Axel Witsel wird zur schnellen Hilfe für den BVB, er sorgt für klare Verhältnisse auf dem Platz. In 45 Minuten gegen Fürth zeigt er, dass er das fehlende Puzzle-Stück in Dortmund sein kann.

Fürth

, 21.08.2018, 15:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nur einmal verlor Axel Witsel (29) die Orientierung. „Le bus?“ wollte er nach dem Duschen im Kabinengang in Fürth wissen, wo denn der Bus sei? Da konnte ihm schnell geholfen werden. So wie er überragend schnell zur Hilfe für den BVB wird.

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Als Einwechselspieler feierte er nicht nur wegen seines Tores ein bemerkenswertes Pflichtspiel-Debüt. Er imponierte umgehend mit seiner Präsenz und Sachlichkeit, seine Kollegen sahen im Lockenkopf sogleich den Kopf der Mannschaft.

Kapitän Marco Reus schilderte das aus Spielersicht so: „Da spürst du auf dem Platz, da bringt einer Charakter ins Spiel. Nicht nur mit seiner Größe, auch in der Art, wie er die Mitspieler sucht. Das war schon sehr gut. So einen haben wir echt gebraucht.“

Witsel ist klar in den Aktionen, strukturiert und clever

Witsel als Wegweiser. Klar in den Aktionen, strukturiert, clever. So wird der Mittelfeldmann ein neuer Anführer. Trainer Lucien Favre urteilte ähnlich wie Reus und betonte, Witsel habe der Mannschaft „viel gebracht. Er spielt einfach und ruhig, kann die Bälle im richtigen Moment halten.“ Und er könne sogar Tore schießen. Da grinste der Schweizer.

Axel Witsel ist schon bei seinem Pflichtspieldebüt der Kopf der Mannschaft

76 von 80 Pässen brachte Axel Witsel an den Mann. 95 Prozent Passgenauigkeit - ein starker Wert. © imago

Als ehemaliger Sicherheitsfaktor Nummer eins lobte auch Sebastian Kehl den neuen Mann für seinen kurzen, aber nachhaltigen Auftritt. „Er hat Ruhe und Struktur reingebracht, clever agiert und abgesichert, dass wir nicht in Konter laufen“, sagte er.

Viel Lob für Witsel von Kehl und Zorc

Sportdirektor Michael Zorc, ebenfalls einst ein Mittelfeld-Motor, ergänzte: „Sofort hat er das Spiel an sich gerissen, war Anspielstation. Wir haben ihn eigentlich nicht dafür geholt, dass er Tore macht, aber gut, wenn er das auch noch tut …“

Der gelobte Mann übrigens sagte nur, er sei glücklich über seinen Einsatz und sein Tor. Dass es ihn gefreut habe, dass er die Mannschaft so im Spiel gehalten habe. Und dann ging er zum Bus.

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