Beim BVB drückt in der Abwehr der Schuh

Probleme bei Personal und Form

Bei der Generalanalyse der ersten Saisonhälfte wird die Abwehrarbeit bei Borussia Dortmund ein Schwerpunkt-Thema werden. Der BVB kassiert zu viele, zu leichte und zuletzt auch zu frühe Gegentore. Davon abgesehen, dass jedes Gegentor ärgerlich ist: Sechs Mal hintereinander musste Borussia Dortmund zuletzt einem Rückstand hinnehmen.

SINSHEIM/DORTMUND

, 19.12.2016, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Beim BVB drückt in der Abwehr der Schuh

Marc Bartra hat die hohen Erwartungen beim BVB bisher nicht erfüllen können.

Warschau, Frankfurt, Gladbach, Madrid, Köln und Hoffenheim gingen mit 1:0 in Führung und machten dem BVB das Leben so noch schwerer, als das Siegen dem BVB derzeit ohnehin fällt. „Es muss einer unserer Punkte für die nächsten Spiele sein, dass wir das 1:0 machen“, meinte Christian Pulisic. „Wir können nicht von mal zu mal einem Rückstand hinterher rennen. Unsere Situation ist so schon schwierig genug mit den vielen Verletzten.“

Dreimal ohne Gegentor

Nur dreimal in den ersten 15 Spieltagen dieser Bundesliga-Saison blieben die Borussen ohne Gegentor (Darmstadt, Schalke, Bayern), wettbewerbsübergreifend fällt in den vergangenen Wochen auf, dass Konzentrationsprobleme zu den Ursachen gehören. Kaum anders ist es zu erklären, dass die Gegner kurz nach (Wieder-)Anpfiff treffen, so geschehen in Hoffenheim (3. Minute), in Madrid (53.), gegen Gladbach (6.), in Frankfurt (46.) oder gegen Warschau (10.).

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Dank seiner überragenden Offensivkraft hält sich der Schaden bislang in Grenzen. Mit einer stabilen Defensive allerdings wären mehr Punkte und entspannter verlaufende Partien wahrscheinlich gewesen. Statt in einen kraftsparenderen Modus herunterschalten zu können, reiben sich die Borussen selber auf.

Zentrale Erklärung

Für Kapitän Marcel Schmelzer liegt eine zentrale Erklärung für die Abwehrschwäche im stetig wechselnden Personal begründet. „Es macht es ja nicht leichter, wenn wir hinten in der Vierer- oder Fünferkette immer wieder mit anderem Personal spielen und nie eine richtige Abstimmung reinbekommen“, sagte der Linksverteidiger. Eingespielt wirkt die hinterste Reihe des BVB tatsächlich selten.

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BVB-Training in Brackel am 17. Dezember

Bilder des BVB-Trainings in Brackel am 17. Dezember.
17.12.2016
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Bilder des BVB-Trainings in Brackel am 17. Dezember.© Foto: Guido Kirchner
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Schlagworte BVB , Borussia Dortmund

Neben wechselnden Formationen lässt sich dies auch mit schwacher Form begründen. Als der BVB im Sommer für einen vergleichsweise geringen Kurs von rund 8 Millionen Euro Marc Bartra vom FC Barcelona verpflichtete, einen vor allem auch passstarken Innenverteidiger von einem der besten Klubs der Welt, schossen die Erwartungen in die Höhe.

Elf fehlerhafte Abspiele

Doch bis heute hat der selbstbewusste Spanier den Vorschusslorbeer nicht mit konstanten Leistungen bestätigen können. Stellungsfehler, verlorene Zweikämpfe und eine Serie von Fehlpässen in dem verzweifelten Versuch, den ganz besonderen Ball zu spielen, kennzeichnen sein Spiel.  

So auch am Freitag in Hoffenheim, wo er satte elf fehlerhafte Abspiele sammelte und auch nur jeden vierten seiner Zweikämpfe gewann. Da retteten ihn seine Nebenmänner Matthias Ginter und Sven Bender mehrfach.

Fehlende Souveränität

Die dauerhafte Lösung, wie er seine letzte Verteidigungslinie neben Abwehrchef Sokratis aufbauen und besetzen will, scheint auch Thomas Tuchel noch nicht gefunden zu haben. Bartra wackelt ein ums andere Mal. Ginter hat sich zwar deutlich gesteigert, strahlt aber nicht die größte Souveränität aus.

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Bender hat gerade erst sein Comeback gegeben, geht aber mit Chancen in das Rennen um die Stammbesetzung für die Rückrunde, zumal ihm bei einer Reihe mit drei Innenverteidigern die zentrale Position liegen dürfte.  

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