die Spielrichtung, gefiel mit Zweikampfstärke und Ballsicherheit. Das änderte sich in der zweiten Spielhälfte, zum Leidwesen aller Schwarzgelben. Note: 3,0


Thomas Delaney: Eine offizielle Verabschiedung gab es nicht, es ist schließlich fast ein Jahr her, dass er für Werder kickte. Der Däne lieferte sich packende Duelle mit Bremens Spielmacher Max Kruse. Meist gewann Delaney. Setzte sich sogar offensiv in Szene, seinen Schuss mit links (!) parierte Pavlenka (55.). Note: 3,5


Christian Pulisic: Sololäufe traut er sich immer, den in Bremen krönte er in der 6. Spielminute nach eniem Alleingang gegen vier Gegenspieler mit einem erfolgreichen Abschluss. Tatendurstig (17 Zweikämpfe bis zum Seitenwechsel!) und immer beteiligt, wenn es vorne heiß wurde. Ob per Kopf (20.) oder mit dem Fuß (41.). Legte auch Diallos Großchance auf (43.) und tauchte nach der Pause gleich wieder gefährlich vor Pavlenka auf (54.). Bei der Chance zum 3:2 zielte er knapp vorbei (86.). Note: 2,0

Mario Götze: Borussias torgefährlichster Spieler der Rückrunde? Mario Götze! In Bremen ohne Fortune im Abschluss, seinen Drehschuss lenkte Keeper Pavlenka um den Pfosten (14.), dann rettete Langkamp im Strafraum (30.). Den Konter vor dem 2:0 leitete er ein. Später war er kaum noch zu sehen. Note: 4,0


Jadon Sancho: Auch in den fremden Stadien halten die Zuschauer den Atem an, wenn der 19-jährige Engländer mit Ball am Fuß Tempo aufnimmt. Diesmal blieb er ohne Torbeteililgung, ihm fehlte in Strafraumnähe diesmal die Präzision. Note: 4,5


Paco Alcacer: Eine Freistoß-Situation wie im Training, mit demselben Erfolg: 20 Meter vor dem Tor, Alcacer schnürt den Ball über die Mauer hinweg ins Tor (41.). Immer wieder zum Schmunzeln, wie der Spanier trotz geringer Spielanteile seine Beiträge leistet. 18 Saisontore stehen jetzt schon auf dem Zettel. Nächster Beweis: Den Kopfball nach Sanchos Freistoß-Flanke, den Pavlenka entschärfte (65.). Note: 3,0

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