Barrios trifft doppelt: Alles Schlechte abgestriffen

Schon 13 Saisontore

BOCHUM Später, frisch geduscht und sichtlich guter Laune, wollte Lucas Barrios (25) der Geste keine große Bedeutung beimessen. „Damit“, erklärte er seine abstreifenden Handbewegungen an beiden Oberschenkeln herunter, „wollte ich nur dokumentieren, dass alles, was ich an Pech in den vergangenen Wochen hatte, in diesem Moment von mir abgefallen war.“

von Von Dirk Krampe

, 13.03.2010, 22:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lucas Barrios erzielt das 1:4.

Lucas Barrios erzielt das 1:4.

Auch in Bochum war Barrios aus dem Spielgeschehen heraus lange ein Schatten vergangener glorreicher Auftritte. Zwar pfiff Schiedsrichter Wolfgang Stark einen frühen Treffer des 25-Jährigen wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung ab – diese Entscheidung war zumindest diskussionswürdig. Ansonsten aber gelang dem Top-Stürmer, der in der Hinrunde nach einer nur kurzen Eingewöhnungsphase relativ schnell und problemlos in die großen Fußstapfen eines Alex Frei getreten war, wenig. Es war ein Bild, das man in den vergangenen Wochen häufiger gesehen hatte: Barrios oft mit dem Rücken zum Tor, in Luftduelle weit vor dem gegnerischen Strafraum verstrickt und ebendort relativ selten präsent.

Der Instinktfußballer konnte seine Stärken gar nicht anbringen, auch, weil er sich in defensiven Aktionen zerrieb, die ihn wertvolle Kraft kosteten. Das, so Barrios, sei aber kein Problem: „Ich helfe der Mannschaft, wo sie mich braucht.“ Und wer die Tore schieße, sei ohnehin zweitrangig, meinte er. Barrios´ Geste sprach eine andere Sprache. Aus ihr sprach nach seinem zweiten Bundesliga-Doppelpack, der sein Konto auf 13 Treffer aufstockte, auch die Erleichterung.

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