Autohersteller Opel wird Ärmelsponsor des BVB

Millionen-Deal bis 2022

Neuer Millionen-Deal für Borussia Dortmund: Opel wird mit Beginn der neuen Spielzeit Ärmelsponsor des BVB - das haben beide Parteien auf einer Pressekonferenz bestätigt. "BVB und Opel - das ist eine Zusammenarbeit, die sehr, sehr gut läuft", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Zudem wird der Vertrag mit dem Autohersteller bis 2022 ausgeweitet.

DORTMUND

, 03.08.2017, 14:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zudem besteht die Option auf eine weitere Verlängerung um zwei Jahre. Das Gesamtvolumen der Kooperation beläuft sich nach Informationen dieser Redaktion auf bis zu 50 Millionen Euro. "Wir werden das jetzt auch stärker visualisieren, da Opel den Ärmel unseres Trikots bekommt. Opel wird in die Top vier der Sponsoren aufgenommen. Daran erkennt man, wie wertvoll diese Zusammenarbeit", sagte Watzke. Dortmunds Marketing-Chef Carsten Cramer erklärte: "Wir werden eine extrem kreative Partnerschaft erleben. Ich glaube, dass uns diese Kooperation gut tut."

Klubs dürfen sich selbst vermarkten

Hintergrund: Mit Beginn der Saison 2017/18 dürfen die 36 Klubs der ersten und zweiten Bundesliga den Sponsor auf dem Trikotärmel selbst vermarkten. Bislang wurde dies von Deutsche Fußball Liga (DFL) übernommen - das Logistikunternehmen Hermes war seit 2013 mit im Boot und zahlte pro Jahr rund acht Millionen Euro. Pro Verein enstprach das aber lediglich einem Betrag von etwas mehr als 200.000 Euro.

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Die Eigenvermarktung ermöglicht den Klubs nun eine höchst attrative Einnahmequelle. Zum Vergleich: Der Online-Supermarkt "AllyouneedFresh" zahlt dem FC Schalke 04 für die 8x12 Zentimeter große Werbefläche fünf Millionen Euro pro Jahr. Schalkes Vertrag ist innovativ, da in das Sponsoren-Logo ein Chip mit Bezahlfunktion integriert sein wird.

"Champions Partner" seit 2012

Opel ist bereits seit 2012 "Champions Partner" des BVB. Der damals kriselnde Konzern stieg bei den Schwarzgelben ein, als der als amtierender Meister längst eine glänzende Adresse für Sponsoren geworden war. Geschätzte drei Millionen Euro zahlte der Autobauer bislang jährlich und stellt seither auch den Fuhrpark für die Borussia. "Es wird durch die Intensivierung sicherlich nicht weniger werden", sagte Watzke. Eine weitere Kapitalerhöhung - womöglich mit Opel als Partner - sei derzeit aber nicht angedacht.

Ex-Trainer Jürgen Klopp fungiert bis heute als Markenbotschafter. Das Engagement bei Borussia Dortmund verhalf dem Autokonzern zu einem sprunghaften Anstieg seiner Sympathiewerte.

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