Vor 50 Jahren begann der Bau des Westfalenstadions.
Borussia Dortmund

Baubeginn des BVB-Stadions vor 50 Jahren: „Wird immer mein Westfalenstadion sein“

Ein Stempel im DDR-Pass, das erste Mal mit Papa bei einem BVB-Heimspiel und ein Kopierer für eine Durchsage. Mit dem Westfalenstadion verbinden die Menschen viel. Hier gibt es die schönsten Erinnerungen.

Vor 50 Jahren begann der Bau des Westfalenstadions (Heute: Signal Iduna Park). Der Rest ist Geschichte – und Dortmund hat einen Tempel. Wir haben unsere Leserinnen und Leser aus diesem Grund nach ihren schönsten Erinnerungen und Erlebnissen rund ums BVB-Stadion gefragt. Einige fassen wir hier zusammen:


Elsa Rosinski:
„Ich kann mich noch genau an die Bauphase des Dortmunder Stadions erinnern. Ich war damals im Vorzimmer des Sportdezernenten Erich Rüttel beschäftigt. Bei ihm liefen sämtliche Drähte des Baus zusammen. Eines Tages kamen Bau-Betreuer und wollten teurere Gegenstände verbauen. Das hat Herr Rüttel aber nicht zugelassen – eine Kostenexplosion sollte vermieden werden. Das größere Problem war aber die Erweiterung der Zuschauertribünen. Es gab eine Vorgabe, dass eine gewisse Anzahl von Zuschauern Platz finden müsse. Sonst wäre Dortmund nicht bei der Verteilung von Spielen berücksichtigt worden. Es war schon fast ein Wunder, dass Dortmund es geschafft hat.“

Elias: „Ich war am 19.09. zur Fußballakademie und danach im Stadion. Es war mega.“

BVB-Fan Elias über seine Stadionerlebnis: „Es war mega.“

Franz Goeke: „Irgendwann hatte ich erfahren, dass die Geschäftsstelle unbedingt ein Kopiergerät benötigt. Für mich war es das Signal, den Verantwortlichen der Borussia einen Besuch abzustatten. Auch als Verkäufer hingen die Trauben noch etwas höher als heute. So entgegnete mir der damalige Geschäftsführer Herr Maas, dass man zwar einen Kopierer benötige, die Vereinskasse das aber nicht hergebe. Die Gegenleistung einer Stadion-Durchsage sei doch auch nicht ganz unattraktiv. Meine Verbundenheit zum BVB war schließlich der Grund, diesem Angebot zuzustimmen.“

Ein Kopierer für eine Stadiondurchsage. Franz Goeke hat auch die schlechteren Zeiten des BVB miterlebt. © privat © privat

Tino Schulz: „Am 18. November 1989 bin ich mit 21 Jahren von Dresden nach Dortmund gezogen. Am folgenden Tag hat mir mein Onkel das Westfalenstadion gezeigt. Vom damaligen Torhüter Teddy de Beer bekam ich ein Autogramm. Am 9. Dezember fand dann das Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen statt. Wer seinen DDR-Personalausweis vorzeigte, bekam einen BVB-Stempel in den Ausweis und durfte kostenlos ins Stadion. Das ließ ich mir nicht nehmen. Der BVB gewann mit 4:1! Diesem Stadionbesuch folgten viele weitere sehr emotionale in diesem tollen Fußballtempel.“

Twitteruser @dirk1909: „Der absolute Höhepunkt war natürlich der 19.12.2009! (100 Jahre BVB, d. Red.)

Die Choreo zum 100. Geburtstag des BVB. © privat © privat

Dominic Thomas: „Lennart und Levi (Foto unten) sind beste Freunde und seit drei Monaten begeisterte Borussini-Leser. Sie sind also eingefleischte und waschechte Borussia-Fans. Endlich durften wir nach langem Warten wieder ins Stadion und den hart erkämpften Sieg gegen Augsburg feiern.“

Die Freunde Lennart und Levi sind eingefleischte BVB-Fans. © Dominic Thomas © Dominic Thomas

Kalle Kolbe: „Als mein Papa mich 1974 mit in den Tempel nahm. Da war ich sechs Jahre alt – und von da an mit Leib und Seele ein Borusse.“

Petra Winter: „Ich bin stolz, Dortmunderin zu sein. Von Kind auf an fand ich es spitze, den Westfalenpark, die Westfalenhalle und unser Westfalenstadion zu haben. Ich bin jetzt 61 Jahre alt und es wird immer mein Westfalenstadion sein.“

Über den Autor
Redakteur
Jahrgang 1993, Dortmunder Junge und Amateurhandballer mit großer Liebe für den Fußball und den Ruhrpott. Studium der Journalistik an der TU Dortmund, nach kurzer Zwischenstation beim Westfälischen Anzeiger in Hamm wieder zurück bei den Ruhr Nachrichten, seit 2020 BVB-Reporter.
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Marvin K. Hoffmann

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