Axel Witsel: BVB-Abwehrchef für einen Tag - oder länger?

Borussia Dortmund

Axel Witsel überzeugt beim BVB-Sieg in Brügge auf ungewohnter Position - neben Manuel Akanji in der Innenverteidigung. Es gibt Lob von allen Seiten.

Dortmund

, 05.11.2020, 20:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Überzeugende Leistung in der BVB-Innenverteidigung: Axel Witsel (M.).

Überzeugende Leistung in der BVB-Innenverteidigung: Axel Witsel (M.). © dpa

Das erste Lob kam vom engsten Verbündeten an diesem Abend. Manuel Akanji sprach über Axel Witsel, der beim 3:0-Sieg des BVB beim FC Brügge etwas überraschend an der Seite des Schweizers auf der Innenverteidiger-Position in der Dortmunder Viererkette aufgelaufen war.

Akanji über Witsel: „Hat einen sehr guten Job gemacht“

Allein das Ergebnis verriet schon, dass der Belgier als Vertreter des verletzten Mats Hummels im BVB-Abwehrzentrum nicht besonders viel falsch gemacht haben konnte, und entsprechend positiv fiel auch Akanjis Urteil über den neuen Nebenmann aus, der sich eigentlich im zentralen Mittelfeld zuhause fühlt. „Axel hat einen sehr guten Job gemacht“, sagte der derzeit letzte verbliebene gelernte und gesunde Innenverteidiger der Schwarzgelben.

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Witsel habe viele Zweikämpfe gewonnen und ein gutes Stellungsspiel an den Tag gelegt, meinte Akanji. „Ich musste ihm auf dem Platz eigentlich gar nicht helfen.“ Und weiter: „Es ist gut zu wissen, dass wir noch einen Spieler haben, der in der Innenverteidigung spielen kann.“

Favres Intuition: BVB-Viererkette mit Axel Witsel

Die Daten unterstrichen Akanjis Einschätzung. Witsel gewann am Mittwochabend 75 Prozent seiner Zweikämpfe, leistete sich nur ein Foul, sammelte 81 Ballkontakte und brachte, das war freilich keine besonders große Überraschung, im eigenen Ballbesitz 92 Prozent seiner Pässe erfolgreich zum Mitspieler.

Lucien Favres Plan mit Witsel in der Innenverteidigung jedenfalls, darin waren sich nach der Partie alle Protagonisten in Schwarz und Gelb einig, war wunderbar aufgegangen. Es sei Intuition gewesen, sagte der BVB-Trainer, trotz der angespannten Personallage in der Abwehr an der Viererkette festzuhalten und Witsel dort aufzustellen. „Es war die beste Lösung, so zu spielen. Axel hat sehr clever gespielt, obwohl er die Position des Innenverteidigers eigentlich nicht kennt. Ich bin sehr zufrieden mit ihm.“ Das sah Sebastian Kehl, der Leiter der Dortmunder Lizenzspielerabteilung, ganz ähnlich - und lobte Akanji gleich mit: „Unsere beiden Innenverteidiger haben ein hervorragendes Spiel gemacht.“

Hoffnung auf Hummels-Rückkehr bis Samstag lebt

Auf den angeschlagenen Hummels würde Kehl am Samstag im Topspiel gegen Bayern München, über das auch die Kollegen von Ruhr24.de berichten, trotz der erfreulichen Eindrücke aus Belgien freilich nur sehr ungerne verzichten. „Wir hoffen mal, das Mats‘ Heilfleisch so gut ist, dass es für Samstag reicht.“ In diesem Fall bliebe Witsel dann zunächst einmal ein Abwehrchef für einen Tag.

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