Beim BVB gibt es kein kategorisches Nein zu einem Weigl-Wechsel

rnBorussia Dortmund

Julian Weigls Perspektiven beim BVB haben sich durch die Verpflichtung von Mats Hummels weiter verschlechtert. Ein Platz in der Startelf erscheint weit weg. Das Problem: Es mangelt an Alternativen.

Dortmund

, 29.06.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Fitness wird es nicht scheitern. Julian Weigl schuftet auf Mallorca fleißig für seine Chance in der neuen Saison. Täglich postet der 23-Jährige auf Instagram kurze Videos, die ihn beim Training zeigen. Mal mit Freundin Sarah Richmond, mal mit Teamkollege Roman Bürki, mal mit Hund Mason. Die Vorbereitung auf die Vorbereitung - Weigl nimmt sie sehr ernst, kein Zweifel.

Weigl überzeugt Favre auf dem zweiten Bildungsweg

Ab kommender Woche fließt der Schweiß dann wieder in Dortmund. Weigl startet mit Borussia Dortmund in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Eine Saison, für die BVB-Boss Hans-Joachim Watzke ein großes Ziel ausgegeben hat. Die Meisterschale soll am 34. Spieltag nicht schon wieder an den FC Bayern München überreicht werden. Dafür hat der Vizemeister viel Geld in die Hand genommen - und Weigl hat mal wieder nicht davon profitiert. Im Gegenteil.

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Bereits im vergangenen Sommer bekam der gelernte Mittelfeldspieler in Axel Witsel einen Neuzugang vor die Nase gesetzt, an dem er sportlich nicht vorbeikam. Weigl verlor seinen Platz in der BVB-Schaltzentrale und stand in der Hinrunde wettbewerbsübergreifend nur 559 Minuten auf dem Feld. In der Rückrunde lief es dann deutlich besser für den gebürtigen Bayer, er sammelte 1425 Pflichtspiel-Minuten, weil er auf ungewohnter Position in der Innenverteidigung zu gefallen wusste. Weigl überzeugte BVB-Trainer Lucien Favre auf dem zweiten Bildungsweg, wenn man so will.

Weigl macht sich Gedanken über seine Zukunft

Doch die Hoffnung auf weitere Einsätze in der Innenverteidigung hat in der Sommerpause einen herben Dämpfer erhalten. Mats Hummels ist der vermeintliche Königstransfer des BVB für die neue Saison, so wie es vor einem Jahr Witsel war. Weigl muss sich wohl erneut auf eine Hinrunde mit überschaubaren Einsatzchancen einstellen. Hummels als linker Innenverteidiger, Akanji als rechter Innenverteidiger, es wird schwierig für Weigl, an dieser Konstellation zu rütteln - und an Witsel wird weiterhin kein Weg vorbeiführen.

Neben all den Workouts wird Weigl die letzten Tage auf Mallorca auch dafür nutzen, sich Gedanken über seine Zukunft zu machen. Seine Vielseitigkeit ist Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite kann Weigl auf unterschiedlichen Positionen helfen, wenn es nötig ist, was seine Chance auf Spielzeit erhöht. Auf der anderen Seite muss er sich vermutlich damit begnügen, nur dann gebraucht zu werden, wenn andere ausfallen oder eine Pause verordnet bekommen. Backup nennt man das auf Neudeutsch.

Bislang liegt beim BVB kein Angebot für Weigl vor

Bereits im Winter liebäugelte Weigl mit einem Wechsel, doch die BVB-Verantwortlichen legten ein klares Veto ein. Zuletzt gab es Meldungen, dass Weigl auch in diesem Sommer auf jeden Fall bleiben müsse. Nach Informationen dieser Redaktion gibt es beim BVB allerdings kein kategorisches Nein zu einem Weigl-Wechsel in dieser Transferperiode, obwohl Favre ihn am liebsten behalten würde. Wenn ein Angebot kommt, wird Sportdirektor Michael Zorc es prüfen.

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Dabei gibt es aber gleich zwei Haken. Erstens liegt bislang noch kein Angebot eines ernstzunehmenden Interessenten vor, auch nicht, wie häufig kolportiert, von Paris Saint-Germain, zweitens ist Weigl aufgrund seiner Vielseitigkeit noch immer so wertvoll für den BVB, dass man ihn nicht zum Schleuderpreis gehen lassen wird. Weigl wird sich gedulden - und weiter für seine Chane schuften müssen. Vielleicht hilft das viele Training, den Kopf ein bisschen frei zu bekommen.

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