Bender und Ginczek am Montag in die Röhre

Hajnal nach Stuttgart?

Erst am Montag wird BVB-Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun dem sündhaft teuren Magnetresonanztomographen der Duisburger BG Unfallklinik zwei Profis zuführen. Es geht um Mittelfeldspieler Sven Bender (21) und Sturmtalent Daniel Ginczek (19).

DORTMUND

von Von Sascha Fligge

, 17.01.2011, 06:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Duell mit Folgen: Sven Bender (l.) verletzte sich in diesem Zweikampf mit Bayer-Kapitän Simon Rolfes am linken Knie.

Ein Duell mit Folgen: Sven Bender (l.) verletzte sich in diesem Zweikampf mit Bayer-Kapitän Simon Rolfes am linken Knie.

Sven Bender bangt um sein linkes Knie, seitdem das Profiteam der Dortmunder am Freitagabend in Leverkusen (3:1) Spielkultur gezeigt und beeindruckende Stressresistenz bewiesen hatte. Vier Minuten vor der Pause hatte er während eines Zweikampfs mit Simon Rolfes (27) ein Knacken im Gelenk gehört. „Ich hoffe, es ist nichts allzu Wildes“, sagte Bender. Weil die Schmerzen am Wochenende abnahmen und das in einen Kompressionsverband gehüllte Knie nicht den Eindruck „brutaler Instabilität“ machte, hofft der Münchner, dass sich die Blessur als harmlos herausstellt.

Ein Ausfall des unauffällig agierenden und in der Regel äußerst effektiven „Sechsers“ wäre ein Niederschlag für die Borussia, zumal der Langzeitverletzte Sebastian Kehl (30) durch einen Virus-Infekt erneut zurückgeworfen wurde. Neben Nuri Sahin (22) stünden für das defensive „Zentrum der Arbeit“ lediglich noch Antonio da Silva (32) und Markus Feulner (28) zur Verfügung. Letzterer ist sportlich betrachtet allerdings auch in der laufenden Saison nur eine Fußnote der Veranstaltung. Mehr als zwei Fünf-Minuten-Einsätze in der Bundesliga (beim 3:1 auf St. Pauli und beim 2:0 gegen München) stehen nicht in seiner persönlichen Bilanz.

Tamas Hajnal (30) hat es sogar noch schlimmer getroffen. Der ungarische Spielmacher, in der intenern Hierarchie möglicher Regie-Optionen nur noch die Nummer 5, stand während der ersten 18 Spieltage keine einzige Sekunde auf dem Rasen. Gerüchten zufolge verhandeln seine Berater Marc Wilmots und Dr. Michael Becker zurzeit mit dem VfB Stuttgart (am Samstag Gast der Borussia) über einen Wechsel des Technikers. „Ich habe gehört, dass es vielleicht Interesse gibt“, sagt Zorc, „aber bisher hat uns noch niemand kontaktiert.“ Dass der BVB gewillt wäre, Hajnal abzugeben, hatten die Verantwortlichen während der vergangenen Monate wiederholt erkennen lassen. Der Spieler wollte sich am Sonntag auf Anfrage „nicht zu diesem Thema äußern“. Das gegenwärtige Stuttgarter Spielsystem sieht Hajnals Wunschposition in der offensiven Mittelfeldzentrale allerdings nicht vor. Und auf den Seiten dürfte der Künstler viel von seiner Durchschlagskraft einbüßen.

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